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Bei Sevilla ist Rakitic zu einer festen Grösse herangewachsen.
Bei Sevilla ist Rakitic zu einer festen Grösse herangewachsen.Bild: EPA/EFE
Schweiz – Kroatien

Neid und Enttäuschung – deshalb wird Ivan Rakitic heute Abend in St. Gallen ausgepfiffen

Ivan Rakitic spielt heute zum ersten Mal auf Schweizer Boden gegen unsere Nationalmannschaft. Auf einen warmen Empfang kann sich der Sevilla-Captain in St. Gallen aber bestimmt nicht freuen. Der Frust über seinen Korb an die Schweiz sitzt immer noch tief.
05.03.2014, 17:1506.03.2014, 06:19

Der Schweiz-Kroatische Doppelbürger Ivan Rakitic trifft heute Abend in der AFG-Arena in St. Gallen auf seine alte Heimat. In Möhlin (AG) gross geworden, spielte der 26-Jährige beim FC Basel und holte mit der Schweizer Juniorenauswahl erste internationale Erfahrungen.

So würde man ihn heute Abend gerne sehen: Rakitic 2005 im Schweizer Dress gegen den Kroaten Milan Badelj während der U17-EM.
So würde man ihn heute Abend gerne sehen: Rakitic 2005 im Schweizer Dress gegen den Kroaten Milan Badelj während der U17-EM.Bild: Keystone

Enttäuschung

Der Mittelfeld-Stratege wuchs zu einem Hoffnungsträger im Schweizer Team heran, bis er sich 2007 für die kroatische Nationalmannschaft entschied. Eine alte Geschichte, die heute wieder an Aktualität gewinnt. Die Eltern erhielten damals Drohbriefe und der junge Rakitic musste sich damals für seinen «Verrat» einiges anhören. Eine schwierige Zeit, die der Kroate überstehen musste.

Die Trikot-Farben stimmen, das dazugehörige Land nicht: Rakitic im Dress von Kroatien.
Die Trikot-Farben stimmen, das dazugehörige Land nicht: Rakitic im Dress von Kroatien.Bild: AP

Sieben Jahre ist es her, Rakitic hat die Phase überwunden und das Erlebte scheinbar in fussballerisches Können umgewandelt. Doch bei den Schweizern hat sich viel Frust aufgebaut, den Rakitic heute Abend zu spüren bekommen wird. Ein gellendes Pfeifkonzert ist in St. Gallen vorprogrammiert, das ist auch dem Möhliner bewusst. «Wenn es Piffe gegen mich gibt, kann ich das verstehen», sagte Rakitic zu «Blick».

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Neid

Aber wieso? Sind die Schweizer in ihrem Stolz verletzt oder hat die Abneigung vielleicht etwas mit Neid zu tun? Ivan Rakitic ist in den letzten Jahren in Kroatien zu einem unersetzbaren Stammspieler geworden und läuft in Sevilla als Captain zu neuer Bestform auf. Zehn Tore und zehn Assists hat Rakitic in dieser Saison schon auf dem Konto und avanciert zum Publikumsliebling der spanischen Provinzhauptstadt Sevilla.

Rakitic und Marko Marin.
Rakitic und Marko Marin.Bild: EPA

Seit dem Wechsel 2011 von Schalke zu Sevilla kennt der Aufstieg von Rakitic keine Grenzen mehr. Seit Ende August 2012 hat sich der Marktwert des Wahl-Kroaten mehr als verdoppelt und liegt nun bei 26,5 Millionen Franken. Damit ist Rakitic mehr wert als jeder Akteur der Schweizer Nationalmannschaft. Kein Wunder, kommt bei einigen Fans Eifersucht auf die Kroaten auf – obwohl wir mit Gökhan Inler über eine fast so gute Alternative verfügen.

Eindrücke zu Rakitics Leistung in dieser Saison finden Sie im folgenden Video. Als Schweizer kommen einem fast die Tränen. Unsere Nati könnte den Spielwitz und die Lockerheit von Rakitic gut vertragen. Vielleicht wäre es besser ihn für seine Qualitäten zu loben, anstatt ihn auszupfeifen. Auch wenn er jetzt eben fussballerisch Kroate und nicht Schweizer ist. Hauptsache, er weiss die Fans zu entzücken und steht dem Erfolg unserer Nationalmannschaft nicht im Weg.

Zehn Tore und zehn Assists steuerte Rakitic in dieser Saison bereits bei.Video: Youtube/CroBrothersVideos
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