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Die «Bild» glaubt zu wissen

Angeblich geheime FIFA-Anordnung: WM-Schiris sollen so wenig Gelb zeigen wie möglich



Referee Ravshan Irmatov from Uzbekistan shows a yellow card to Netherlands' Bruno Martins Indi during the World Cup quarterfinal soccer match between the Netherlands and Costa Rica at the Arena Fonte Nova in Salvador, Brazil, Saturday, July 5, 2014. (AP Photo/Matt Dunham)

Schiedsrichter Ravshan Irmatow zeigt dem Holländer Bruno Martins Indi die Gelbe Karte. Bild: Matt Dunham/AP/KEYSTONE

Ein gerüttelt Mass an Aufregung am Tag vor dem ersten Halbfinale: Die FIFA soll ihre Schiedsrichter angewiesen haben, möglichst wenig Gelbe Karten zu zeigen. Das will die deutsche Boulevard-Postille «Bild» erfahren haben.

Demnach sollen die Schiedsrichter so lange wie möglich auf Gelbe Karten verzichten und auf Ermahnungen setzen. Schiedsrichter, die sich nicht an die Anordnung hielten, müssten damit rechnen, keine weiteren Spiele mehr pfeifen zu dürfen. Die gewagte These der «Bild»: FIFA-Schiri-Chef Busacca ist in letzter Konsequenz für Verletzungen wie jene Neymars verantwortlich.

Experten fahren heftiges Geschütz auf

Zur Untermauerung ihrer These fährt sie eine ganze Reihe von gewichtigen Stimmen im Fussballbusiness auf. Den deutschen Schiedsrichter-Boss Herbert Fandel lässt sie sagen: «Wenn notwendige Verwarnungen nicht ausgesprochen werden, ist man zunächst verwundert. Wird das dann zur Regel, ist man mehr als irritiert.» Urs Meier, ZDF-Experte und ehemaliger Unparteiischer meint: «Die FIFA hat mitzuveranworten, dass Neymar ausfällt. Die Messlatte für Gelbe Karten ist viel zu hoch.»

Das Boulevard-Blatt kommt zum Schluss: Massimo Busacca wolle sich mit einer WM der wenigen Gelben Karten ein Denkmal schaffen. (tom)

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