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epa06835792 Harry Kane of England (L) reacts with Jordan Henderson of England after scoring the 2-0 during the FIFA World Cup 2018 group G preliminary round soccer match between England and Panama in Nizhny Novgorod, Russia, 24 June 2018.

(RESTRICTIONS APPLY: Editorial Use Only, not used in association with any commercial entity - Images must not be used in any form of alert service or push service of any kind including via mobile alert services, downloads to mobile devices or MMS messaging - Images must appear as still images and must not emulate match action video footage - No alteration is made to, and no text or image is superimposed over, any published image which: (a) intentionally obscures or removes a sponsor identification image; or (b) adds or overlays the commercial identification of any third party which is not officially associated with the FIFA World Cup)  EPA/VASSIL DONEV   EDITORIAL USE ONLY

Die Euphorie in England könnte zum Problem werden. Bild: EPA/EPA

«Gegen Kolumbien reichen sogar 70 Prozent» – ist England zu arrogant?

Die K.o.-Phase hat für England noch nicht einmal begonnen, da sprechen sie im «Mutterland des Fussballs» schon wieder vom Titel. Die Mannschaft darf sich davon nicht anstecken lassen.



Alles, was England an dieser Weltmeisterschaft bislang vorzuweisen hat, ist ein überzeugender Sieg gegen Panama, ein glücklicher Last-Minute-Erfolg gegen Tunesien und eine müde 0:1-Niederlage gegen Belgien. Aber dieses Spiel haben die «Three Lions» ja angeblich absichtlich verloren, um in die einfachere Tableau-Hälfte zu kommen.

Längst ist auf der Insel bereits die Fussball-Euphorie ausgebrochen. Angefangen hat es mit einem humorvollen Video der BBC, das zeigt, was alles passieren würde, sollte die Mannschaft von Trainer Gareth Southgate tatsächlich den Titel holen.

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video: youtube

Doch seither hat sich der Spruch «Football is coming home» zu einem wahren Mantra entwickelt. Spätestens seit sich Deutschland und Spanien aus dem Turnier verabschiedet haben, sehen die Engländer sich selbst als einen der Titelfavoriten. Insbesondere begünstigt durch die «leichte» Auslosung. Einige Beispiele:

«Gegen Kolumbien reichen England sogar 70 Prozent. Sie haben einige sehr gute Techniker, aber ich sehe nicht, wie sie uns schaden könnten.»

Danny Murphy, ehemaliger Spieler von Liverpool, Tottenham und Fulham. Jetzt Kommentator bei der BBC

Bild

Danny Murphy. bild: screenshot bbc

«Kolumbien ist schwach. Der Weg in den Halbfinal ist frei für England. Ich wäre schockiert, wenn wir es nicht unter die besten Vier schaffen würden.»

Paul Merson, ehemaliger Spieler von Arsenal. Jetzt Experte bei «Skysports»

«Harry Kane ist Englands Messi UND Cristiano Ronaldo. Er hat nochmals einen weiteren Schritt gemacht und ist jetzt einer der besten Spieler der Welt. Ich schaue auf diese Mannschaft und bin neidisch, dass ich nicht dabei sein kann. Sie haben die Möglichkeit etwas Spezielles zu schaffen.»

Jamie Redknapp, ehemaliger Spieler von Liverpool und Tottenham. Jetzt Experte bei «Skysports»

... Jamie Redknapp. Der 41-jährige Englämder spielte zwischen 1991 und 2002 für Liverpool und absolvierte dort 239 Ligaspiele. Er lief auch 17 Mal für die englische Nationalmannschaft auf.

Jamie Redknapp im Einsatz für Liverpool.

Andere Fussball-Kolumnisten wollen gar nicht an die erste Hürde Kolumbien denken. «Das Spiel gegen Dänemark hat gezeigt: Kroatien ist schlagbar», schreibt beispielsweise der «Daily Mirror». England könnte erst in einem allfälligen Halbfinal auf Luka Modric und Co. treffen. Zuvor warten noch Kolumbien und allenfalls der Sieger aus dem Duell zwischen Schweden und der Schweiz.

Die «Sportbible» analysiert unter der Überschrift «Englands Weg wird durch die Niederlage Spaniens noch süsser gemacht» die verbleibenden Gegner. Der Journalist erklärt zuerst, dass man jeden Kontrahenten ernst nehmen muss, schliesst dann aber mit den Worten: «Ach scheiss drauf, it's coming home!»

Einige englische Tweets:

Billy Sharp, Profi bei Sheffield United, hütet schon einmal den WM-Pokal für Harry Kane.

«Es gibt absolut nichts mehr, wovon man sich fürchten müsste.»

Auch dieser britische Journalist glaubt daran, dass «der Fussball heimkehrt.»

Michael Owen gibt sich da etwas pragmatischer. Aber auch er glaubt an den Titel.

Alan Shearer ist derzeit scheinbar einer der einzigen Engländer, der auf die Euphoriebremse tritt. In einer Kolumne bei der BBC schreibt er: «Wie können wir so arrogant sein und bereits auf die nächsten Runden vorauszuschauen? Mit unserer Bilanz an grossen Turnieren?»

Newcastle's captain Alan Shearer celebrates scoring against FK ZTS Dubnica during their UEFA Intertoto Cup third round second leg soccer match at Newcastle's St James' Park , England, Saturday July 23, 2005. (AP Photo/Scott Heppell)

Alan Shearer warnt vor Vorzeitiger Euphorie. Bild: AP

Der 260-fache Premier-League-Torschütze warnt davor, die Gegner zu unterschätzen und erinnert daran, dass England seit 1990 genau zwei K.o.-Spiele gewonnen: 2002 gegen Dänemark und 2006 gegen Ecuador. Shearer hält sein Land dazu an, «sich zuerst um Kolumbien zu kümmern.»

Die englische Mannschaft täte gut daran, auf Shearer zu hören und die Euphorie zuhause auszublenden. Denn wie schnell auch ein auf dem Papier besseres Team gegen einen Underdog scheitern kann, hat das Spiel Spaniens gegen Russland eindrücklich gezeigt.

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Video: srf/SDA SRF

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