Sport
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Mbappé wird in der Nachspielzeit für sein Zeitspiel verwarnt. Bild: AP

Unfair oder einfach nur clever? Frankreichs Zeitschinderei in der Kritik

Wer gewinnt, zuckt bloss mit den Schultern. Wer verliert, ist fuchsteufelswild. Das Verstreichenlassen vieler Sekunden ist ein Teil des Fussballspiels, den niemand sehen will. Wie man Zeitspiel eindämmen könnte.

11.07.18, 14:49 11.07.18, 16:03


Worum geht's?

Um Szenen wie diese gestern beim 1:0-Sieg von Frankreich im WM-Halbfinal gegen Belgien:

Video: streamable

Der französische Shootingstar Kylian Mbappé nimmt den Ball in der 92. Minute vom Boden auf, obwohl Belgien einen Einwurf erhält. Er gibt ihn nicht her, sondern wirft ihn im Gegenteil noch weg, rennt dem Ball nach, dribbelt ein bisschen herum. Für dieses unsportliche Zeitschinden sieht Mbappé zwar Gelb, was aber keine Sperre zur Konsequenz hat. Die einzige Folge ist, dass Belgien wertvolle Sekunden verliert beim Versuch, den späten Ausgleich zu erzielen.

Umfrage

Wie sehr hast du dich über Kylian Mbappés Zeitschinden aufgeregt?

  • Abstimmen

4,243 Votes zu: Wie sehr hast du dich über Kylian Mbappés Zeitschinden aufgeregt?

  • 75%Sehr, das ist einfach eine Sauerei.
  • 18%Es geht, das machen doch alle so, die vorne liegen.
  • 7%Eigentlich gar nicht, mir war das egal.

Wie schlimm war's in diesem Spiel?

Der Schiedsrichter Andrés Cunha reagierte auf das französiche Zeitschinden in der regulären Spielzeit und packte sechs Minuten obendrauf. Die Kollegen vom «Spiegel» haben diese Nachspielzeit Sekunde für Sekunde analysiert. 

Das Ergebnis: Frankreich spielte bei Ballbesitz in der Nachspielzeit nur zwei Mal auf Zeit. Hinzu kam aber überlanges Warten darauf, einen Einwurf oder einen Eckball auszuführen. Belgiens grösseres Problem war, dass es dem Team in der gesamten Nachspielzeit lediglich drei Mal gelang, den Ball zu kontrollieren. Frankreichs Abwehr stand zu sicher, liess wenig zu und bei Unterbrüchen hatten es «Les Bleus» alles andere als eilig.

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Wie schlimm ist's generell?

Das führende Team benötigt für jede Aktion länger als das Team, welches im Rückstand liegt. Die Zahlen aller WM-Gruppenspiele verdeutlichen das.

Sekunden bis zur Ausführung. grafik: watson, quelle: Fivethirtyeight

Diese Zahlen belegen, was das Gefühl schon immer wusste und was auch nachvollziehbar ist: Wer vorne liegt, geht kein unnötiges Risiko ein und will die Führung über die Zeit bringen. Wenn es sein muss auch mal unsportlich – der Zweck heiligt die Mittel.

Wie könnte man das Zeitspiel eindämmen?

1. Durch Appellieren an die Fairness der Spieler. Haha.

2. Das Stoppen der Uhr: In der Nachspielzeit wird die Zeit bei jedem Unterbruch angehalten. Zeigt ein Schiedsrichter also vier Minuten Nachspielzeit an, wird effektiv noch vier Minuten lang gespielt. Im Zeitalter des Videoschiedsrichters wäre es eine weitere Entwicklung, die je nach Sichtweise als Modernisierung begrüsst oder als Abschied vom Ursprung des Spiels bedauert wird.

Umfrage

Sollte die Zeit bei einem Unterbruch in der Nachspielzeit angehalten werden?

2,797 Votes zu: Sollte die Zeit bei einem Unterbruch in der Nachspielzeit angehalten werden?

  • 85%Ja.
  • 12%Nein.
  • 3%Ich weiss nicht.

Technisch wird es möglich sein, die Pfeife des Schiedsrichters mit der Uhr im TV zu verbinden. Auf der Anzeigetafel im Stadion stoppt sie ohnehin bei 90:00 Minuten, die Zuschauer werden im Ungewissen gelassen, wie lange es noch dauert. Auch mit der Anzeigetafel könnte die Schiri-Pfeife verbunden werden, die Nachspielzeit wäre transparent für alle.

3. Wieso eigentlich nur in der Nachspielzeit die Zeit anhalten? Der Fussball könnte generell die effektive Spielzeit einführen, so wie wir es vom Eishockey kennen. Immer wenn der Ball aus dem Spiel ist, wird die Zeit angehalten. So wird der Zeitschinderei von der ersten Minute an ein Riegel geschoben.

4. Schon jetzt ist im Regelwerk vorgesehen, dass Zeitspiel mit einer Verwarnung bestraft wird. Das wird auch angewandt, siehe Mbappé. Es ist wie bei jeder Aktion im Spiel: Bei jedem Schiedsrichter sitzen die Karten unterschiedlich locker. Die Verbände könnten die Refs darauf einschwören, die Regel strikter und öfter anzuwenden. Das Problem: Jedes Mal, wenn ein Spieler Gelb sieht, verstreicht Zeit, in welcher sich der Schiedsrichter die Verwarnung notiert. Dem Team im Rückstand bringt es nichts.

Nicht lange warten, sondern konsequent durchgreifen: Öfter Gelb für Zeitschinder. Bild: AP

5. Durch nachträgliche Sanktionen für krass unsportliches Verhalten. Was sich Mbappé in der diskutierten Szene geleistet hat, war nichts anderes.

Muss man denn immer alles ändern?

Nein, Fussball ist kein Eishockey und nicht ohne Grund der Sport, welcher wie kein anderer die Welt bewegt. Es gibt sicher dringendere Probleme zu lösen als die paar verlorenen Sekunden in der Nachspielzeit. Stichworte: Schwalben, Rudelbildung, Reklamieren. Wer es nötig hat, in der 96. Minute noch zu treffen, sollte sich überlegen, was er in den 95 Minuten zuvor falsch gemacht hat. Trotzdem ist die Zeitschinderei ein Ärgernis für jeden neutralen Zuschauer und für die Fans vom Team in Rückstand sowieso.

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65
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65Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ujay 12.07.2018 09:02
    Highlight .....und wenn die Schweiz, in Führung liegend, in den letzten Minutenist das dann internationale Cleverness
    0 0 Melden
  • Clife 11.07.2018 19:26
    Highlight Eines muss man sagen, Frankreich scheint nur 2 seiner 3 Auswechslungen gemacht zu haben. Es scheint, dass zumindest der Trainer Klasse gezeigt hat 🤷‍♂️
    21 2 Melden
  • jjjj 11.07.2018 18:48
    Highlight Meine Güte. Wenn ich harte Männer sehen will die sich auf die Fresse geben und sich dann sportlich die Hand schütteln, schau ich Eishockey.

    Für dramatische Künstler schau ich Fussball...
    so what?
    26 31 Melden
  • jjjj 11.07.2018 18:38
    Highlight Aber im Eishockey/Rugby... echte Männer ... Fairplay ... Büne Hueber ...
    20 23 Melden
  • Lambert 11.07.2018 17:57
    Highlight Um das Problem etwas zu entschärfen mein Vorschlag: Nach einem Tor kann das Spiel sofort weitergehen, sprich: Das Anspiel erfolgt sofort sobald die ballführende Mannschaft (also diejenige welche soeben ein Tor kassiert hat) vollständig in Ihrer eigenen Platzhälfte steht. Die anderen dürfen dann ruhig weiterjubeln. Sofortige GK falls der auszuwechselnde Spieler nicht sprintend das Feld verlässt. Nach Reglement mMn bereits jetzt möglich, wird aber zu selten angewandt. Generell jedes Zeitspiel mit Gelb ahnden. Spätestens nach dem ersten Platzverweis hat sich das Problem wie von alleine erledigt
    15 27 Melden
    • jjjj 11.07.2018 18:33
      Highlight Sprintend das Feld verlassen?

      Ach... das nimmt dem Spiel die Seele...
      14 11 Melden
  • bcZcity 11.07.2018 17:36
    Highlight Es sieht eher so aus als ob der junge Kerl den Ball zurückholen wollte, ihm ein netter Trick misslang und er daher etwas rumturnte. Da habe ich schon weit aus schlimmeres Zeitspiel gesehen, es sah einfach extrem unglücklich aus.

    ABER, man könnte ins Regelwerk nehmen dass wenn die gegnerische Mannschaft den Ball zugesprochen bekommt, dieser auch SOFORT freizugeben bzw. hinzulegen oder einem nahen Spieler zu übergeben ist. Den Ball in die Hand nehmen damit kein schneller Freistoss ausgeführt wird, kommt nämlich auch regelmässig vor.
    11 40 Melden
  • Texup 11.07.2018 17:34
    Highlight Anstatt über Zeitschinderei in den letzten Spielminuten zu jammern wäre es sinnvoller wärend der regulären Spielzeit ein Tor zu schiessen. Ist doch nicht des Gegners Problem wenn man unfähig ist, selbst ein Tor zu erzielen.
    20 54 Melden
    • Lambert 11.07.2018 17:59
      Highlight Es geht um Fairness. Unwort des Jahres 2018 in Sportlerkreisen. Trotzdem
      37 11 Melden
  • zeromaster80 11.07.2018 17:30
    Highlight So eine Szene ist kein Zeitspiel sondern schlicht extrem unsportliches Verhalten. Hier wäre eine rote Karte mit möglicher Disziplinarstrafe, bis hin zu mehr Spielsperren, für meinen Geschmack angebracht. Bei den letzten spielen fand ich ihn topp, mit der Szene hat er das komplett verspielt.
    63 18 Melden
  • killavanilla 11.07.2018 17:26
    Highlight Warum nicht die letzten 15 Minuten jeweils bei Unterbrüchen wie beim Eishockey die Zeit stoppen und auf die Nachspielzeit verzichten?
    24 9 Melden
  • Pisti 11.07.2018 17:11
    Highlight Am meisten Zeitschinderei hat ja Belgien selbst betrieben in dem man x-mal den Abstand nicht eingehalten hat.
    17 23 Melden
  • Joe Smith 11.07.2018 17:09
    Highlight Au ja, bei jedem Spielunterbruch die Zeit anhalten. Als nächsten Evolutionsschritt kann man dann, da die Zeit ja ohnehin angehalten wurde, jeweils noch eine Werbung einspielen …
    21 25 Melden
  • TheWall_31 11.07.2018 17:05
    Highlight Solche Spieler sollten, genauso wie ein Akteur nach einer einzigen Schwalbe (eine ist eine zuviel, sorry), gesperrt werden.
    52 8 Melden
  • insider 11.07.2018 17:03
    Highlight Es gibt immer wieder wunderbare Ideen, wie die Spielregeln verändert werden könnten. Was dabei aber oft vergessen geht, dass Fussball ein universeller Sport ist: Er wird überall auf der Welt auf ganz unterschiedlichem Niveau gespielt und die Regeln müssen allen diesen Anforderungen gerecht werden.
    Falls mal z.B. auf Nettospielzeit umstellen würde, müsste wie im Eishockey jemand die Zeit stoppen, bei ca. 20'000 offiziellen Spielen pro Jahr allein im Kt. Zürich (!) müsste also jeweils jemand zusätzlich als Zeitnehmer amten. Unter diesem Blickwinkel sind nicht alle Vorschläge praktikabel. ;-)
    33 19 Melden
  • TodosSomosSecondos 11.07.2018 17:01
    Highlight Die Einführung der effektiven Spielzeit im Fussball wäre eine Katastrophe für den Sport und die Zuschauer. Lediglich die TV-Stationen, die Werber und die Konzerne können sowas ernsthaft befürworten, damit sie dann in den Powerbreaks dämliche Werbungen schalten könen. Nope!!!

    Was es braucht sind nachträgliche Sanktionen von unsportlichem Verhalten (Fouls, Schwalben, übertriebene Schauspielerei und Zeitspiel) mittels Videobeweis.

    Als Strafe für den kindischen Mist, muss es Spielsperren geben und nicht lächerlichen Geldstrafen über die Spieler und Vereine sowieso nur lachen.
    38 9 Melden
  • Blutgrätscher 11.07.2018 16:48
    Highlight Ich bin generell gegen die effektive Spielzeit.
    Aber bei Auswechslungen kann man das mMn gut und gerne Anwenden.
    Es kann doch nicht sein, dass das führende Team in der 89' noch einen Spieler auswechselt, der grad zufällig nicht mitkriegt, dass er rausmuss, auf der anderen Seite vom Platz steht und dann seelenruhig bis zur Bank spaziert während er sich auf dem Weg noch bei jedem einzeln verabschiedet.

    Teils wird so mehr als eine Minute komplett sinnfrei vergeudet.

    Nervt mich übelst.
    39 4 Melden
    • bcZcity 11.07.2018 17:39
      Highlight Könnte man ganz einfach unterbinden, nämlich so dass der Spieler das Spielfeld auf dem schnellsten weg verlassen muss, also egal auf welche Seite des Spielfeldes. Tut er dies nicht, gibt es direkt rot und voila......oder dass der neue Spieler so lange warten muss wie der ausgewechselte gebraucht hat um das Spielfeld zu verlassen. Dann spielen die eben 1 Minute einem Mann weniger, selber schuld!
      11 3 Melden
    • jjjj 11.07.2018 18:35
      Highlight Sorry, aber das gehört zu den Regeln. Sind für alle gleich...
      5 4 Melden
    • Blutgrätscher 11.07.2018 19:07
      Highlight @jjjj
      Ja da hast du recht, genau darum hab ich ja eine Regeländerung vorgeschlagen, da es mir lieber wäre, wenn es alle nicht machen würden.
      8 0 Melden
  • René Obi (1) 11.07.2018 16:29
    Highlight Ein Fussballspiel dauert statistisch gesehen netto immer um die 60 Minuten. Wenn man also wie im Eishockey die Zeit bei Spielunterbrüchen anhalten würde, 2x 30 Minuten Netto-Spielzeit, könnte man das Zeitschinden abstellen. Dann kann man mit langen Unterbrüchen höchstens noch den Rhythmus des Gegners etwas brechen.

    Ich war zuerst auch eher skeptisch gegenüber dem Videoschiedsrichter und bin inzwischen völlig davon überzeugt. Wenn der Fussball fairer werden soll, dann braucht es noch ein paar Anpassungen. Stur, gelbe Karte für Reden mit dem Schiri, wenn man nicht Captain ist. z.B.
    41 5 Melden
  • bernd 11.07.2018 16:27
    Highlight Ich bin auch schon länger dafür, die Uhr anzuhalten. Aber wieso das jetzt nach der einen Szene von 1000, die tatsächlich sanktioniert wurde diskutiert wird, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel.
    18 10 Melden
  • mxpwr 11.07.2018 16:27
    Highlight Es muss doch unterschieden werden zwischen Zeitspiel, also dem Spielen auf Zeit während des laufenden Spiels (bspw. direkt zur Eckfahne und da denn Ball so lange wie möglich halten) und Zeitschinderei während das Spiel unterbrochen ist (bspw. wie Mbappé). Zweiteres finde zumindest ich deutlich schlimmer.
    29 0 Melden
  • who cares? 11.07.2018 16:10
    Highlight "Wer es nötig hat, in der 96. Minute noch zu treffen, sollte sich überlegen, was er in den 95 Minuten zuvor falsch gemacht hat."

    Wer es nötig hat, in den letzen 10 Minuten durch kriechendes Einwechseln und am Boden liegen zu verzögern, sollte sich überlegen, ob er auch wirklich so gut Fussball gespielt hat, dass er den Sieg verdient hat.
    70 13 Melden
  • EinePrieseR 11.07.2018 15:49
    Highlight Ich habe mich eigentlich für Frankreich gefreut, aber die letzten Minuten vom Spiel haben mir die Freude verdorben. So was geht gar nicht. Dabei haben sie das doch gar nicht nötig. Schade..
    44 13 Melden
  • Triumvir 11.07.2018 15:46
    Highlight Ja, Zeit schinden ist unsportlich, aber es ging hier nicht um ein Freundschaftsspielchen, sondern um den Einzug in den WM-Final. Wäre Belgien vorne gelegen, hätten sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch nicht mehr Druck nach vorne gemacht in der Nachspielzeit. Das ist unschön, aber die - für Belgien bittere - Realität.
    32 41 Melden
    • Buff Rogene 11.07.2018 17:06
      Highlight Ich versteh die Aufregung echt nicht. Weshalb gibts Schiris? Ist deren Aufgabe. Gelbe Karte und gut ist.

      Notbremse wird als taktisches Mittel aufgefasst, aber wenn Mbappe den Ball nicht rausrückt, wird moralisch gewertet.

      Mbappe soll bleiben wie er ist, brillant spielen, und die Schiris ihre Arbeit machen.
      15 6 Melden
    • Siebenstein 11.07.2018 17:57
      Highlight Ich glaube kaum, dass Belgien seinerseits versucht hätte krampfhaft so ein knappes Ergebnis zu halten, das ist schon zu vielen zum Verhängnis geworden, unverdienterweise leider den Franzosen hier nicht...
      8 14 Melden
  • Mia_san_mia 11.07.2018 15:40
    Highlight Die Aktion von Mbappé fand ich Sch...! Das man ein bisschen langsamer macht, ist ja normal, aber das ist übertrieben.
    43 5 Melden
  • Alterssturheit 11.07.2018 15:38
    Highlight Iregendwann wurde für vieles im Leben - auch im Sport - Regeln aufgestellt. Seither ist die Zeit nicht stillgestanden und die Welt hat sich verändert. Viele Regeln werde heute nicht mehr verstanden und/oder immer weniger eingehalten. Macht also durchaus Sinn, bestehende Regeln der Neuzeit anzupassen als Regeln zu haben die keiner einhält.
    24 2 Melden
  • sgrandis 11.07.2018 15:35
    Highlight Ich bin einverstanden, dass die angesprochenen Szene unsportlich ist. Allgemein finde in Zeitspiel unschön.

    Andererseits: die Franzosen haben ein paar Minuten rausgeholt. Aber wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass Belgien in den sagen wir mal 3 Minute trifft, wenn sie für die restliche Zeit (ca. 90 min ) auch nicht getroffen haben?!

    Genau: 3/90 = 3 %

    Sagen wir die Belgier geben sich extra Mühe, und somit ist es drei mal wahrscheinlicher, dass sie in der Zeit treffen. Immer noch nur 10%...

    Fazit: Zeit schinden macht den Kohl nicht fett
    12 49 Melden
  • fandustic 11.07.2018 15:14
    Highlight Die Aktion war unfair, ganz klar, und wurde auch mit Gelb sanktioniert. Nur wäre es auf der Gegenseite die selbe Story gewesen. Entweder liegt einer einfach länger am Boden, der Abstoss des Torhüters dauert ewig, bis ein Eckball durchgeführt ist vergeht locker eine Minute, usw. Ich fand es schon mal nicht schlecht, dass beim Grossteil der Spiele min. 5 Minuten Nachspielzeit angezeigt wurden und, sofern weitere Verzögerungen dazu kamen, auch noch weiter verlängert wurde. Ist sicher schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.
    47 1 Melden
  • Earlybird 11.07.2018 15:12
    Highlight Ich bin kein Riesen Fussball Fan aber die WM muss man sich ja fast anschauen
    Wen ich dan aber solche Sachen sehe könnte ich nur Kotzen
    So peinlich wie diese Stars sich aufführen
    Solche Szenen muss man Knall hart bestrafen
    55 14 Melden
  • Anded 11.07.2018 15:06
    Highlight Man müsste einfach mal die effektive Spieldauer von ein paar hundert Spielen analysieren, daraus ergibt sich eine reine Spielzeit von zB 40 Minuten pro Halbzeit. Dann kann man diesen Modus Schrittweise wie VAR und Torlinientechnik in den Profiligen einführen (während jedem Unterbruch wird gestoppt, nach 40min abgepiffen, auch wenn grad ein Stürmer alleine aufs Tor zieht), während im Amateurbereich weiterhin auf 90min nach Schirigefühl gespielt wird.
    Es wird auch einen positiven Effekt auf die Gesundheit der Spieler haben. Weniger am Boden liegen nach Zweikämpfen, keine Krämpfe mehr, ...
    34 9 Melden
    • Neymar 11.07.2018 15:18
      Highlight 40 Minuten pro Halbzeit? Wovon träumen Sie nachts? Die effektive Spielzeit pro HZ beträgt im Schnit ca. 27-30 Minuten...
      39 26 Melden
    • andrin89 11.07.2018 15:23
      Highlight Deshalb hat er "zB" geschrieben...
      45 3 Melden
    • Neymar 11.07.2018 15:52
      Highlight Lieber Andrin, ich weiss nicht, wieviele Fussballspiele du im Leben schon geschaut hast, aber es wird in KEINEM Fussballspiel je eine Halbzeit geben, in welcher die effektive Spielzeit 40 Minuten betragen wird. Also macht dies auch als Beispiel keinen Sinn.

      Ich sage ja auch nicht: "Man müsste dann den Durchschnittslohn von Verkäuferinnen analysieren, z.B. 10'000 Franken im Monat, und dann könnte man schauen..."
      5 35 Melden
    • Anded 11.07.2018 16:26
      Highlight Lieber Neymar, wenn du grad am Klugscheissen bist, kannst du dir die Logik hinter deiner Aussage "im Schnit ca. 27-30 Minuten" nochmals zu Gemüte führen.
      Helfe dir gerne, wenn du selber nicht drauf kommst. ;-) (und nein, ich hacke nicht auf dem fehlenden "t" rum)
      15 3 Melden
    • Neymar 11.07.2018 16:35
      Highlight Ich komme leider nicht drauf.
      1 11 Melden
    • gecko25 11.07.2018 16:35
      Highlight @anded. auch wenn ichs nicht gerne sage, liegt neymars Schätzung deutlich näher an der Realität als deine
      6 4 Melden
    • Anded 11.07.2018 19:07
      Highlight Entweder: Im Schnitt zwischen 27 und 30 Minuten (weil du nicht mehr genau weisst ob es jetzt 27.35 oder 29.88 Minuten sind).

      Oder: Im Schnitt ca. ... Minuten (nicht genau, aber nahe dran).

      Oder: 27-30 Minuten (nix Schnitt, alle Spiele haben ihre Spielzeit in diesem Bereich).

      Ja, ein Detail, aber du legst wohl Wert auf Details. "im Schnitt ca. 27-30 Minuten" ergibt einfach keinen Sinn.

      @gecko25 Habe nie behauptet, meine Schätzung sei Realitätsnah. Darum ging es in meinem Kommentar auch nicht.
      6 5 Melden
  • wel_hued_morn_scho_wieder_gester_isch 11.07.2018 15:04
    Highlight So ist Fussball ich würde es genau so machen in einem WM Halbfinalspiel. Solange die Regeln so sind.
    24 22 Melden
    • Anded 11.07.2018 16:13
      Highlight Genau. Find ich auch nicht toll, aber das Regelwerk sieht keine andere Konsequenz als gelbe Karte, sowie Teilkompensation durch Nachspielzeit vor. Ist zu 100% das selbe wie das Handspiel von Suarez vor 8 Jahren. Da ist die Konsequenz für das Verhindern eines 100%igen Tores einfach Rot und Penalty. Im Fall von Suarez ist es perfekt aufgegangen, weil der Penalty verschossen wurde.
      Es wird immer unsympathische Spieler geben, welche das Regelwerk ausreizen.
      8 5 Melden
  • Micha Moser 11.07.2018 15:01
    Highlight Diese Szene hat mich wirklich wütend gemacht. Sowas hat er nicht nötig. Auch das der Schiedsrichter nach exakt 6 Minuten abpfeift finde ich fragwürdig, in der zeit wurde ja kaum wirklich gespielt
    366 32 Melden
  • Ulmo Ocin 11.07.2018 15:00
    Highlight Jeden Unterbruch stoppen? Ich denke euch ist bewusst, dass die effektive Spielzeit bei ca. 60 min liegt. Somit müsste auch die Dauer eines Spieles angepasst werden.
    38 3 Melden
    • Ralf Meile 11.07.2018 15:02
      Highlight Ist mir bewusst. Liess es absichtlich offen, weil man dann in einem nächsten Schritt diskutieren könnte, ob man nun 2x30, 2x35 oder 2x40 Minuten spielt.
      47 4 Melden
    • Lord_ICO 11.07.2018 15:09
      Highlight Dieser Vorschlag mit 2x30 Minuten und Unterbrechung der Zeit ist beim IFAB seit 2017 auf dem Tisch und wird wohl über kurz oder lang eingeführt werden.
      30 4 Melden
  • Radiochopf 11.07.2018 14:59
    Highlight Es geht doch gar nicht um die 10-15 Sekunden die er rausgeholt hat.. Mbappé ist erst 19 Jahre alt, aber schon für viele ein Vorbild.. er wird die nächsten Jahre dominieren, mit diesem Talent und Klasse die er unbestritten hat.. viel werden aber genau das auch imitieren, seine faulen Tricks die er jetzt schon drauf hat und seine Schwalben, seine Zeitspielerei, seine langsamen Auswechslungen.. sorry, er hat bereits eine Vorbildfunktion und die sollte er wahrnehmen.. und er sollte Respekt gegenüber seinen Gegner und dem Sport haben, das hat er bis jetzt an dieser WM noch nicht gezeigt..
    304 34 Melden
    • MARC AUREL 11.07.2018 15:19
      Highlight Respekt gibt es im Fussball kaum! Schaut euch mal Rugby an dann weiss man wie es sein könnte!
      39 6 Melden
    • Mia_san_mia 11.07.2018 15:43
      Highlight Oooooh wieder dieser kindische Rugby-Vergleich... Jetzt sollen bitte noch die Hockeyfans kommen und jammern 😂
      22 31 Melden
    • dondor 11.07.2018 16:30
      Highlight @Radiochopf: Sie wissen schon dass das einzige Auswahlkriterium Fussballspielenkönnen ist und nicht wie fest meinen Andere ich wäre ein Vorbild. Da wird eine Kamera installiert und schwups mutiert jeder zu einem Vorbild für irgend jemanden. Wie muss ich das verstehen?
      9 0 Melden
    • MARC AUREL 11.07.2018 16:44
      Highlight Mia, wieso kindisch? Glaube mir.. es ist leider so...
      5 5 Melden
    • Kunibert der fiese 11.07.2018 17:08
      Highlight Wird er halt ein neymar 2.0
      9 4 Melden
    • Lambert 11.07.2018 17:58
      Highlight Die Verbände halten die jungen Spieler wohl geradezu zur Unfairness an. Der Fisch stinkt auch hier vom Kopf her.
      8 2 Melden
    • Muerte 11.07.2018 19:52
      Highlight Als ob MBappe der einzige wäre der auf Zeit spielt oder sich langsam auswechselt bei einer Führung ....

      Ziemlich lächerlich dieses Frankreich gebashe im Artikel und den Kommentaren. Habe an jedem Spiel an dieser WM Zeitspiele gesehen und mir geht das genau so auf den Nerv wie Vielen hier. Aber jetzt so zu tun als wäre das von Frankreich besonders schlimm gewesen ist einfach scheinheilig und schlechtes Verlierertum der Belgier.
      5 4 Melden
  • NiemandVonNirgendwo 11.07.2018 14:59
    Highlight Die Zeit sollte bei jedem Spielunterbruch gestoppt werden. Dies wäre wirklich fair. Viele Auswechslungen dauern eher lange. Vorallem diejenigen, welche in Führung sind haben oft sehr lange um den Platz zu verlassen...
    Einfach nur schade ums Spiel
    208 22 Melden
    • satyros 11.07.2018 15:06
      Highlight Auch wenn Zeitspiel nervt: Ich schaue lieber ein paar Sekunden länger bei einer Auswechslung zu, als zwei Mal pro Halbzeit einen Werbeblock. Genau das würde mit der effektiven Spielzeit passieren. Konsequent Verketzungspausen nachspielen lassen und in der Nachspielzeit die Uhr anhalten, wenn der Ball nicht in Spiel ist, halte ich dagegen für einen guten Vorschlag.
      20 13 Melden
  • Nicosinho 11.07.2018 14:57
    Highlight zu 100% sollte die Zeit bei Unterbrüchen angehalten werden!
    40 19 Melden
    • Mia_san_mia 11.07.2018 15:43
      Highlight Nein!
      11 21 Melden
    • Nicosinho 11.07.2018 15:46
      Highlight @Mia_san_mia: Zeit schinden ist also gut?
      10 12 Melden
    • Mia_san_mia 11.07.2018 15:59
      Highlight @Nicosinho: Das habe ich nicht gesagt. Aber die Zeit sollte nicht angehalten werden, weil das im Fussball halt nicht so ist.
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    • bernd 11.07.2018 16:19
      Highlight Bestes Argument! Ist so weil ist so.
      18 4 Melden
    • Nicosinho 11.07.2018 16:24
      Highlight @Mia_san_mia: könnte man aber einführen ;-)
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    • peeti 11.07.2018 17:12
      Highlight " weil das im Fussball halt nicht so ist." - ernsthaft, das ist dein Killerargument?
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    • Mia_san_mia 11.07.2018 17:30
      Highlight Ja das ist mein Killerargument. Es ist ein Killerargument, weil ich recht habe.
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Aus der Provinz zurück ins Rampenlicht: Xherdan Shaqiri ist jetzt Liverpooler

Xherdan Shaqiri vollzieht innerhalb von England einen bemerkenswerten Wechsel. Premier-League-Absteiger Stoke City einigt sich mit dem FC Liverpool auf einen 17-Millionen-Franken-Deal.

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Shaqiri wird bei Liverpool mit der Rückennummer 23 spielen – so wie auch in der Schweizer Nationalmannschaft.

Jürgen Klopp dirigiert in Anfield einen Klub, der im letzten …

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