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Vom 0:1 zum 2:1 – was für eine Wende! So jubelt die Schweiz nach dem hart erkämpften Sieg gegen Serbien.  Bild: KEYSTONE

Matchwinner Shaqiri zur Wende gegen Serbien: «Haben Moral gezeigt und verdient gewonnen»

Die Schweiz steht vor der Qualifikation für die WM-Achtelfinals. Dank Toren von Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri schafft sie im zweiten Gruppenspiel in Kaliningrad gegen Serbien nach der Pause die Wende und siegt 2:1. Am Mittwoch reicht gegen Costa Rica ein Remis. Die Stimmen zum Spiel.

22.06.18, 22:53 22.06.18, 23:31


Granit Xhaka:

... über das Spiel:

«Das war Emotion pur! Die ersten 15 Minuten waren wir überhaupt nicht im Spiel. Die Serben machten Dampf und hatten viele Chancen. In der Halbzeit haben wir in der Garderobe herumgeschrien, waren überhaupt nicht zufrieden. Diese Mannschaft hat mental einen Riesenschritt nach vorne gemacht. Wir können gegen jeden Gegner reagieren.»

srf

Der 1:1-Ausgleich durch Xhaka und sein Adler-Jubel. Video: streamable

... über den Adler-Jubel:

«Es ist ein geiler Tag! Für mich ein ganz spezieller Tag. Es ist ein Sieg für die Familie, die Schweiz, Albanien, den Kosovo. Die Geste (beim Jubel) war für die Leute, die mich immer unterstützt haben, sie war nicht gegen den Gegner gerichtet. Eie waren mir sch....egal. Das war für die Leute, die mich immer unterstützten. Jene, die mich nie links liegen liessen. In meiner Heimat, wo die Wurzeln meiner Eltern sind. Das war ein richtig emotionales Spiel.»

srf

Xherdan Shaqiri:

... über das Spiel:

«Wir haben Moral gezeigt und verdient gewonnen. Es ist nichts Neues, dass von mir viel erwartet wird. Aber von den letzten sechs Toren war ich an fünf beteiligt. Ich hatte noch Pech beim Lattenknaller. Das war eine starke Mannschaftsleistung!»

srf

Shaqiris Siegtreffer in der 90. Minute und sein Adler-Jubel. Video: streamable

... über den Adler-Jubel:

«Es wurde viel geschrieben vor dieser Partie, ich liess mich jedoch durch die Pfiffe nicht aus der Ruhe bringen. Wir wollten einfach unsere Leistung bringen, und das haben wir gemacht. Es ging hier nicht um Politik, sondern um Fussball. Wir haben super gespielt, und gehen nun mit grossem Selbstbewusstsein in die Partie gegen Costa Rica.»

srf

Vladimir Petkovic

... über seine Ansprache in der Pause:

«In der ersten Halbzeit hat noch etwas in unserem Spiel noch gefehlt, das wir nachher zum Glück gefunden haben. In der Kabine, in der Pause, habe ich zuerst nur zugehört, was die Spieler sich sagen. Dann habe ich natürlich schon noch ein paar Sachen gesagt. Und wir haben dann in der zweiten Halbzeit wirklich besser und schneller nach vorne gespielt. Ich bin stolz auf diese Reaktion nach dem Rückstand. Nun wollen wir noch mehr zeigen, der erste Platz in der Gruppe liegt auch noch drin.»

srf

... über den Grund für die Wende:

«Wir haben in den letzten Jahren eine Siegermentalität entwickelt. Wir zeigen immer eine Reaktion. Das kommt auch daher, dass wir immer den Sieg suchen. Wir hätten uns taktisch anders verhalten und versuchen können, das 1:1 zu verteidigen. Aber es schien mir gegen diesen Gegner mit seiner Physis und seiner Kopfballstärke weniger gefährlich, vorne hoch anzugreifen und den Sieg zu suchen.»

... über den Adler-Jubel:

«Wir trennen Sport und Politik. Das halte ich genauso wie der Verband und die Spieler. Wir sind neutral und dies auf und neben dem Platz.»

Vladimir Petkovic freut sich nach Spielschluss weniger enthusiastisch als seine Spieler. Bild: EPA/KEYSTONE

Manuel Akanji:

... über die Kampfkraft der Serben:

«Ein super Gefühl dieser Sieg. Es brauchte eine Mannschaftsleistung heute und die haben wir gezeigt. Wir sind nicht so aus der Kabine gekommen, wie wir uns das vorgenommen haben. Wir haben guten Fussball gespielt in der ersten Hälfte, aber wir haben die Zweikämpfe nicht gewonnen. Das wurde in der zweiten Hälfte besser und so fielen dann zum Glück auch noch die beiden Tore. Die Serben sind sehr stark, breit und gross, haben viele Spieler aus der Premier League. Ich musste dagegenhalten, das wurde im Verlauf der Partie besser.»

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Akanji nimmt Mvogo nach dem Schlusspfiff Huckepack! Bild: KEYSTONE

Aleksandar Mitrovic

... über die Wende der Schweizer:

«Ich weiss nicht, was in der zweiten Halbzeit passiert ist. Wir haben Tore wie Anfänger gekriegt, dumm und unnötig. Ich finde keine Worte. Wir hätten das Resultat über die Runden bringen sollen. Ich weiss nicht, wie das passieren konnte.»

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Der frühe 1:0-Führungstreffer von Mitrovic. Video: streamable

Blerim Dzemaili

... über das Spiel:

«Mit Ausnahme der ersten Viertelstunde haben wir ein sehr gutes Spiel gezeigt. Wir haben gedrückt, versucht, aus dem 0:1 herauszukommen. Wir haben Charakter gezeigt und bewiesen, was in dieser Mannschaft steckt. Es gab ein Wortgefecht in der Pause, wir wussten bei einer Niederlage sind wir draussen. Das war eine tolle Reaktion.» 

srf

... über seine vergebene Chancen:

«Ich muss sicherlich ein Tor machen. Das tut mir leid, ich habe momentan irgendwie einen Knoten drin. Wir haben viel Selbstvertrauen getankt mit diesem Sieg.»

srf

Die Grosschance von Dzemaili in der 30. Minute. Video: streamable

Mladen Krstajic (Trainer)

... über die Schweiz Wende:

«Natürlich hat uns der Schweizer Ausgleich aus dem Konzept gebracht. Wir waren auf Augenhöhe, vielleicht haben sie mehr Ballbesitz gehabt, aber bei 1:1 sind wir wieder in den Angriff gegangen, aber leider haben wir in der 90. Minute aus einem Konter das Tor bekommen. Das ist Fussball. Wir haben einige unserer Chancen nicht genutzt. Ich denke, die Jungs haben alles gegeben. Wir sind in einer Situation, wo wir einen Sieg gegen Brasilien im letzten Spiel brauchen. Wir werden alles versuchen um zu gewinnen.»

Bild: EPA/EPA

So schön jubeln die Schweizer nach dem Sieg gegen Serbien

Fussballer im Büro

Video: watson/Angelina Graf

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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • giguu 23.06.2018 00:54
    Highlight Bravo Akanji. Was für ein tolles Spiel, was für ein toller, bodenständiger, bescheidener Typ!!
    38 5 Melden
  • josh89 22.06.2018 22:40
    Highlight Zum Glück beschränken sich meine Jungs auf Fotos mit anderen Präsidenten.
    6 25 Melden
    • giandalf the grey 23.06.2018 00:41
      Highlight Ich bin mir nicht sicher ob das ironisch ist oder nicht... Aber Ich freue mich mit den Schweizer Jungs, finde es gut, dass sie beide Seelen in ihrer Brust zeigen können und nicht mit verabscheuungswürdigen Diktatoren posen.
      31 6 Melden
    • josh89 23.06.2018 06:41
      Highlight Ist es ;-). Bei der Geste der beiden stört mich eigentlich nur, dass es eine riesige Provokation gegenüber den gegnerischen Fans ist. Das muss auf der Bühne nicht sein.
      6 7 Melden

Herr und Frau Mötzli, können wir uns nicht einfach mal freuen?!

Die Schweiz schlägt Serbien hochdramatisch 2:1. Schlagzeilen machen aber die Doppeladler beim Jubel von Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri. Die Gesten waren unüberlegt und unnötig. Aber auch verständlich für Spieler, bei denen sich so viel um Identität und Zugehörigkeit dreht.

Als sich Xherdan Shaqiri nach seinem 2:1 in der 90. Minute gegen Serbien dazu entschied, seine Hände zum Doppeladler zu formen, da wurde er innert Sekunden vom Helden zum Deppen. 

Zumindest für ganz viele Schweizer Fans. Die Freude über den Sieg wurde schnell gedämpft. Dürfen sich Schweizer da überhaupt noch freuen? Das war doch Hochverrat!

Zum Glück, so muss man fast sagen, haben Shaqiri und Xhaka mit dem Doppeladler für einen kleinen Skandal gesorgt. Sonst, man stelle sich vor, hätten …

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