Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06618521 Swiss national soccer team player Manuel Akanji performs during his team's training session at the AEK FC training center in Athens, Greece, 21 March 2018. Switzerland will face Greece in their International Friendly soccer match on 23 March 2018.  EPA/LAURENT GILLIERON

Manuel Akanji mit seinem frechen Lachen, das auch seinen Schwestern bestens bekannt ist. Bild: EPA/KEYSTONE

Auf den Spuren eines Phänomens: Wird Manuel Akanji der erste Schweizer Fussball-Weltstar?

In seinem ersten WM-Spiel überhaupt hat Manuel Akanji (22) die Fussballwelt beeindruckt. Sein Aufstieg ist bemerkenswert. Wie ist es dazu gekommen? Weggefährten erzählen.

etienne wuillemin / aargauer zeitung



Manuel Akanji sitzt auf einer kleinen Empore in der Eishalle von Togliatti, vor sich einige Mikrofone. Die Halle im Ort der Schweizer Team-Basis ist umfunktioniert zum Presseraum. Akanji wirkt gelassen und lehnt sich zurück. Natürlich geht es um Fussball an diesem Morgen. Es geht um die Nachbetrachtung zu Schweiz - Brasilien. Und vor allem um Akanji selbst.

Switzerland's defender Manuel Akanji answers question from journalists after a closed training session of the Switzerland's national soccer team at the Cornaredo stadium, in Lugano, Switzerland, Wednesday, June 6, 2018. The Swiss national soccer team prepares for the upcoming 2018 Fifa World Cup in Russia. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Manuel Akanji wirkt schon die ganze WM sehr gelassen. Bild: KEYSTONE

Der 22-Jährige zeigte gegen den Rekordweltmeister eine herausragende Partie. Wobei: «Stimmt nicht ganz, 75 Minuten waren gut, danach sind mir einige kleine Fehler unterlaufen, das hat mich gestört», sagt er. Nervosität vor seinem ersten WM-Einsatz? «Das fragten meine Familie und meine Freunde auch die ganze Zeit. Ich sagte dann immer: Vielleicht, wenn wir zum Stadion fahren. Aber nein, ich habe mich ausschliesslich aufs Spiel gefreut.»

Michelle (28) und Sarah (25) Akanji sitzen an einem kleinen, runden Tisch an der Byebye Bar am Flughafen Zürich. Der Cappuccino ist ein Genuss. Es ist Dienstagabend. In wenigen Minuten fliegen die beiden Schwestern in Richtung Fussball-WM. Sie unterstützen ihren Bruder am Freitag im Stadion von Kaliningrad. Vorher nehmen sie sich Zeit, um über die Karriere von Manuel zu reden.

Sehr unterschiedliche Blickwinkel

Sie betrachten den Fussball aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Sarah, die Jüngere, spielt selbst Fussball. Einst mit St. Gallen in der NLA. Dann wurde sie gestoppt von einer Hüftoperation. Doch die Leidenschaft Fussball blieb.

In Winterthur hat sie aus dem Nichts ein Frauen-Team gegründet. Soeben ist der zweite Aufstieg in Serie, in die 1. Liga, geglückt. Sie sagt: «Natürlich beobachte ich Manuel sehr genau. Aber ich habe auch ein Auge für taktische Aspekte im Spiel.»

♥️♥️♥️ #fam #brigante #vatoslocos

Ein Beitrag geteilt von Manuel Obafemi Akanji (@obafemi_36) am

Akanji und seine Schwestern Sarah (links) und Michelle.

Michelle dagegen, die grosse Schwester, lebt den Fussball nicht ganz so ausgeprägt. Sie arbeitet in der Kommunikation, hat ein grosses Herz für Kultur. Früher war sie eine aktive Leichtathletin. Sie sagt lachend: «Ich sehe nie einen Fehler bei Manuel. Ich bin total parteiisch und völlig emotional.»

«Ich sehe nie einen Fehler bei Manuel. Ich bin total parteiisch und völlig emotional.»

Michelle Akanji, die gosse Schwester von Manuel.

Die Nervosität vor den Spielen ist darum aber kein bisschen geringer. «Wir waren zum Essen eingeladen während der Partie Schweiz - Brasilien. Sobald es losging, brachte ich keinen Bissen mehr runter.»

Play Icon

Da dürfte der Puls der Schwestern etwas in die Höhe geschnellt sein: Akanji bringt Gabriel Jesus zu Fall. Der Penalty-Pfiff bleibt aus. Video: streamable

Wenn die beiden Schwestern über ihren Bruder sprechen, wird ihr Stolz auf ihn schnell offensichtlich. Auf ihn, mit dem sie so viele Stunden zu Hause verbracht haben, sind jetzt ziemlich viele Kameras gerichtet. «Ein bisschen fremd wirkt er durch die Kamera schon», sagt Michelle. Sarah ergänzt: «Wir merken, dass er nicht immer ganz frei antworten kann, aber authentisch bleibt er doch: Sein freches Grinsen ist uns wohlbekannt.»

Frei von Überheblichkeit

Akanji hat die ganz grosse Bühne in einem rasanten Tempo erklommen. Er ist das jüngste Beispiel im Schweizer Fussball, wie schnell es gehen kann. Sommer 2015, Wechsel von Winterthur nach Basel. Einige Spiele. Dann der herbe Rückschlag: Kreuzbandriss.

Die Verletzung macht Akanji nur noch stärker, vor allem mental. Er startet beim FCB durch. Die Nati ruft. Debüt im Juni 2017 auf den Färöern. Seither: 8 Einsätze, 6-mal spielt die Schweiz zu null, dazu die beiden 1:1 gegen Spanien und Brasilien. Es ist eine Traum-Bilanz.Georg Heitz war FCB-Sportchef, als der Ligakrösus Akanji verpflichtete. «Dass er viel Talent hat, erkannte man ziemlich schnell. Da war ich beileibe nicht der Einzige.» Viel Talent heisst? Heitz: «Eine spezielle Dynamik. Er drischt die Bälle nicht einfach weg, sondern spielt sie gepflegt raus.»

«Er drischt die Bälle nicht einfach weg, sondern spielt sie gepflegt raus.»

Georg Heitz, ehemaliger FCB-Sportchef.

«Dazu ist er intelligent, hat ein gesundes Selbstbewusstsein, das frei von Überheblichkeit ist. Und einen bemerkenswerten Ehrgeiz.» Als Akanji von seiner Knie-Verletzung zurückkam, sei er fitter gewesen als zuvor. Auch das ist für Heitz eine wichtige Frage: Wie geht einer mit Rückschlägen um? Wie verkraftet einer einen Wechsel in eine Liga, wo der Rhythmus ungleich höher ist?

Der Basler Manuel Akanji auf dem Weg in die Garderobe in der Pause im Fussball Testspiel zwischen dem Super League Club FC Basel 1893 (FCB) und dem Challenge League Club Neuchatel Xamax FCS, im Nachwuchs-Campus Basel in Basel, am Samstag, 8. Juli 2017. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Bereits im Dress des FCB wusste man: Akanji kann es weit bringen. Bild: KEYSTONE

«Gewisse Summen sind schockierend»

Jetzt spielt dieser Manuel Akanji, 22-jährig erst, im Nationalteam. «Er wirkt, als hätte er bereits 100 Länderspiele absolviert», sagt Heitz. Und erinnert noch einmal an die besonderen Anforderungen heutzutage, welche die Fussball-Welt an einen Innenverteidiger stellt. «Er muss der erste Spielmacher sein. Schnell sein. Übersicht haben. Zweikampfstark sein.» Wenn Heitz Akanji zuschaut gegen Brasilien, fällt ihm nur ein Wort ein: «herausragend».

Wie gehen die beiden Schwestern damit um, dass ihr Bruder in einer Fussball-Welt gelandet ist, die manchmal auch schrill und gross daherkommt, in einem Business auch, über dessen Geld-Beträge manch einer nur noch den Kopf schüttelt?

«Gewisse Summen sind teilweise schon schockierend», sagt Sarah Akanji, «Neymar kostet 222 Millionen Franken. Das kann man sich nicht mehr vorstellen.» Michelle Akanji ergänzt: «Irritierend ist für mich, wie häufig schlicht mit Potenzialen gehandelt wird.»

Das dürfte mit Manuel Akanji nicht ganz anders sein. Im Winter hat ihn Borussia Dortmund für 25 Millionen Franken verpflichtet. Wenn er so weiterspielt, dürfte irgendwann ein weiterer Transfer anstehen, bei dem der Preis noch einmal massiv höher ist.

Brazil's Neymar, right, duels for the ball with Switzerland's Manuel Akanji during the group E match between Brazil and Switzerland at the 2018 soccer World Cup in the Rostov Arena in Rostov-on-Don, Russia, Sunday, June 17, 2018. (AP Photo/Darko Vojinovic)

Akanji nimmt dem fast 10-mal teureren Neymar den Ball weg. Bild: AP/AP

Die Schweiz hat Xherdan Shaqiri, Granit Xhaka oder Ricardo Rodriguez. Erfolgreich sind sie alle, aber ein Weltstar ist noch keiner geworden. Garantiert ist das auch bei Akanji keineswegs. Aber er hat das Potenzial dazu.

Von Wiesendangen bis Dortmund

Wahrscheinlich begann die Karriere von Manuel Akanji im eigenen Garten. Es ist immer ein Ball da. Der Nachbarsjunge, Sarah und Manuel spielen am liebsten nonstop. Doch auch das ist ihm irgendwann zu wenig. Also tritt Manuel Akanji dem FC Wiesendangen bei. Das Talent ist schnell sichtbar. Kurz vor seinem 12. Geburtstag wechselt er zum FC Winterthur.

«Der Stolz, dass einer von uns plötzlich die WM in Russland rockt, ist riesig!»

Michi Bernhard, sportlicher Leiter des FC Wiesendangen, Akanjis erstem Fussballverein.

Drei Monate zu früh, als dass der FC Wiesendangen heute von der Fifa eine Ausbildungsentschädigung in der Höhe von 0,25 Prozent der Transfersumme kriegen würde. «Das wäre natürlich eine schöne Summe für einen Verein wie uns», sagt Michi Bernhard, sportlicher Leiter des FC Wiesendangen. «Aber der Stolz, dass einer von uns plötzlich die WM in Russland rockt, ist natürlich viel grösser!»

Winterthur, 30.05.2015, Fussball Challenge League, FC Winterthur - Servette FC, Manuel Akanji (Winterthur) gegen Alexandre Pasche (Servette)  (Gonzalo Garcia/EQ Images)

Akanjis Karriere startet über den FC Wiesendangen beim FC Winterthur. Bild: Gonzalo Garcia

Als Manuel Akanji kurz vor der Abreise nach Russland im Trainingscamp in Lugano 15 Minuten lang bereitwillig Auskunft gibt über seine Saison, merkt der Zuhörer schnell: Da ist einer am Reden, der sich Gedanken macht. Der eloquent und intelligent ist. Der sich nicht scheut, Dinge beim Namen zu nennen. Nur einmal echauffiert er sich kurz.

Als eine letzte Frage kommt, was ihm die Nationalhymne bedeutet. «Warum ist das in der Schweiz so wichtig?», sagt er. Er fragt das nicht, weil er einen Angriff auf sich selbst vermutet. Sondern, weil er sich wünschen würde, dass auch in der Schweiz endlich ausschliesslich der Fussball im Mittelpunkt stehen würde.

«Wen beten wir eigentlich an?»

Es ist ein kleines Dilemma: Sollen wir auch mit seinen Schwestern über das Thema «Hymne» sprechen? Oder befeuern wir damit nur wieder unnötig neue Debatten? Michelle und Sarah Akanji finden es wichtig, darüber zu reden. «In der Schweiz fehlt ein Diskurs über Nationalstolz.

Man sollte darüber diskutieren können – und verhindern, dass Stimmen des Frusts ein Übergewicht bekommen», sagt Michelle. Sarah fragt: «Wenn es um andere Schweizer Sportler als Fussballer geht, ist dann die Nationalhymne je ein Thema?»

«‹Trittst im Morgenrot daher, seh' ich dich im Strahlenmeer, dich du Hocherhabener, Herrlicher.› Wen beten wir da eigentlich an?»

Sarah Akanji.

Sie nimmt die Antwort vorweg: «Nein. Und warum nicht? Vielleicht gibt es ja auch tatsächlich gute Gründe, die Hymne nicht zu singen. ‹Trittst im Morgenrot daher, seh' ich dich im Strahlenmeer, dich du Hocherhabener, Herrlicher.› Wen beten wir da eigentlich an?»

Umfrage

Müssen die Spieler die Hymne mitsingen?

  • Abstimmen

2,206 Votes zu: Müssen die Spieler die Hymne mitsingen?

  • 22%Ja, es gehört dazu.
  • 31%Nein, wen beten wir eigentlich an?
  • 47%Jedem selbst überlassen.

Vorerst eint die Schweiz vor allem das Beten für einen Sieg gegen Serbien am Freitag. Doch ist beten wirklich nötig? Wahrscheinlich darf man es auch so sehen: Serbien muss die Schweiz erst einmal besiegen. Das ist nicht so einfach. Nicht, wenn Manuel Akanji und seine Teamkollegen so verteidigen wie gegen Brasilien.

Gelingt ein Sieg, könnte es für die Fans in Kaliningrad eine kurze Nacht werden. Für Sarah und Michelle Akanji wird es das sowieso. Um 6 Uhr morgens hebt der Flieger ab zurück in die Schweiz. «Am Nachmittag steht der Cupfinal im Frauen-Regionalfussball an», erklärt Sarah Akanji. Auch sie wird dann die Innenverteidigung anführen. Und Michelle auf der Tribüne mitfiebern.

So freut sich die Schweiz über das 1:1 gegen Brasilien

Play Icon

Video: srf

Die besten Bilder der Fussball-WM 2018 in Russland

Unvergessene WM-Geschichten

30.06.1998: Mit einem Wundersolo geht Michael Owens Stern auf, der nur allzu schnell wieder verglüht

Link to Article

17.06.1970: Fehler über Fehler und Beckenbauers an den Körper geklebter Arm sorgen für das Jahrhundertspiel

Link to Article

16.07.1950: Ein Uru bringt das Maracanã zum Schweigen und sorgt dafür, dass Brasilien nie mehr in Weiss spielt

Link to Article

23.06.1990: Roger Milla gegen René Higuita – der Alte entzaubert den Irren

Link to Article

30.06.2006: Jens Lehmann hext Deutschland gegen Argentinien in den WM-Halbfinal – dank einem unnützen Spickzettel im Stulpen

Link to Article

22.06.1986: Maradona schiesst das Tor des Jahrhunderts – aber in Erinnerung bleibt die «Hand Gottes»

Link to Article

18.06.1994: Beni Thurnheers fataler Irrtum – es gibt eben doch einen Zweiten wie Bregy

Link to Article

25.06.1982: Die «Schande von Gijon» – Deutschland und Österreich schliessen einen Nichtangriffspakt

Link to Article

28.06.1994: Der Russe Oleg Salenko erzielt als bisher einziger Spieler in einem WM-Spiel fünf Tore

Link to Article

08.07.1982: Das brutalste WM-Foul aller Zeiten: Toni Schumacher streckt Patrick Battiston nieder

Link to Article

11.07.1966: Die «Nacht von Sheffield», der grösste Skandal der Schweizer Fussballgeschichte

Link to Article

20.06.1982: Schiedsrichter Lund-Sörensen gibt bei Spanien gegen Jugoslawien einen Penalty, der keiner ist, und lässt ihn auch noch wiederholen

Link to Article

06.07.2010: «Ik probeer het maal», denkt sich Giovanni van Bronckhorst im WM-Halbfinal und erzielt aus 37 Metern dieses Traumtor

Link to Article

12.07.1998: Ronaldo kämpft vor dem WM-Final mit dem Tod – warum er trotzdem spielt, bleibt bis heute ein Rätsel

Link to Article

02.07.1994: Kolumbiens Andrés Escobar wird nach seinem Eigentor gegen die USA mit 12 Schüssen hingerichtet

Link to Article

07.06.1970: England-Goalie Gordon Banks wehrt mit der grössten Parade aller Zeiten den Kopfball von Pelé ab

Link to Article

16.06.1938: Was man hier nicht sieht: Dem Penalty-Schützen riss das Gummiband der Hose, der Goalie lachte sich krumm

Link to Article

15.06.1958: Von wegen krummbeinig – Garrincha dribbelt die Sowjets schwindlig und gelangt zu Weltruhm

Link to Article

05.07.1982: Italiens Rossi kehrt nach zweijähriger Sperre zurück und versenkt «unbesiegbare» Brasilianer im Alleingang

Link to Article

04.07.1954: «Aus, aus, aus, aus! Das Spiel ist aus! Deutschland ist Weltmeister …»

Link to Article

09.07.2006: Weil Materazzi Zidanes Schwester beleidigt, kommt es zum berühmtesten Kopfstoss der Fussball-Geschichte

Link to Article

01.07.1990: Unglaublich, aber wahr: Dank cleverer Taktik und zwei verwandelten Penaltys darf England vom WM-Titel träumen

Link to Article

17.07.1994: «Eine Wunde, die sich niemals schliesst» – Roberto Baggios Penalty in die Erdumlaufbahn

Link to Article

29.06.1958: Aus «Dico» wird «Pelé» und dieser wird dank zwei WM-Finaltoren der Weltstar

Link to Article

03.07.1974: Ganz Polen gibt der deutschen Feuerwehr die Schuld für die Niederlage in der «Wasserschlacht von Frankfurt»

Link to Article

31.05.1934: Goalie Zamora war Kettenraucher, sass im Knast und landet an der WM fast im Rollstuhl

Link to Article

19.06.1958: Just Fontaine schiesst im Viertelfinal zwei seiner total 13 Tore an einer WM – ein Rekord für die Ewigkeit

Link to Article

Ampel inspiriert Schiri zu Gelben und Roten Karten – ein Chilene spürt die Folgen zuerst

Link to Article

12.06.1998: José Luis Chilavert wird beinahe zum ersten Goalie, der an einer WM ein Tor erzielt

Link to Article

26.06.2006: «Züngeler» Streller leitet das peinliche Schweizer Penalty-Debakel ein

Link to Article

19.06.1958: Just Fontaine schiesst im Viertelfinal zwei seiner total 13 Tore an einer WM – ein Rekord für die Ewigkeit

Link to Article

27.06.1994: Effenberg zeigt seinen berühmten Stinkefinger – leider hat ihn fast niemand gesehen

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

45
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
45Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Asmodeus 21.06.2018 10:35
    Highlight Highlight Bitte hört sofort damit auf.

    Shaqiri tat der Trubel nicht gut.
    Embolo tat der Trubel nicht gut.
    Akanji wird der Trubel nicht gut tun.

    Lasst die Jungs doch einfach Fussball spielen. Das Ego kommt von allein ohne, dass man den nächsten Weltstar hochschreiben will.
  • droelfmalbumst 21.06.2018 10:18
    Highlight Highlight Und der nächste arme Junge der daran glauben muss...immer wieder "Schweizer weltstart" "jahrhundertalent"...da wird so ein Druck ausgeübt dass die meisten daran zerbrechen... wieso muss gleich alles so gehypt werden? lasst den jungen einfach spielen und dann kommt das von alleine...
    • Asmodeus 21.06.2018 10:35
      Highlight Highlight Amen
    • Nelson Muntz 21.06.2018 15:35
      Highlight Highlight Wo sind die Weltstars Daprela, Elmer, Esteban, Chiumiento, Denicola um nur mal einige zu nennen...?
    • droelfmalbumst 21.06.2018 15:58
      Highlight Highlight Elmer spielt in Rappi... ha ha
  • Luca Brasi 21.06.2018 10:07
    Highlight Highlight Der erste Schweizer Fussball-Weltstar war Xam Abeggeln.
    Die älteren User unter uns erinnern sich sicher noch. 😉
    • Hercules Rockefeller 21.06.2018 10:39
      Highlight Highlight 1918–1919 : FC Cantonal Neuchâtel
      1919–1923 : Lausanne-Sports
      1923–1942 : Grasshopper Club Zürich

      wahrlich ein Star von Weltformat...
    • Luca Brasi 21.06.2018 11:00
      Highlight Highlight Damals war das Wechseln von Clubs ausserhalb des Landes verpönt (die guten alten Zeiten). Doch wie er an den Olympischen Spielen 1924 aufgetreten ist, erschütterte die Fussballwelt. Einzig Uruguay, die damalige Weltmacht des Fussballs (deswegen auch 4 Sterne auf dem Uru-Trikot) konnte die Vollendung durch eine Goldmedaille verhindern. Ein Weltklassespieler, der Tore am Laufmeter schoss und notabene auch in den entscheidenden Spielen.
      (über den Gegner, den er im Viertelfinal rausgeschmissen hat schweigen wir...)

      https://bit.ly/2HHLZkE
  • eupho 21.06.2018 09:45
    Highlight Highlight Wieso wird hier in diesem Bericht über Akanji überhaupt das Singen der Hymne angesprochen? Akanji ist schliesslich einer der sie richtig mitsingt.

    Es stört mich im Übrigen überhaupt nicht wenn einer bei der Hymne nicht mitsingt, bei jeder anderen Sportart gibt es darüber auch nie eine Diskussion (Eishockey, Schwingen als Beispiel).

    Aber ich freue mich dafür bei jedem Sportler der bei der Hymne mitsingt. Und Akanji gehört dazu und das macht ihn gleich nochmals sympathischer!
    • Nelson Muntz 21.06.2018 15:39
      Highlight Highlight Akanji ist um es für dich auch verständlich zu Formulieren "ein richtiger Eidgenosse" oder so. Seine Mama ist Schweizerin...
  • why_so_serious 21.06.2018 09:21
    Highlight Highlight Da werden die wahren Eidgenossen aber stolz sein
  • Frances Ryder 21.06.2018 09:00
    Highlight Highlight Ich dachte Chapuisat war der erste schweizer Fussball-Weltstar :D
    • Posersalami 21.06.2018 09:38
      Highlight Highlight Chapi war toll, keine Frage!

      Aber ein richtiger Weltstar spielt bei Real Madrid, Barcelona, United oder einer Handvoll anderer Vereine.

      Von diesen Vereinen bekommt man die Trikots in wirklich jedem Winkel der Welt. Wenn man mal durch die Pampa gereist ist weiss man, welche Vereine dazu gehören und welche nicht.
    • Amboss 21.06.2018 09:44
      Highlight Highlight Ich würde sagen, Rakitic ist der erste Schweizer Weltstar.

      Chappi hatte bestimmt eine tolle Karriere, aber Weltstar? Aus meiner Sicht eher nicht...
    • El diablo 21.06.2018 10:06
      Highlight Highlight Lichtsteiner? War eine Weile ein Stammspieler bei einem der grössten Fussballclubs.
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilie 21.06.2018 08:25
    Highlight Highlight Was für eine sympathische Familie! 😀

    Da kann man nur wünschen, dass Akanji sein Potential ausschöpfen und es wirklich weit bringen kann, ohne sich von Geld und Hype korrumpieren zu lassen.

    Aber bei so viel Bodenständigkeit und gesunder Lebenseinstellung hab ich da eigentlich keine Bedenken. 👍
    • Raembe 21.06.2018 08:39
      Highlight Highlight Wieso die Dislikes???
    • saugoof 21.06.2018 08:54
      Highlight Highlight Das ist wohl das harmlososeste Kommentar das ich je gesehen habe dass so viele Blitze kriegt. Frage mich echt an was sich da jemand aufgeregt hat?
    • rodolofo 21.06.2018 09:13
      Highlight Highlight Das sind die berühmten ca. 30% unzufriedene "Wutbürger".
    Weitere Antworten anzeigen
  • nörden 21.06.2018 08:22
    Highlight Highlight Der erste Schweizer Weltstar?
    • die 200 21.06.2018 08:35
      Highlight Highlight ... im Fussball... keine Angst, sie haben Roger nicht vergessen...
    • rodolofo 21.06.2018 09:15
      Highlight Highlight "Dr Rodschi" ist schon so selbstverständlich und anhaltend ein Weltstar, dass es uns gar nicht mehr auffällt.
    • nörden 21.06.2018 11:07
      Highlight Highlight @die 200
      Schon klar - die Schlagzeile war eben zuerst ohne "Fussball" aufgeschaltet ;)

Herr und Frau Mötzli, können wir uns nicht einfach mal freuen?!

Die Schweiz schlägt Serbien hochdramatisch 2:1. Schlagzeilen machen aber die Doppeladler beim Jubel von Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri. Die Gesten waren unüberlegt und unnötig. Aber auch verständlich für Spieler, bei denen sich so viel um Identität und Zugehörigkeit dreht.

Als sich Xherdan Shaqiri nach seinem 2:1 in der 90. Minute gegen Serbien dazu entschied, seine Hände zum Doppeladler zu formen, da wurde er innert Sekunden vom Helden zum Deppen. 

Zumindest für ganz viele Schweizer Fans. Die Freude über den Sieg wurde schnell gedämpft. Dürfen sich Schweizer da überhaupt noch freuen? Das war doch Hochverrat!

Zum Glück, so muss man fast sagen, haben Shaqiri und Xhaka mit dem Doppeladler für einen kleinen Skandal gesorgt. Sonst, man stelle sich vor, hätten …

Artikel lesen
Link to Article