Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06824454 Goalkeeper Rui Patricio of Portugal during the FIFA World Cup 2018 group B preliminary round soccer match between Portugal and Morocco in Moscow, Russia, 20 June 2018.

(RESTRICTIONS APPLY: Editorial Use Only, not used in association with any commercial entity - Images must not be used in any form of alert service or push service of any kind including via mobile alert services, downloads to mobile devices or MMS messaging - Images must appear as still images and must not emulate match action video footage - No alteration is made to, and no text or image is superimposed over, any published image which: (a) intentionally obscures or removes a sponsor identification image; or (b) adds or overlays the commercial identification of any third party which is not officially associated with the FIFA World Cup)  EPA/FACUNDO ARRIZABALAGA   EDITORIAL USE ONLY

Der portugiesische Keeper Rui Patricio hält alles fest. Bild: EPA/EPA

Ronaldo ist einmal mehr der Rekordmann – den Sieg rettet aber ein anderer Portugiese

Cristiano Ronaldo war mit seinem vierten Treffer an dieser WM erneut der Matchwinner. Doch Ronaldo alleine reichte gegen Marokko nicht: Es brauchte auch einen starken Torhüter.

20.06.18, 16:19 20.06.18, 16:59


Mit seinem Treffer zum 1:0 gegen Marokko hat sich Cristiano Ronaldo ein weiteres Mal in den Geschichtsbüchern eingetragen. Der portugiesische Superstar ist mit nunmehr 85 Toren der Länderspieltopskorer Europas. 

Ronaldo trifft mit Köpfchen. Video: streamable

Weltweit ist der 33-Jährige nun auf Platz zwei zu finden. Nur der Iraner Ali Daei ist mit 109 Toren noch vor ihm. Ronaldo hat bisher alle vier Tore Portugals an diesem Turnier erzielt. Zudem ist er der erste Portugiese seit José Torres 1966, der in einem WM-Turnier ein Tor mit beiden Füssen und dem Kopf erzielt.

Falls dir das neue Bärtchen von CR7 bekannt vorkommt: Es war schon einmal an der WM.

Und obwohl Portugal in der offensive stark von ihrem Superstar abhängig ist, haben sie den Sieg gegen Marokko einem anderen Spieler zu verdanken: Torhüter Rui Patricio. Denn defensiv wusste der Europameister nicht zu überzeugen. 

Immer wieder wurden sie von den mutigen Marokkanern überlaufen, ausgedribbelt und abgeschüttelt. Bereits in der ersten Halbzeit musste der 30-Jährige einige Male eingreifen. Im zweiten Abschnitt wurde der Druck des Gegners noch grösser, die Chancen noch gefährlicher. 

Rui Patricio mit einer sensationellen Parade gegen Marokko. Video: streamable

Die Parade von Rui Patricio erinnerte an Gordon Banks

Doch Rui Patricio hielt das 1:0 mit seiner ruhigen, unaufgeregten Art fest. Der Sommer verlief für den Keeper bislang dagegen alles andere als ruhig. Seit 2006 spielt er bei Sporting Lissabon. Doch nachdem Ende diese Saison vermummte Hooligans den Campus von Sporting stürmten und Spieler verprügelten, ist nichts mehr wie es einmal war. 

Rui Patricio löste – genau wie andere Stars des Teams, unter anderem William Carvalho, Gelson Martins, Bruno Fernandes und Rodrigo Battaglia – seinen Vertrag in der portugiesischen Hauptstadt auf. Patricio wird sich nach der WM dem Premier-League-Aufsteiger Wolverhampton anschliessen. 

Die kurzfristige Gegenwart für den Portugiesen heisst aber Weltmeisterschaft in Russland. Dank seiner starken Leistung (und den mangelhaften Abschlüssen der Marokkaner) darf Portugal schon fast den Achtelfinal planen. Beim Europameistertitel war er schon einer der wichtigsten Einzelspieler im portugiesischen Ensemble. Wer weiss, vielleicht gibt es ja die nächste Überraschung.

Das WM-Stadion in Kaliningrad

Video: srf/SDA SRF

Die besten Bilder der Fussball-WM 2018 in Russland

Unvergessene WM-Geschichten

28.06.1994: Der Russe Oleg Salenko erzielt als bisher einziger Spieler in einem WM-Spiel fünf Tore

18.06.1994: Beni Thurnheers fataler Irrtum – es gibt eben doch einen Zweiten wie Bregy

26.06.2006: «Züngeler» Streller leitet das peinliche Schweizer Penalty-Debakel ein

27.06.1994: Effenberg zeigt seinen berühmten Stinkefinger – leider hat ihn fast niemand gesehen

05.07.1982: Italiens Rossi kehrt nach zweijähriger Sperre zurück und versenkt «unbesiegbare» Brasilianer im Alleingang

25.06.1982: Die «Schande von Gijon» – Deutschland und Österreich schliessen einen Nichtangriffspakt

04.07.1954: «Aus, aus, aus, aus! Das Spiel ist aus! Deutschland ist Weltmeister …»

01.07.1990: Unglaublich, aber wahr: Dank cleverer Taktik und zwei verwandelten Penaltys darf England vom WM-Titel träumen

08.07.1982: Das brutalste WM-Foul aller Zeiten: Toni Schumacher streckt Patrick Battiston nieder

16.06.1938: Was man hier nicht sieht: Dem Penalty-Schützen riss das Gummiband der Hose, der Goalie lachte sich krumm

17.06.1970: Fehler über Fehler und Beckenbauers an den Körper geklebter Arm sorgen für das Jahrhundertspiel

06.07.2010: «Ik probeer het maal», denkt sich Giovanni van Bronckhorst im WM-Halbfinal und erzielt aus 37 Metern dieses Traumtor

19.06.1958: Just Fontaine schiesst im Viertelfinal zwei seiner total 13 Tore an einer WM – ein Rekord für die Ewigkeit

11.07.1966: Die «Nacht von Sheffield», der grösste Skandal der Schweizer Fussballgeschichte

07.06.1970: England-Goalie Gordon Banks wehrt mit der grössten Parade aller Zeiten den Kopfball von Pelé ab

16.07.1950: Ein Uru bringt das Maracanã zum Schweigen und sorgt dafür, dass Brasilien nie mehr in Weiss spielt

12.07.1998: Ronaldo kämpft vor dem WM-Final mit dem Tod – warum er trotzdem spielt, bleibt bis heute ein Rätsel

19.06.1958: Just Fontaine schiesst im Viertelfinal zwei seiner total 13 Tore an einer WM – ein Rekord für die Ewigkeit

03.07.1974: Ganz Polen gibt der deutschen Feuerwehr die Schuld für die Niederlage in der «Wasserschlacht von Frankfurt»

02.07.1994: Kolumbiens Andrés Escobar wird nach seinem Eigentor gegen die USA mit 12 Schüssen hingerichtet

17.07.1994: «Eine Wunde, die sich niemals schliesst» – Roberto Baggios Penalty in die Erdumlaufbahn

23.06.1990: Roger Milla gegen René Higuita – der Alte entzaubert den Irren

29.06.1958: Aus «Dico» wird «Pelé» und dieser wird dank zwei WM-Finaltoren der Weltstar

22.06.1986: Maradona schiesst das Tor des Jahrhunderts – aber in Erinnerung bleibt die «Hand Gottes»

30.06.2006: Jens Lehmann hext Deutschland gegen Argentinien in den WM-Halbfinal – dank einem unnützen Spickzettel im Stulpen

12.06.1998: José Luis Chilavert wird beinahe zum ersten Goalie, der an einer WM ein Tor erzielt

20.06.1982: Schiedsrichter Lund-Sörensen gibt bei Spanien gegen Jugoslawien einen Penalty, der keiner ist, und lässt ihn auch noch wiederholen

31.05.1934: Goalie Zamora war Kettenraucher, sass im Knast und landet an der WM fast im Rollstuhl

15.06.1958: Von wegen krummbeinig – Garrincha dribbelt die Sowjets schwindlig und gelangt zu Weltruhm

09.07.2006: Weil Materazzi Zidanes Schwester beleidigt, kommt es zum berühmtesten Kopfstoss der Fussball-Geschichte

30.06.1998: Mit einem Wundersolo geht Michael Owens Stern auf, der nur allzu schnell wieder verglüht

Ampel inspiriert Schiri zu Gelben und Roten Karten – ein Chilene spürt die Folgen zuerst

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

Abonniere unseren Daily Newsletter

9
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ruffy Uzumaki 20.06.2018 16:37
    Highlight Die Vertragsauflösungen haben weniger mit der Attacke zu tun, sondern viel mehr mit dem diktatorischem Gehabe des psychisch labilen und verrückten Präsidenten.
    45 3 Melden
    • Adrian Buergler 20.06.2018 16:40
      Highlight @Ruffy Uzumaki: Das mag sein. Als offiziellen Grund haben aber die Spieler «mangelndes Sicherheitsgefühl» angegeben.
      12 31 Melden
    • Ruffy Uzumaki 20.06.2018 16:44
      Highlight Achso, das bedeutet du hast die Kündigungsschreiben mit den Screenshots der Whatsapp-Chats zwischen den Spielern und dem Präsidenten gelesen? Ebenso die Beschreibungen des Verhalten, Kritiken, Beleidigungen und Bedrohungen des Präsidenten? Das alles steht in den Kündigungsschreiben, schicke dir gerne die Links. Die sind öffentlich einsehbar (auf portugiesisch).
      22 7 Melden
    • Adrian Buergler 20.06.2018 16:47
      Highlight @Ruffy Uzumaki: Die Begründung, die sie Gegenüber den Medien angegeben haben...
      6 23 Melden
    Weitere Antworten anzeigen

Nati-Debütant Mvogo «musste leiden, aber es war für mich ein Supermatch»

Die Schweiz ist zum Siegen zurückgekehrt. Nach zuletzt zwei Niederlagen gewann die Nati in Reykjavik nach einer hektischen Schlussphase das dritte Spiel der Nations League gegen Island 2:1.

In den Schlussminuten mussten die Schweizer doch noch zittern. Alfred Finnbogason hatte in der 81. Minute mit einem herrlichen Weitschuss den starken Debütanten Yvon Mvogo bezwungen, womit die Isländer plötzlich wieder an sich glaubten.

Und nachdem die Schweizer defensiv lange überzeugt hatten, brachen sie plötzlich in Hektik aus. Fabian Schär klärte im letzten Moment auf der Linie (87.), Mvogo parierte den Schuss von Gylfi Sigurdsson glänzend (89.) und der Ex-Basler Birkir Bjarnason …

Artikel lesen