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This combo photo shows Argentina's Lionel Messi, right, and Portugal's Cristiano Ronaldo reacting during their round of 16 matches respectively against France and Uruguay, at the 2018 soccer World Cup, at the Kazan Arena and at the Fisht Stadium in Sochi, Russia, Saturday, June 30, 2018. (AP Photo)

Ronaldo und Messi – werden sie nochmals die Chance kriegen, Weltmeister zu werden? Bild: AP/AP

Ronaldo spricht über Rücktritt, lässt Zukunft aber offen – und Messi? Der schweigt



Cristiano Ronaldo lässt seine Zukunft in der portugiesischen Nationalmannschaft nach dem Aus im WM-Achtelfinal gegen Uruguay offen. «Das ist nicht der Moment, um über die Zukunft von Spielern oder Trainern zu sprechen», sagte der fünffache Weltfussballer nach der 1:2-Niederlage gegen Uruguay. «Ich bin stolz auf die Mannschaft. Das Team ist jung und stark und kann auch in Zukunft um Titel spielen. Wir verlassen das Turnier hoch erhobenen Hauptes», sagte Ronaldo weiter.

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Ronaldo nach dem WM-Aus im Interview. Video: streamable

Das Turnier in Russland war Ronaldos vierte WM. Mit der Partie gegen Uruguay hat er einen Rekord von Bastian Schweinsteiger einstellet: Wie der deutsche Weltmeister hat jetzt auch CR7 38 Spiele bei EM- und WM-Endrunden bestritten. Alleiniger Rekordhalter wird Ronaldo also frühestens 2020 – sollte Portugal sich für die Jubiläums-EM qualifizieren und Ronaldo mit 35 noch für die «Seleção das QuinasTugas» spielen.

Soll Ronaldo weiter für Portugal spielen?

Ein Rücktritt würden seinen Kollegen nicht begrüssen. «Alle in Portugal hoffen, dass er noch im Jahr 2022 da sein wird, auch wenn er dann 37 Jahre alt sein wird», sagte Mitspieler Bernardo Silva stellvertretend für sein Team. Trainer Fernando Santos meinte: «Cristiano hat dem Fuissball noch viel zu geben und ich hoffe, dass er bleibt, um den jungen Spielern zu helfen, zu wachsen und sich zu entwickeln. Wir haben ein Team mit vielen jungen Spielern und natürlich wollen wir ihn alle bei uns haben.»

Ronaldo stieg in Russland in den exklusiven Kreis jener Spieler auf, die bei vier Weltmeisterschaften getroffen haben – dies gelang zuvor nur Pelé, Uwe Seeler und Miroslav Klose. Noch immer steht CR7 aber ohne WM-Treffer in der K.o.-Runde da.

Messi schweigt

Genau wie Lionel Messi übrigens. Sein Dauerrivale verabschiedete sich gestern genau vier Stunden vor Ronaldo von der WM. Beim 3:4 im Achtelfinal gegen Frankreich bereitete «La Pulga» zwar zwei Tore vor, ein eigener Treffer wollte ihm aber nicht gelingen. Zweimal Viertelfinal (2006 und 2010), einmal Final (2014) und einmal Achtelfinal (2018), sechs Tore in 19 Einsätzen, kein Treffer in einer K.o.-Phase. Messis WM-Bilanz ist mehr als ernüchternd.

Argentina's Lionel Messi reacts after France takes the lead during the round of 16 match between France and Argentina, at the 2018 soccer World Cup at the Kazan Arena in Kazan, Russia, Saturday, June 30, 2018. (AP Photo/Thanassis Stavrakis)

Lionel Messi nahm das Achtelfinal nach dem Schlusspfiff stoisch hin. Bild: AP/AP

Wie seine Zukunft in der «Albiceleste» aussieht, ist auch am Morgen nach dem Achtelfinal-Aus noch unklar. Der 31-jährige Captain hat sich noch immer nicht über seine Zukunftspläne geäussert. Bisher hat weder Messi noch ein anderer aus der Delegation des gescheiterten Vizeweltmeisters von 2014  nach dem Spiel öffentlich gesprochen.

Messi hat in Russland gelitten, und das war spürbar. Nur selten sah man ihn lachen. «Ein Trainer, der Leo trainiert, weiss, dass alle um ihn herum ihm ein gutes Gefühl geben müssen», sagte Sampaoli während der WM einmal. Messi schien nur selten ein gutes Gefühl zu haben. Ob er selbst die Mannschaft diktierte oder nicht: Es war, als wüsste er von Beginn an, dass es eh nicht reichen würde. Und als hätte er damit die Tragweite seines persönliches Scheiterns vorhergesehen. «Das ist Messis Argentinien, nicht meins», hatte Sampaoli vor der WM gesagt.

Soll Messi weiter für Argentinien spielen?

Der Heimflug der «Albiceleste» ist für heute Sonntag geplant. Die Mannschaft reist allerdings nicht geschlossen als Team ab, stattdessen verliessen die Spieler in Kleingruppen das WM-Quartier in Bronnizy. Dort herrschte nach schweren Regenschauern am frühen Morgen eine fast schon gespenstische Ruhe, ehe die Sonne ein bisschen rauskam.

Wortführer und Ex-Captain Javier Mascherano erklärte noch im Stadion von Kasan mit stockender Stimme und den Tränen nahe seinen Rücktritt aus der «Albiceleste». «Es ist vorbei», sagte der 34-jährige Mittelfeldspieler: «Jetzt bin ich nur noch ein Fan der Nationalmannschaft. Ich hoffe, dass diese Jungs in Zukunft etwas erreichen können.» Mitspieler Lucas Biglia tat es Mascherano gleich. Weitere dürften folgen – auch Messi? (pre/sda)

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