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epa06755450 Spanish national soccer team head coach Julen Lopetegui (L) listens to Luis Rubiales (R), new president of the Royal Spanish Football Federation (RFEF), during a press conference after extending his contract in Las Rozas, Madrid, Spain, 22 May 2018. Lopetegui will lead the Spanish national soccer team for two more years until 2020.  EPA/RODRIGO JIMENEZ

Spaniens derzeitiger und Madrids zukünftiger Trainer Julen Lopetegui (links) und Luis Rubiales, spanischer Verbandspräsident (rechts), an einer Pressekonferenz vor der WM. Bild: EPA/EFE

Alarmstufe Rot bei Spanien kurz vor WM-Start – so kam es zum Rauswurf des Nati-Trainers

Mit Freude verkündete Real Madrid am Dienstagabend den Namen ihres neuen Cheftrainers. Es ist Julen Lopetegui, eigentlich Spaniens Nationaltrainer, der die «Furia Roja» zum WM-Titel führen soll. Der muss jetzt sein Amt beim Verband niederlegen.



Dienstagabend, kurz vor 17 Uhr: Real Madrid verkündet via Twitter den Namen ihres neuen Cheftrainers. Es ist Julen Lopetegui, Spaniens derzeitiger Nationalcoach. Er wird nach der WM dank einer Ausstiegsklausel zu den Königlichen stossen.

Verpasse mit unserem Transferticker keinen wichtigen Wechsel:

Die Nachricht kam überraschend. Viele Namen wurden im Vorfeld als Zinédine Zidanes Nachfolger bei Real gehandelt. Lopetegui gehörte nicht dazu. Auch watson hatte ihn nicht auf der Liste.

Aufregung im spanischen Lager

Der Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Meldung könnte für die spanische Nationalmannschaft ungünstiger nicht sein. Am Freitag beginnt für die «Furia Roja» die WM, mit dem Knüller gegen den iberischen Nachbarn Portugal

Wie die spanische Zeitung Marca berichtet, ist der Verbandspräsident Luis Rubiales gar nicht erfreut über den überhasteten Abgang des Nationaltrainers. Sein Ärger ist verständlich: Vor wenigen Wochen wurde der Vertrag mit Lopetegui bis 2020 verlängert.

epa06755430 Spanish national soccer team head coach Julen Lopetegui (C) poses for photographers with Luis Rubiales (L), new president of the Royal Spanish Football Federation (RFEF), and RFEF sports director Fernando Hierro (R) after extending his contract in Las Rozas, Madrid, Spain, 22 May 2018. Lopetegui will lead the Spanish national soccer team for two more years until 2020.  EPA/RODRIGO JIMENEZ

Rubiales, Lopetegui und Fernando Hierro bei der Vertragsverlängerung. Bild: EPA/EFE

Rubiales reiste erst gestern Dienstag nach Russland, wollte sich bei seiner Ankunft jedoch noch nicht offiziell zur aktuellen Lage äussern. Gemäss der «Marca» sagte er: «Es ist nicht der Moment, darüber zu sprechen. Aber wir werden die Entscheidung treffen, die für die Nationalmannschaft am besten ist.»

Die Stimmung im Verband ist gereizt. Auf jeden Fall so sehr, dass bei der Ankunft des Präsidenten einige Mitglieder des Staffs den sofortigen Rauswurf Lopeteguis gefordert haben sollen. Auch Radiosender berichteten darüber, dass der Ärger von Rubiales «monumental» gewesen sein. Nur dank beruhigenden Worten von seinen Vertrauenspersonen soll es (vorerst) noch nicht zum Knall gekommen sein.

Im Kader Spaniens befinden sich mit Gerard Piqué, Jordi Alba, Sergio Busquets und Andrés Iniesta vier Spieler vom FC Barcelona. Dazu kommen mit Koke, Saul Niguez und Diego Costa drei Athleten von Atlético Madrid. Stelle sich nun einer vor, im Spiel gegen Portugal stehen von den sechs Real-Spielern (Dani Carvajal, Nacho, Sergio Ramos, Marco Asensio, Isco und Lucas Vazquez) vier in der Startelf, von Barcelona und Atlético jedoch nur zwei.

Die Kritik und das Chaos im Falle einer Niederlage wären programmiert gewesen. Deshalb hat der Verband nun reagiert und Lopetegui zwei Tage vor dem ersten WM-Einsatz rausgeschmissen. Eine optimale Vorbereitung auf das erste Spiel sieht anders aus.

Was Unruhen rund um ein Team auslösen können, zeigen Beispiele wie jenes von Frankreich 2010. Nati-Trainer Raymond Domenech stand während der ganzen WM-Qualifikation im Brennpunkt der öffentlichen Kritik. Es wurde – wie bei Lopetegui – über eine vorzeitige Vertragsauflösung gesprochen. Domenech blieb, die Unruhen und die internen Querelen damit auch. Das Resultat: Frankreich wurde an der Endrunde in Südafrika hinter Uruguay, Mexiko und dem Gastgeberland mit nur einem Punkt Gruppenletzter.

epa06798398 Portugal national team player Cristiano Ronaldo during the first training session of Portugal at the Kratovo training camp, which will be the team base camp for Portugal during the FIFA World Cup 2018 in Russia, on the outskirts of Moscow, Russia, 10 June 2018.  EPA/PAULO NOVAIS

Wird Ronaldo am Freitag mit Portugal auf seinen zukünftigen Trainer treffen? Bild: EPA/LUSA

Die Schlüsselspieler der 32 WM-Teams

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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • luckypunter 13.06.2018 11:43
    Highlight Highlight Ich denke nicht, dass diese Bekanntmachung einen grossen Einfluss auf die Mannschaft haben wird. In Spanien ist man sich gewöhnt, dass es bei jeder Aufstellung Diskussionen gibt aufgrund der Rivalität der Klubs. Trotz dieser Rivalität spielen Pique und Ramos zusammen in der Innenverteidigung. Wenn es eine Nationalmannschaft gibt die mit solchen Diskussionen umgehen kann, dann ist das Spanien.
  • Blaugrana 13.06.2018 11:31
    Highlight Highlight Hat sich Florentino wohl gedacht: „was der Ramos kann, kann ich schon lange!“ Und dann sauber eine Teppichetagen-Blutgrätsche hingelegt
  • Bert der Geologe 13.06.2018 10:58
    Highlight Highlight Könnte sich Spanien nicht durch Italien vertreten lassen?
  • droelfmalbumst 13.06.2018 10:57
    Highlight Highlight Schlimmer als all das ist dass Real Lopetegui als Trainer wählt... wie kann man nur... der hat in Portugal bei Porto mit einem überhartem Kader die Meisterschaft nicht gewonnen... als Trainer ist der nicht wirklich Real würdig... ich gebe ihm bis Weihnachten dann ist er bei Real raus....

    Der Zeitpunkt der Bekanntgabe ist auch miserabel... Die Katalanen weinen nun herum...mimimi...
  • die 200 13.06.2018 09:46
    Highlight Highlight Was sind das bloss für Idioten... aber der Schaden ist angerichtet, da gibt's kein zurück. Bin gespannt, wie sich das an der WM niederschlägt. Zündstoff ist jedenfalls geliefert, egal ob er noch auf der Bank sitzen wird oder nicht...
  • maxi 13.06.2018 09:45
    Highlight Highlight sollen doch barcelona und ihre jünger aus dem verband austreten...niemand wird sie vermissen
    • AJACIED 13.06.2018 10:05
      Highlight Highlight Bla Bla Bla. Kindergarten Sprüche
    • Bert der Geologe 13.06.2018 10:06
      Highlight Highlight @maxi: Die guten Kommentarschreiber machen es so: zuerst lesen sie den Artikel, dann kommentieren sie das Geschriebene. Einfach nur Phrasen dreschen ist doch ziemlich maximal peinlich.
    • swisskiss 13.06.2018 10:54
      Highlight Highlight Sheldon: Logik? Der fröhliche maxi hat genau das gemacht. Gelesen, nachgedacht, kommentiert.

      Das beim intensiven Nachdenken so ein Kommentar herauskommt, ist nicht peinlich, sondern im höchsten Masse entlarvend und traurig.

      Aber wir sind beim Thema Fussball. Da sind solche geistigen Ergüsse im Rahmen der persönlichen Mögichkeiten.

      Jeder so gut er kann.
  • Phipsli 13.06.2018 09:45
    Highlight Highlight Einen schlechteren Zeitpunkt für einen Abgang kann man sich nicht vorstellen... da lässt er wirklich alle ins Messer laufen.
  • govolbeat 13.06.2018 09:20
    Highlight Highlight Ich gebe es ja zu, ich bin noch einer dieser verkappten Fussballromantiker, die von (ewiger) Vereinstreue träumen. Tja, selber schuld, wie die letzten Transfers (Seoane / Omlin und jetzt Lopetegui) zeigen. Finde es aber für unseren Nachwuchs ein schlechtes Zeichen dass da ausgesendet wird. Verträge sind nicht mal mehr das Papier wert, auf dem sie geschrieben sind. Bedenkliche Entwicklung...
    • Hayek1902 13.06.2018 10:15
      Highlight Highlight Ähmmm, er hat eime Ausstiegsklausel in seinem Vertrag. Wenn du nicht willst, dass der Vertrag einseotig aufgelöst werden kann, stimm solchen Klauseln nicht zu.
    • Der Inspektor 13.06.2018 10:58
      Highlight Highlight Ich kann Sie durchaus verstehen, auch ich mag "treue" Spieler. Offenbar hatte der Trainer eine Klausel im Vertrag, dementsprechend hat er sich ja an den Vertrag gehalten. Es dürfte für einen Trainer sowie Spieler das grösste sein, einmal bei Barça, Real, ManU zu sein. Man kann das schon nachvollziehen. Jedoch scheint mir der Zeitpunkt in der Tat unangemessen.
    • Switch_On 13.06.2018 10:58
      Highlight Highlight Gebe dir vollkommen recht. Ich finde vor allem das Verhalten von Real fragwürdig. Der Zeitpunkt geht gar nicht.
  • maljian 13.06.2018 09:19
    Highlight Highlight Na toll, muss ich jetzt noch meine Tipps für die Gruppe überarbeiten?

    Wobei Marokko und der Iran auch gegen eine geschwächte spanische Mannschaft wohl noch so ihre Schwierigkeiten hätten.

    Zu überdenken wäre dann wohl bloss der Gruppe Sieger. 🤔
    • Snowy 13.06.2018 09:49
      Highlight Highlight Ja, hab ich auch gerade gemacht.

      Überraschungssieger: IRAN! :-)
    • leu84 13.06.2018 10:53
      Highlight Highlight Mein Panini-Album sagt Gruppenerster wird Portugal sein. Dann ein Dreikampf zwischen Spanien, Marokko (wollen Ceuta und Melilla zurück) und Iran. Vielleicht müsste man die Krake Paul fragen, falls er noch lebt.
    • Bene86 13.06.2018 10:55
      Highlight Highlight Genau dieses Problem habe ich jetzt auch...

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