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epa04634783 (FILE) A file picture dated 29 October 2007 of the FIFA logo at the FIFA headquaters in Zurich, Switzerland. The FIFA 2022 World Cup in Qatar should be held in November and December, a FIFA task force has recommended on 24 February 2015.  EPA/STEFFEN SCHMIDT *** Local Caption *** 51661149

Die FIFA.  Bild: EPA/KEYSTONE FILE

Weltverband geht auf Konfrontationskurs

Die FIFA will den europäischen Klubs keine Entschädigung für die Winter-WM in Katar zahlen

Die Diskussionen um den Termin der Austragung der WM 2022 in Katar gehen weiter. Die FIFA wird die europäischen Klubs wegen der Verlegung der WM, die von Ende November bis Ende Dezember 2022 stattfinden soll, nicht entschädigen.



Im Feilschen um eine finanzielle Entschädigung für eine WM im Winter 2022 in Katar geht die FIFA auf harten Konfrontationskurs zu Europas Top-Klubs. «Es wird keine finanzielle Kompensation geben. Es bleiben noch sieben Jahre Zeit, um alles entsprechend zu organisieren», sagte FIFA-Generalsekretär Jerôme Valcke und verwies auf die Abstellgebühren, die der Weltverband bereits an die Vereine zahlt.

Nasser Al Khater Qatar 2022 Local Organizing Committee Deputy CEO, left, Hassan Al Thawadi, head of the Qatar 2022 World Cup organizing committee, center, and FIFA Secretary General Jerome Valcke give a press conference, in Doha, Wednesday, Feb 25, 2015. The World Cup in Qatar keeps provoking outrage and breaking taboos. Seven years before the 2022 tournament kicks off in the wealthy emirate, FIFA recommended a break with soccer tradition on Tuesday — moving its marquee tournament to November and December instead of the usual June-July time slot. (AP Photo/Osama Faisal)

FIFA-Generalsekretär Jerôme Valcke gibt weitere Einzelheiten zur Winter-WM bekannt. Bild: Osama Faisal/AP/KEYSTONE

Nach der WM 2010 in Südafrika waren dies 40 Millionen Dollar, nach 2014 in Brasilien 70 Millionen Dollar. «Warum sollen wir uns bei den Klubs entschuldigen? Es ist nicht perfekt, wir wissen das – aber warum sprechen wir über eine Kompensation? Es passiert einmal, wir zerstören nicht den Fussball», so Valcke.

«Nach wie vor ein Affront»

Valckes Aussagen sorgten für weitere Kritik an der seit jeher umstrittenen WM im Golfstaat. «Den lapidaren Satz, den ich gelesen habe, kann man nicht akzeptieren», sagte der deutsche Liga-Präsident Reinhard Rauball, der die geplante Verlegung auf einen Termin kurz vor Weihnachten scharf kritisierte. «Für mich ist es nach wie vor ein Affront.» 

Fast noch viel schlimmer als das Thema Finanzen sei das mögliche Final-Datum (23. Dezember), sagte Rauball. «Ob da alle rechtzeitig zum Weihnachtsfest bei ihren Familien zu Hause sind, Fans, Mannschaften, wage ich zu bezweifeln.»

BERLIN, GERMANY - NOVEMBER 29:  Karl-Heinz Rummenigge, CEO of FC Bayern Muenchen speaks to the media at the opening of the FC Bayern Muenchen Official Fan Shop at LP12 Mall on November 29, 2014 in Berlin, Germany.  (Photo by Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images)

Karl-Heinz Rummenigge fordert vehement, dass die FIFA die Klubs für die WM-Verschiebung ordentlich entschädigt. Bild: Bongarts

Die europäische Klub-Vereinigung ECA will sich erst nach einer Vorstandssitzung in der nächsten Woche wieder äussern. Bayern Münchens Karl-Heinz Rummenigge, der Vorsitzende der ECA, hatte in den letzten Tagen betont, dass der Schaden für die Vereine von der FIFA «fair zu kompensieren» sei.

Aus England wurde der Entscheid der Task-Force, die WM in die Vorweihnachtszeit zu verschieben, heftig kritisiert. «Qatarstrophe?», titelte die Sun. «Der U-Turn der FIFA zu einer Winter-WM in Katar komplettiert das Chaos der Ungereimtheiten», analysierte der Guardian.

WM soll auf 28 Tage verkürzt werden

Nachdem die Task Force am Dienstag sich für einen Termin der WM von «Ende November bis Ende Dezember» ausgesprochen hatte, konkretisierte Valcke am Mittwoch die Pläne ein wenig. Die WM soll wegen des engen Kalenders von bislang 32 auf 28 Tage verkürzt werden, damit dürften auch schon vor dem letzten Gruppenspieltag vier Partien an einem Tag möglich sein. Die WM in Brasilien vergangenen Sommer hatte 32 Tage gedauert.

LONDON, ENGLAND - FEBRUARY 10:  Fans arrive at the stadium for the Barclays Premier League match between Arsenal and Leicester City at Emirates Stadium on February 10, 2015 in London, England.  (Photo by Richard Heathcote/Getty Images)

Die englischen Fussball-Fans wollen nach Weihnachten wie gewohnt ihrer liebsten Freizeitbeschäftigung frönen. Bild: Getty Images Europe

Die FIFA-Exekutive muss den genauen Zeitplan am 19./20. März absegnen. Die meisten Konföderationen würden den 23. Dezember als Termin für den Final bevorzugen, sagte Valcke. Möglich wäre aber auch ein Endspiel am Sonntag, 18. Dezember, dem katarischen Nationalfeiertag. Dies käme wohl insbesondere den Engländern gelegen, da der Spielbetrieb in der Premier League am traditionellen «Boxing Day» wieder aufgenommen werden könnte.

Auch abseits Europas wird die WM-Verschiebung zu Änderungen führen. Der Afrika-Cup 2023 in Guinea soll anstatt zu Beginn des Jahres nun im Juni stattfinden. (pre/si/dpa/ap/reu)

So wird das Public Viewing an der Schlotter-WM 2022

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • nicewedda 25.02.2015 20:22
    Highlight Highlight Ich hoffe, dass die europäischen Top-Klubs bzw. Ligen den Spielplan überhaupt nicht anpassen und die Spieler nicht frei geben. Der Fifa sollte man einfach mal "eis as Bei seiche!"
    10 0 Melden
  • EvilBetty 25.02.2015 20:00
    Highlight Highlight Geld, Geld, Geld, Kohle, Kohle,Kohle, Asche, Asche, Asche, Knete, Knete, Knete. Ah nö, is ja Spocht!
    8 0 Melden
  • JJ17 25.02.2015 18:01
    Highlight Highlight Eigentlich ist es mir sc*****egal ob die WM im Winter oder im Sommer stattfindet, denn ich würde es begrüssen wenn alle Nationalmannschaften die WM boykottieren würden und einfach wie nichts wäre ihre Ligen fortsetzen. Eine andere Möglichkeit wäre wie ein kleines "Plauschturnier" aufzuziehen wo die besten Mannschaften dabei wären, und dies irgendwo wo es schon Stadien hat(Deutschland, England, etc.) Aber dafür ist wohl einfach zu viel Geld im Spiel...
    13 0 Melden

«Wir verspüren keinen negativen Druck» – YB muss in Valencia punkten

Mut und Solidarität verlangt Gerardo Seoane von seinen Spielern für den Match in Valencia. Sie sollen die Zweikämpfe suchen, sich unterstützen und, wenn sich die Möglichkeit bietet, ohne Umschweife nach vorne spielen.

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