St Gallen
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Das UG24 an bester Lage neben dem Ausgeh-Viertel Bermuda-Dreieck.

Nach 30 Jahren

UG24 macht dicht: St.Galler Nachtschwärmer trauern um eine Institution

Der einzige zentrale 24-Stunden-Shop in St.Gallen, das legendäre UG24, muss Ende Juni seine Tore schliessen. Die 30-jährige Institution muss einem Umbau und neuen Mietern weichen. 

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Günstiges Bier fürs Vorglühen kaufen, nach der Beizentour den Bsöffni-Hunger stillen und den Abend rekapitulieren: Das geht nirgends besser als im UG24, dem einzigen zentralen 24-Stunden-Shop in St.Gallen, gleich neben dem Bermuda-Dreieck, dem Ausgehviertel in der Altstadt. Doch damit ist es bald vorbei. Ende Juni, kurz vor dem 30-jährigen Jubiläum, muss der Laden dichtmachen.

«Es ist schade, dass das UG24 schliesst. Der Laden ist etwas Einmaliges in St.Gallen», sagt Shin Szedlak, Präsident der HSG-Studentenschaft gegenüber watson. Oft gehe man nach dem Ausgang noch dahin, treffe andere Leute, esse etwas. «Wie die Kommentare auf Facebook zeigen, ist das UG24 deshalb mit vielen guten Erinnerungen verknüpft», so Szedlak. 

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Mietverhältnis aufgelöst

Bereits 20 User haben den Post von «Verspottet: HSG» «Trauer statt Spott: Das UG24 schliesst in 5 Monaten» kommentiert. So schreibt beispielsweise Lukas K.: «St.Gallen verliert einen weiteren unersetzbaren Fixpunkt im Nachtleben». Nun hoffen Studenten und Nachtschwärmer auf eine Alternative. «Besonders weil das UG24 der einzige zentrale 24-Stunden-Shop ist», sagt Szedlak. 

Der Grund für die Schliessung: Die Liegenschaft soll aufgestockt werden, neue Teilmieterin wird unter anderem die HSG, die Anfang 2017 Räume am Unteren Graben für Institute nutzen wird. «Da wir aber nur eine der Mieterinnen sind, haben wir keinen Einfluss darauf, ob es eine Alternative zum 24-Stunden-Shop geben wird», sagt HSG-Sprecher Marius Hasenböhler.

Lukrative Lage – höhere Mieten

Die Hoffnungen liegen also auf dem Besitzer der Liegenschaft. Interessenten seien bereits im Gespräch, sagt Verwalter Hans Zurbuchen. Der bisherige Mieter stehe aber nicht mehr zur Frage. «Während dem Umbau können die Räume ohnehin nicht genutzt werden und danach wollen wir mit einem neuen Mieter weitermachen», so Zurbuchen. Über die Gründe schweigt er sich aus. 

Bei UG24-Betreiber Richard Tschannen sitzt der Frust tief. Er ist überzeugt, dass Geld der einzige Grund für den Wechsel ist, dass das UG24 einem zahlungskräftigeren Mieter weichen muss. Die Lage am Unteren Graben ist lukrativ. (dwi)



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