Syrien
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Syrian Arab Red Crescent and United Nations personnel help evacuate Syrian civilians from a besieged area of Homs, February 7, 2014. Syria evacuated three busloads of civilians from a besieged area of Homs on Friday, the first stage of a planned three-day humanitarian ceasefire in the city which has suffered some of the worst devastation of Syria's three-year conflict. The buses carrying dozens of weary-looking evacuees, accompanied by Syrian Arab Red Crescent officials, arrived at a meeting point outside Homs watched by soldiers and police. REUTERS/Thaer Al Khalidiya (SYRIA - Tags: POLITICS CIVIL UNREST CONFLICT)

UN-Mitglieder bei der Evakuation von Frauen aus der umkämpften syrischen Stadt Homs.  Bild: Reuters

SyrienKonflikt

Waffenruhe in Homs verletzt



Unter klarer Verletzung der vereinbarten Waffenruhe sind Teile der belagerten syrischen Altstadt von Homs mit Granatwerfern beschossen worden. Regierung und Rebellen beschuldigten sich gegenseitig, die Granaten abgefeuert zu haben. Berichte über Opfer oder Schäden gab es zunächst nicht. 

Evakuierte waren unterernährt

Mit der Feuerpause sollte die Möglichkeit geschaffen werden, Lebensmittel und Hilfsgüter in die seit mehr als einem Jahr von Regierungstruppen belagerte Altstadt von Homs zu bringen. Am Freitag wurden mehr als 80 Zivilisten mit drei Bussen aus der Stadt gebracht. Viele von ihnen hätten deutliche Zeichen von Hunger und Unterernährung gezeigt, sagten Helfer. 

Welchen Einfluss der Beschuss auf den Fortgang der Hilfsaktion hat, war zunächst noch unklar. Ein Konvoi der Vereinten Nationen (UNO) mit Lebensmitteln und Medikamenten stand heute Samstag bereit, um in die Altstadt zu fahren und die ersten Hilfslieferungen seit Mitte 2012 in das Gebiet zu bringen.

Minen und Kriegsschutt versperren den Weg

Die Helfer hätten aber noch kein grünes Licht erhalten, in die Konfliktzone hinein zu fahren, sagte Rami Abdel Rahman, der Chef der Organisation Syrische Menschenrechtsbeobachter. Ein UNO-Team verhandle mit Rebellen in der Altstadt über eine sichere Route. Minen und Kriegsschutt auf den Strassen erschwerten die Mission zusätzlich.  

Insgesamt sind nach Angaben der Opposition rund 2500 Menschen in Homs von der Aussenwelt und damit auch von Nahrungsmittellieferungen abgeschnitten. Die zu grossen Teilen von Rebellen besetzte Stadt wird von Regierungstruppen und regierungstreuen Milizen belagert. (sda)

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