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Hadi al-Bahra, der Chef des syrischen Oppositionsbündnisses im Juli 2014.
Hadi al-Bahra, der Chef des syrischen Oppositionsbündnisses im Juli 2014.Bild: AFP
IS-Vormarsch

Syrische Opposition fordert westliche Militärhilfe gegen IS – Cameron sieht Grossbritannien direkt bedroht

Das Oppositionsbündnis Syrische Nationale Koalition hat den Westen um Hilfe im Kampf gegen die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) gebeten. «Die Umstände und der Feind sind die gleichen» wie in den irakischen Kurdengebieten, sagte der Bündnischef Hadi al-Bahra.
17.08.2014, 07:1917.08.2014, 09:25

«Im Namen der Menschlichkeit rufe ich die UNO und alle an die Freiheit glaubenden Länder – angeführt von den USA – dazu auf, angesichts der Situation in Syrien zu handeln», erklärte al-Bahra am Samstag im südosttürkischen Gaziantep.

Der Westen müsse schnell eingreifen, um die von den IS-Kämpfern und der syrischen Regierung von Präsident Baschar al-Assad «verübten Massaker gegen das unterdrückte syrische Volk» zu stoppen.

Die IS-Kämpfer sind neben dem Irak auch in Syrien auf dem Vormarsch, wo sie Rebellengebiete im Norden des Landes unter ihre Kontrolle bringen. Die USA gehen im Nordirak mit Luftangriffen gegen die IS-Dschihadisten vor und unterstützen die kurdischen Peschmerga-Kämpfer mit Waffen.

Cameron sieht Grossbritannien durch IS direkt bedroht

Währenddessen sieht Grossbritanniens Premierminister David Cameron in den Kämpfern der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) eine direkte Gefahr für sein Land. Er ruft zur internationalen Zusammenarbeit auf, schliesst aber den Einsatz britischer Truppen im Irak aus. 

«Wenn wir den Vormarsch dieser ausserordentlich gefährlichen Terrorbewegung nicht stoppen, wird sie nur stärker, bis sie uns auf den Strassen Grossbritanniens angreifen kann», schrieb Cameron in der Zeitung «Sunday Telegraph». Sicherheit vor den IS-Kämpfern könne es nur geben, wenn Grossbritannien alle Möglichkeiten von «Hilfen, Diplomatie und militärischen Fähigkeiten» einsetze. 

Der britische Premierminister forderte einen langfristigen Plan bei der Bekämpfung der IS-Dschihadisten. Dazu müsse Grossbritannien mit Ländern wie Saudi-Arabien, Katar, Ägypten, der Türkei «und vielleicht sogar dem Iran» zusammenarbeiten. 

Die IS-Kämpfer brachten in den vergangenen Wochen Teile des Iraks und Syriens unter ihre Kontrolle. Dabei gingen sie mit äusserster Brutalität gegen die Zivilbevölkerung vor, insbesondere gegen Angehörige religiöser Minderheiten wie Christen und Jesiden. Die USA ordneten deshalb Luftangriffe gegen die Dschihadisten an. (viw/sda/afp)

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