Syrien
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Turkish soldiers stand guard as Syrians wait behind the border fences near the southeastern town of Suruc in Sanliurfa province, September 18, 2014. Islamic State fighters besieged a Kurdish city in northern Syria on Thursday after seizing 21 villages in a major assault, prompting a call to arms from Kurds in neighbouring Turkey who urged followers to go and help resist the group's advance. The attack on the city of Ayn al-Arab, known as Kobani in Kurdish, came two days after the top U.S. military officer said the Syrian opposition would probably need the help of the Syrian Kurds to defeat Islamic State. About 3,000 men, women and children arrived at the Turkish border roughly 10 km (6 miles) from Kobani but were still waiting on the Syrian side after night fell, a Reuters witness said, as Turkish forces stopped the crowd from crossing. REUTERS/Kadir Celikcan (TURKEY - Tags: POLITICS CIVIL UNREST CONFLICT MILITARY TPX IMAGES OF THE DAY)

Türkische Soldaten bewachen einen Grenzübergang der südöstlichen Provinz Sanliurfa – über 3000 kurdische Syrier sind nach einem Vorstoss des IS an die syrisch-türkische Grenze geflüchtet. Bild: STRINGER/TURKEY/REUTERS

IS-Vormarsch

Nach Protesten: Türkei öffnet Grenze für 3000 syrische Flüchtlinge

19.09.14, 13:47 19.09.14, 15:04

Angesichts des Vormarsches von IS-Dschihadisten in Nordsyrien hat die Türkei am Freitag ihre Grenze für flüchtende Kurden geöffnet. Tausende Menschen, vor allem Frauen, Kinder und Alte, retteten sich auf türkisches Territorium, wie TV-Sender live berichteten.

Die Türkei hatte sich zunächst geweigert, die Menschen ins Land zu lassen, was zu empörten Protesten führte. Auslöser der Massenflucht ist ein Vormarsch der Extremistenorganisation Islamischer Staat (IS) auf die syrische Kurden-Stadt Ain al-Arab unweit der Grenze. In den vergangenen Tagen eroberte die Miliz dutzende Dörfer in der Region, tausende kurdische Kämpfer sind dort laut Aktivisten umzingelt.

Turkish security forces stand guard as Syrians wait behind the border fences near the southeastern town of Suruc in Sanliurfa province, September 18, 2014. Islamic State fighters besieged a Kurdish city in northern Syria on Thursday after seizing 21 villages in a major assault, prompting a call to arms from Kurds in neighbouring Turkey who urged followers to go and help resist the group's advance. The attack on the city of Ayn al-Arab, known as Kobani in Kurdish, came two days after the top U.S. military officer said the Syrian opposition would probably need the help of the Syrian Kurds to defeat Islamic State. About 3,000 men, women and children arrived at the Turkish border roughly 10 km (6 miles) from Kobani but were still waiting on the Syrian side after night fell, a Reuters witness said, as Turkish forces stopped the crowd from crossing. REUTERS/Kadir Celikcan (TURKEY - Tags: POLITICS CIVIL UNREST CONFLICT MILITARY)

Demonstranten forderten am Freitag die Öffnung der Grenze für Flüchtlinge. Bild: STRINGER/TURKEY/REUTERS

Türkischen Medienberichten zufolge hatten sich seit Donnerstag 3000 Kurden an der mit Stacheldraht befestigten Grenze zur Türkei gestaut. Die türkischen Sicherheitskräfte gingen am Freitag zunächst mit Wasserwerfern und Tränengas gegen Demonstranten vor, die eine Öffnung der Grenze forderten.

Ministerpräsident Ahmet Davutoglu reagierte schliesslich während eines Besuches in Aserbaidschan. «Wir nehmen unsere Brüder auf, die aus Syrien fliehen», sagte er. In der Türkei halten sich nach Regierungsangaben bereits 1,2 Millionen Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien auf. (sda/afp/dpa/wst)



Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

1 Jahr Haft für 234 Menschenleben: An diesem Mann soll ein Exempel statuiert werden

Claus-Peter Reisch, früher konservativer Bayer und CSU-Wähler, heute Seenotretter im Mittelmeer. Für sein Engagement soll er nun in Malta verurteilt werden. Im Interview mit watson rechnet er mit Horst Seehofer, Matteo Salvini und der europäischen Flüchtlingspolitik ab. 

Eigentlich könnte Claus-Peter Reisch ein ruhiges, geordnetes Leben haben. Als selbstständig Erwerbender steht er finanziell auf sicherem Boden, mit seinem eigenen Segelboot zieht es ihn immer wieder in die Ferne. Doch jetzt ist Reisch zwischen die Fronten geraten. In Deutschland prangte sein Antlitz auf jeder Tageszeitung. 

Es ist 2015 als Reisch mit seiner Lebenspartnerin im Sommer nach Griechenland segelt. Die Flüchtlingskrise ist bereits in Gang. Er stellt sich die Frage: «Was tun wir, …

Artikel lesen