Syrien
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An area U.S. officials say was an ISIL vehicle staging center near Abu Kamal, Syria, is seen before (inset) and after it was struck by U.S. aircraft in a U.S. Department of Defense handout picture provided September 23, 2014.  The United States told the United Nations on Tuesday it led airstrikes against Islamic State militants in Syria because President Bashar al-Assad's government had failed to wipe out safe havens used by the group to launch attacks on Iraq. REUTERS/US Department of Defense/Handout  (SYRIA - Tags: MILITARY CONFLICT) THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS

Die USA haben am Dienstagabend Bilder ihrer Bombardierung auf syrische IS- und Chorasan-Stellungen veröffentlicht. Bild: X80023

Pentagon über Chorasan-Pläne

Syrische al-Kaida-Zelle plante Terroranschlag in Europa oder USA

Die USA haben bei ihren Luftangriffen in Syrien auch Stellungen der Kaida-Terrorgruppe Chorasan bombardiert. Die Extremisten standen laut Verteidigungsministerium davor, einen Anschlag in Europa oder den USA zu verüben.

Ein Artikel von

Spiegel Online

Die Terrorgruppe Chorasan wollte nach Angaben des Pentagons ein Attentat in Europa oder den USA begehen. Die bisher weitgehend unbekannte Gruppe von Dschihadisten sei der «Ausführung einer Attacke» nahe gewesen, sagte Generalleutnant William Mayville am Dienstag.

ARLINGTON, VA - SEPTEMBER 23:  Lt. Gen. William C. Mayville Jr. speaks about the Syrian bombing campaign September 23, 2014 in Washington, DC. Mayville talked about the U.S. and Arab air strikes in Syria against the jihadist group Islamic State in Iraq and Syria (ISIS).  (Photo by Mark Wilson/Getty Images) *** BESTPIX ***

Generalleutnant William Mayville erläutert vor den Medien den US-Luftschlag gegen Terrorstellungen in Syrien. Bild: Getty Images North America

Die Extremistengruppe sei mit ihrer Planung eines Attentats in ein «fortgeschrittenes Stadium» eingetreten, sagte auch ein hoher Regierungsbeamter. Die Dschihadisten hätten sich der «Phase der Ausführung» genähert. Aus diesem Grunde habe Präsident Barack Obama den Befehl zu Luftschlägen gegeben

Auf die Gefahr durch die Chorasan-Terroristen gehe auch die zuletzt verfügte Erhöhung der Sicherheitsvorkehrungen auf Flügen in die USA zurück, sagte der Beamte. Die Islamisten würden versuchen, nach Syrien geströmte Kämpfer mit westlichen Reisepässen für ihre Zwecke zu rekrutieren.

Pictures showing an ISIL Command and Control Center in Syria before (L) and after it was struck by bombs dropped by a U.S. F-22 fighter jet are seen in handouts released by the U.S. Department of Defense (DOD) September 23, 2014.  This was the first time the F22 was used in a combat role according to the DOD. The United States and its Arab allies bombed Syria for the first time on Tuesday, killing scores of Islamic State fighters and members of a separate al Qaeda-linked group, opening a new front against militants by joining Syria's three-year-old civil war.   REUTERS/US Department of Defense/Handout  (UNITED STATES - Tags: MILITARY CONFLICT) THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS

Bild: US AIR FORCE/REUTERS

Die US-Luftwaffe hatte am frühen Dienstagmorgen erstmals Ziele in Syrien bombardiert: Stellungen der Miliz «Islamischer Staat» (IS) und eben auch der Chorasan. Acht Ziele westlich von Aleppo seien angegriffen worden, meldete das US-Militär. Darunter seien Trainingscamps, Führungs- und Kontrollanlagen und eine Produktionsstätte, in der die Chorasan-Extremisten Sprengstoffe und Munition hergestellt hätten.

Nach Angaben von Menschenrechtlern sollen bei den Luftschlägen fünfzig Kämpfer der Terrorgruppe getötet worden sein. Bestätigt sind diese Meldungen nicht.

«Wir werden Terroristen keinen Zufluchtsort lassen»

Die Chorasan-Gruppe wurde im vergangenen Jahr von Qaida-Veteranen gegründet. Sie soll der «New York Times» zufolge von Muhsin al-Fadhli angeführt werden, einem der engsten Vertrauten des getöteten Qaida-Chefs Osama bin Laden. Es kursieren Gerüchte, dass al-Fadhli bei dem US-Angriff getötet worden sei.

Die USA haben Bilder ihres Luftangriffes vom Dienstag auf IS Stellungen in Syrien veröffentlicht

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YouTube/Ramalia

Die Terrororganisation soll sich nach Syrien verlegt haben, um die dortige instabile Situation auszunutzen und Angriffe auf den Westen zu planen. «Wir werden Terroristen, die unser Volk bedrohen, keinen Zufluchtsort lassen», sagte US-Präsident Barack Obama in einer knappen Ansprache am Dienstagnachmittag vor seiner Abreise zum Klimagipfel nach New York.

Die nationale Sicherheit der USA werde «Schulter an Schulter» mit fünf arabischen Partnerländern verteidigt. Bei den Luftangriffen gegen IS-Stellungen in Syrien wurde Washington von Jordanien, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain und Katar unterstützt. Obama warnte, dass der Kampf in Syrien lange dauern werde. «Wir werden tun, was nötig ist», sagte er. So würden die USA, wie vom Kongress beschlossen, damit beginnen, als gemässigt geltende syrische Rebellen zu bewaffnen und auszubilden.

Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums erklärte, die nächtlichen Angriffe seien «erst der Anfang». Sie seien Teil einer «wirksamen, längerfristigen Kampagne», um die IS-Miliz zu schwächen und «am Ende zu zerstören».

epa04413619 US President Barack Obama makes a statement on US and allied airstrikes against the Islamic State (IS) in Syria, from the South Lawn of the White House, in Washington DC, USA, 23 September 2014. The United States and five Arab allies launched the first airstrikes in Syria against the Islamic State Sunni extremist group on 23 September, and the Pentagon said a unilateral attack targeted an al-Qaeda affiliate in the north. The US military said it partnered with Jordan, Bahrain, Saudi Arabia, Qatar and the United Arab Emirates to conduct 14 strikes against Islamic State targets in Syria overnight.  EPA/Win McNamee / POOL

Präsident Obama: «Wir werden Terroristen, die unser Volk bedrohen, keinen Zufluchtsort lassen» Bild: EPA/GETTY IMAGES

Erdogan verspricht Unterstützung

Der Präsident der Türkei, Recep Tayyip Erdogan, sicherte im Fernsehsender NTV der von den USA geführten Allianz die nötige Unterstützung im Kampf gegen die IS-Terroristen zu. «Die Hilfe könnte militärisch oder logistisch sein», sagte er in New York.

Das syrische Regime reagierte zurückhaltend auf die Luftschläge. Präsident Baschar al-Assad erklärte am Dienstag laut syrischen Staatsmedien, sein Land unterstütze die internationalen Bemühungen im Kampf gegen den Terrorismus. Das Regime war über die US-Luftangriffe nach eigenen Angaben vorab von Washington informiert worden. In den vergangenen Wochen hatte Damaskus die USA vor eigenmächtigen Angriffen gegen die Extremisten in Syrien gewarnt.



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