Syrien
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Bürgerkrieg in Syrien

epa04174376 A handout picture made available by the official government Syrian Arab News Agency (SANA) shows Syrian president Bashar al-Assad (L) during his visit to the predominantly Christian city of Maaloula, Syria, 20 April 2014. Syrian President Bashar al-Assad marked Easter by visiting a Christian town near Damascus recently recaptured by his forces, state media reported. Al-Assad's government has frequently portrayed itself as protecting Syria's religious minorities, a portrayal aided by the increasing dominance of hardline Islamist groups and jihadists in the armed opposition.  EPA/SANA / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Syrischer Präsident Assad: «Wir gehen den Vorwürfen nach» Bild: EPA/SANA

USA prüfen Verdacht auf Giftgas-Einsatz durch Assad-Truppen

Es soll sich um Chlorgas handeln: Das US-Außenministerium sieht Anzeichen dafür, dass die syrische Regierung im Norden des Landes erneut Giftgas gegen die Bevölkerung eingesetzt hat. 

Die US-Regierung ist in ihrer Untersuchung des Giftgaseinsatzes am 11. April in dem Dorf Kafr Sita offenbar weitergekommen. «Wir haben Anzeichen dafür, dass eine giftige Industrie-Chemikalie eingesetzt wurde», sagte eine Sprecherin des US-Aussenministeriums am Montag. Vermutlich handle es sich um Chlorgas. «Wir gehen Vorwürfen nach, dass die [syrische] Regierung dafür verantwortlich ist», sagt die Sprecherin weiter.

Bei dem Angriff auf das Dorf in der Provinz Hama in Nordsyrien sollen rund ein Dutzend Kinder ums Leben gekommen und hundert Menschen verletzt worden sein. Das syrische Regime und die Opposition sind beide der Ansicht, dass dort Chlorgas eingesetzt worden sei, aber beide beschuldigen sich gegenseitig, dafür verantwortlich zu sein.

This photo provided by the anti-government activist group Aleppo Media Center (AMC), which has been authenticated based on its contents and other AP reporting, shows a Syrian standing on rubble of houses that were destroyed by Syrian government forces air strikes in Aleppo, Syria, Monday, April 21, 2014. Syria will hold presidential elections on June 3, the country's parliament speaker announced Monday, a vote President Bashar Assad is likely to contest, and win, as the country enters its fourth year of war. (AP Photo/Aleppo Media Center AMC)

Zerstörte Häuser in Aleppo Bild: AP/Aleppo Media Center AMC

Sollten sich die Vorwürfe erhärten, würde das Obamas Syrien-Kurs in Frage stellen

Die USA hatten angekündigt, den Vorwürfen nachzugehen. Sollte das Ergebnis lauten, dass Syriens Regierung für den Angriff verantwortlich ist, dürfte die US-Regierung vor einem Problem stehen: Nach dem Giftgasangriff von Damaskus im August vergangenen Jahres hatte US-Präsident Barack Obama dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad mit Raketenangriffen gedroht. Der Druck Washingtons hatte Assad damals dazu gezwungen, auf eine Abgabe und Vernichtung seines Chemiewaffen-Arsenals einzugehen.

Seitdem hatte die Regierung in Damaskus zwar kein Giftgas mehr eingesetzt, allerdings seinen Einsatz von konventionellen Waffen ausgeweitet. Sollte Assad aber nun trotz der Warnungen aus Washington erneut Giftgas eingesetzt haben, würde dies Obamas Syrien-Kurs in Frage stellen.

Auch nach Angaben von Frankreichs Präsidenten François Hollande gibt es weiter «Hinweise» darauf, dass Assads Truppen immer noch Chemiewaffen einsetzen. Es gebe zwar noch keine Beweise, sagte Hollande dem Radiosender Europe 1. Die Regierung in Damaskus habe aber schon in der Vergangenheit gezeigt, dass sie zum Einsatz «schrecklicher Methoden» bereit sei.

Ein Artikel von

Spiegel Online

Im Norden und im Zentrum Syriens wird weiter gekämpft 

Die Kämpfe gehen unterdessen weiter: Im zentral gelegenen Homs kam es am Montag wieder zu Zusammenstössen zwischen Regierungstruppen und Rebellen, wie die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete. In der nördlichen Provinz und der gleichnamigen Stadt Aleppo setzte Assads Luftwaffe demnach am Montag Luftangriffe fort, bei denen auch Fassbomben eingesetzt worden sein sollen.

Am Sonntag wurden in der Provinz nach Angaben der Beobachtungsstelle 52 Zivilisten getötet, darunter 14 Kinder. Allein zehn Fassbomben sind einem Aktivisten zufolge auf einen Markt in der Stadt Aleppo abgeworfen worden. Die Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen aus einem Netzwerk von Ärzten und Aktivisten; ihre Angaben können nur schwer überprüft werden. (nck/Reuters)



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