Terrorismus
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Terrorhintergrund bei Ausspähversuch am Stuttgarter Flughafen vermutet

Policemen stand on a gallery and watch the check-in desks at Stuttgart airport in Stuttgart, Germany, Thursday, Dec. 20, 2018. Police stepped up security at airports in southwestern Germany on Thursday, amid concerns that extremists may have tried to scope out operations Stuttgart airport. German news agency dpa and public broadcaster SWR reported that security officials are investigating four people, including at least one with possible ties to the Islamist scene. (Sven Kohls/dpa via AP)

Am Stuttgarter Flughafen sucht die Polizei nach Verdächtigen. Bild: AP/DPA



Ein Artikel von

Spiegel Online

Mehrere Verdächtige haben offenbar den Stuttgarter Flughafen ausgespäht. Mittlerweile besteht der Verdacht, dass der Vorfall einen terroristischen Hintergrund haben könnte. Mindestens einer der Verdächtigen ist nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa als islamistischer Gefährder eingestuft.

Auch das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) erfuhr aus Sicherheitskreisen, dass die Verdächtigen in Deutschland als Gefährder geführt und im Schengen-Informationssystem gelistet seien.

Zwei Männer seien bereits vergangene Woche der französischen Polizei aufgefallen

Insgesamt sucht die Polizei nach vier Personen. Sicherheitskreise bestätigten der dpa entsprechende Informationen. Zuvor hatte der Südwestrundfunk (SWR) darüber berichtet. Zwei der Gesuchten seien Vater und Sohn und stammten aus Nordrhein-Westfalen. Sie seien bereits vergangene Woche der französischen Polizei aufgefallen, als sie am Pariser Flughafen Charles de Gaulle Fotos vom Terminal machten.

Das waren laut dem SWR-Bericht auch die beiden Männer, die am Stuttgarter Flughafen gesichtet wurden. Sie konnten demnach anhand von Videoaufzeichnungen identifiziert werden. Das zuständige Polizeipräsidium in Reutlingen wollte den Bericht nicht kommentieren. Die Ermittlungen führt die Staatsanwaltschaft Stuttgart, die sich aber auf Anfrage der dpa nicht äusserte.

Medienbericht: Bundespolizei warnt alle grossen deutschen Flughäfen

Die Tagesschau berichtet ganz ähnlich über den Fall und spricht dabei von «konkreten» Hinweisen des marokkanischen Geheimdienstes. Demnach gebe es Pläne für einen Selbstmordanschlag im deutsch-französischen Grenzgebiet, an einem Flughafen. Der marokkanische Geheimdienst nannte auch Namen.

Die genannten Namen passten dem Bericht zufolge zu den zwei Personen - Vater und Sohn - die erst in Paris und dann in Stuttgart die Flughäfen ausgespäht haben sollen. Das hätte eine Überprüfung des Fahrzeugs ergeben, das die beiden Männer benutzt hätten. Laut RND ergab eine Abfrage beim Gemeinsamen Zentrum der deutsch-französischen Polizei in Kehl bei Strassburg, dass es sich bei dem Halter des Wagens um einen 48-jährigen Islamisten handelt, den die deutschen Sicherheitsbehörden als Gefährder führen.

Laut der «Tagesschau» übergaben die marokkanischen Behörden auch Chatprotokolle zwischen insgesamt vier Personen an die deutschen Ermittler. Der Bericht zitiert daraus: «Sie führen Krieg gegen den Islam, meine Brüder und ich sind hier, um sie zu bekämpfen.» Und weiter: «Werde ich alleine sein?» Die Antwort lautete demnach: «Nein, wir sind mehrere!»

Wegen der Ausspähversuche hat die Bundespolizei ihre Sicherheitsmassnahmen auch an den Flughäfen Friedrichshafen, Karlsruhe/Baden-Baden und Mannheim verschärft. Am Flughafen Stuttgart wurden sie wiederum «massiv verstärkt». Das sagte ein Sprecher der Bundespolizei der Nachrichtenagentur Reuters. Die Kollegen an den anderen grossen deutschen Flughäfen seien «sensibilisiert» worden, fügte er hinzu. Die «Bild»-Zeitung berichtete ebenfalls, dass die Bundespolizei eine Warnung an alle 14 grossen Flughäfen ausgesprochen und diese «sensibilisiert» habe.

(tam/aev/dpa/Reuters)

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    Alle Leser-Kommentare
  • #Technium# 21.12.2018 01:01
    Highlight Highlight Das sind keine Terroristen, das sind Amateure. Peinlich.
  • Stratosurfer 20.12.2018 21:30
    Highlight Highlight Warum wird sowas in der Presse breitgeschlagen? Der Artikel beinhaltet für den Leser kaum relevante Information. Die Täter sind nun aber gewarnt und können gemütlich auf eine abhörsichere Chat-App wechseln.
    • abishot 20.12.2018 22:00
      Highlight Highlight So etwas drang halt einfach zur Presse durch und ist eine Schlagzeile (für den Wutbürger) wert. Schlussendlich leisten die Geheimdienste solche Arbeit täglich und verhindern möglichen Terror bevor dieser entsteht. Ich denke, wenn wir wüssten, was alles so vereitelt wird, könnten wir nicht mehr ruhig schlafen.
    • marsel 20.12.2018 23:52
      Highlight Highlight Mist. Und dank dir wissen sie jetzt auch noch, dass es abhörsichere Chat-Apps gibt! 😃🤦🏻‍♂️
  • Gondeli 20.12.2018 20:48
    Highlight Highlight Danke "Mutti"... Bitte mehr davon! Offene Grenzen für alle!(Achtung, Ironie)

  • Magnum44 20.12.2018 20:02
    Highlight Highlight Es gibt so viele Möglichkeiten einen Flughafen auszuspähen, aber diese Dilettanten gurken mit einem Kastenwagen mit DE-Schild am Charles de Gaulle herum und knipsen Fotos?

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