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Nach Verhängung des Ausnahmezustands

Thailands Armeechef bringt politische Gegner erstmals zusammen



Thai soldiers direct traffic on a highway in Thailand's Ayutthaya province, May 21, 2014. Thailand's army chief summoned leaders of rival political groups and parties, Election Commission members and senators to a meeting on Wednesday, a day after he declared martial law, to discuss a way out of the country's political turmoil. REUTERS/Chaiwat Subprasom (THAILAND - Tags: CIVIL UNREST POLITICS MILITARY)

Ausnahmezustand in Thailand: Laut Armeeangaben handelt es sich nicht um einen Putsch. Bild: Reuters

Nach der Verhängung des Kriegsrechts in Thailand hat Armeechef Prayuth Chan-ocha die tief zerstrittenen Konfliktparteien am Verhandlungstisch zusammengebracht. Es war der erste Dialog der verfeindeten Lager seit Beginn der Auseinandersetzungen vor sieben Monaten.

Das Treffen endete am Mittwoch ohne Ergebnis. «Auf die Frage, ob jede Seite die Proteste stoppen könne, gab es von keiner Seite eine Zusage», sagte ein Anführer der sogenannten Rothemden, die die Regierung stützen.

Prayuth habe den Teilnehmern Hausaufgaben mit auf den Weg gegeben, sagte ein Armeesprecher nach den Verhandlungen. Sie sollen am Donnerstag mit Vorschlägen für eine Kompromisslösung zurückkehren.

In Thailand scheiden sich die Fronten an der Frage der künftigen Regierung: Die Regierungspartei Pheu Thai besteht auf baldige Wahlen. Die Partei und ihr starker Mann, der im Exil lebende Ex-Regierungschef Thaksin Shinawatra, haben nach wie vor grossen Rückhalt und würde nach Umfragen erneut gewinnen.

Die Regierungsgegner wollen einen ungewählten Rat. Er soll vor Neuwahlen per Reform verhindern, dass je wieder ein Politiker so einflussreich wird wie Thaksin. Unter ihrem Anführer Suthep Thaugsuban stören die Regierungsgegner das öffentliche Leben in Bangkok seit November mit Massendemonstrationen.

Die thailändische Armee hatte am Dienstag nach monatelangen Tumulten und wachsender Gewalt auf Bangkoks Strassen das Kriegsrecht verhängt. Zugleich wurde versichert, es handle sich nicht um einen Putsch. (tvr/sda/dpa)

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