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Bild: Getty Images AsiaPac
Angriff auf Demonstranten

6-jähriges Mädchen bei Bombenanschlag in Thailand getötet – Ministerpräsidentin verlässt Bangkok

24.02.2014, 06:0324.02.2014, 09:11

Die thailändische Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra hat die Hauptstadt Bangkok verlassen. Sie befinde sich 150 Kilometer von der Hauptstadt entfernt, in der es seit Wochen Krawalle gibt, teilt die Regierung der Agentur Reuters zufolge mit. Über ihren genauen Aufenthalt ist nichts bekannt. Die Demonstranten fordern Shinawatras Rücktritt.

Nicht mehr in Bangkok: Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra.
Nicht mehr in Bangkok: Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra.Bild: Reuters

Bei Angriffen auf Regierungsgegner sind in Thailand am Wochenende mindestens vier Menschen getötet worden. Bei zwei Opfern handelt es sich nach Angaben von Polizei und Rettungskräften um Kinder. Dutzende Menschen wurden verletzt. 

In der Hauptstadt Bangkok ereignete sich am Sonntagnachmittag eine Explosion bei einem Protest von Regierungsgegnern. Ein 5-jähriges Mädchen, ein 12-jähriger Junge (gemäss Reuters ihr Bruder) und eine 40-jährige Frau dabei ums Leben. Das teilte das Erawan-Spital mit. Weitere 22 Menschen wurden bei dem Anschlag verletzt. 

In der Nacht zum Sonntag attackierten Bewaffnete ein Protestlager der Regierungsgegner in der Provinz Trat mit Schusswaffen und Granaten. Dabei starb ein fünfjähriges Mädchen. Laut früheren Berichten hatte es zwei Tote bei dem Angriff gegeben, dies wurde von der Polizei jedoch nicht bestätigt. 37 Menschen wurden verletzt. 

Feuer eröffnet

Die Angreifer näherten sich dem Protestlager in Khao Saming in Trat, etwa 200 Kilometer östlich von Bangkok, in zwei Pickup-Fahrzeugen und eröffneten das Feuer, berichtete der Polizeibeamte Kanapum Naewawit am Telefon. Die Täter konnten danach flüchten. 

Akanat Promphan, der Sprecher des Protestbündnisses «Demokratisches Reformkomitee des Volkes» (PDRC), sagte, der Angriff sei gut organisiert gewesen. Die Regierung der Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra müsse die Verantwortung für die Bluttat übernehmen, forderte Akanat. «Die Regierung tut nichts, um solche Angriffe zu verhindern, und hat auch die Schuldigen für frühere Gewalttaten nicht gefunden.»

Die Oppositionellen halten seit November Protestkundgebungen gegen die Regierung ab. Die grössten Proteste finden in Bangkok statt, wo sie mehrere Kreuzungen besetzt halten und Regierungsgebäude blockieren. 

Mindestens 17 Menschen sind seit November bei Attacken oder Zusammenstössen mit Sicherheitskräften ums Leben gekommen, etwa 700 wurden verletzt. (rey/sda)

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