Thema Food
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Damit nimmst du sicher ab – aber genauso sicher wieder zu: Das sind die 9 dümmsten Diäten



1. Die Kohlsuppen-Diät

So geht's in der Theorie: Kohl ist eher schwer verdaulich und deshalb meinen einige Zeitgenossen, dass der Körper bei der Verdauung des Gemüses mehr verbrennt als er aufnimmt. Geringe Mengen an magerem Fleisch, Fisch und Geflügel sind neben Tee, Kaffe und fettarmer Milch ebenfalls erlaubt.

So sieht's in der Praxis aus: Erstmal verlierst du viel Muskelmasse und Wasser – und so vorgeblich auch einige Pfunde. Dann verlierst du deine Freunde, weil du vom Kohl Blähungen bekommst. Später verlierst du deine gute Laune, weil die einseitige Ernährung zu Trostlosigkeit und Mangelerscheinungen führt. Und wenn du dann deinen Appetit wiedergewonnen hast, sind auch die verloren geglaubten Pfunde flugs wieder da.

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Liebe geht auch durch die Nase! Oder eben nicht. gif: giphy

Fazit: Bei dieser Diät gibt es nur Verlierer. Nicht zu letzt wegen des Jojo-Effekts und der einhergehenden Flatulenzen ist diese Diät für den Arsch.

2. Die Stink-Diät

So geht's in der Theorie: Klingt wie die Fortführung der Kohlsuppen-Diät mit anderen Mitteln, ist aber anders. Das Opfer Der Konsument besprüht sein Essen mit dem übelriechendem «Stink Yourself Slim». Der Körper ekelt sich, gewöhnt sich aber daran. Er fordert weniger Nahrung und allmählich soll er Essen mit etwas Negativem in Verbindung bringen.

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Es gibt es wirklich: Stink Yourself Slim bild: pr

So sieht's in der Praxis aus: Du wirst nach der Einführung des Sprays oft alleine essen und das wird dich depressiv machen. Wenn du also weinend auf deine Kutteln kotzt, wird sich dein Körper nicht merken, dass Essen schlecht ist, sondern nur, dass du ihn sinnlos quälst.

Fazit: Magensäure, die oral aus dir herausspediert wird, macht deine Zähne kaputt. Nachdem du dir regelmässig dein Essen ruiniert und deine Speiseröhre verätzt hast, musst du auch noch mehrfach zum Zahnarzt. Bist du wirklich so masochistisch?

3. Die Steinzeit-Diät

So geht's in der Theorie: Was damals gut war, kann heute doch nicht schlecht sein? Also nicht im Sinne von abgelaufen, sondern... Ihr wisst schon! Deshalb werden bei der Steinzeit-Diät nur noch Eier, Honig, Nüsse, Früchte, aber auch Fisch und Fleisch verzehrt. Verarbeitete Produkte sind passé.

So sieht's in der Praxis aus: Insgesamt ist diese Diät sehr eiweisslastig und schlägt dehalb auf die Nieren. Weil der Höhlenmensch keine Mikrowellen kannte, dürfen die Speisen nur auf höchstens 40 Grad erwärmt werden: Man hat von einem Stück Fleisch deutlich länger etwas, wenn es noch ordentlich zäh ist.

Fazit: Nicht Fisch, nicht Fleisch wird bei dieser Methode richtig abgekocht – und so öffnest du Keimen und Bakterien wie Salmonellen Tür und Tor. Wäh!!! Aber das kannst du noch direkter haben, wie die nächste Diät beweist.

4. Die Bandwurm-Diät

So geht's in der Theorie: Du schluckt einige Bandwurm-Kapseln, aus denen in deinem Körper ein «Haustier» schlüpft, das dich zum Fressen gern hat und sich klaglos durch deine Kilos nagt. Alternativ können die Bandwurmfinnen, so heissen die Larven, auch direkt eingeworfen werden.

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Würmer schlucken? Was sagt diese Lady dazu? gif: giphy

So sieht's in der Praxis aus: Die Larven etwa vom Schweinebandwurm wandern über die Muskulatur auch gerne mal zum Gehirn. Statt überschüssige Pfunde zu beseitigen, sorgen sie für Entzündungen im Körper.

Fazit: Hol dir lieber einen Augenwurm, da sieht man wenigstens, was man hat. Wer seine Schmarotzer aber unbedingt über den Magen bei sich aufnehmen will, dem sei sardischer Casu-Marzu-Käse empfohlen, dem die Maden der Käsefliege seinen Geschmack verleihen. Mehr zu den kleinen, gefrässigen «Begleitern» in uns findest du hier.

5. Die Blut(gruppen)-Diät

So geht's in der Theorie: Du wirst erstmal zur Ader gelassen, dann kommt die Abrechnung. Der Quacksalber deines Vertrauens analysiert dein Blut und stellt dir dann einen Speiseplan und eine saftigen Zahlungsbescheid zusammen. Je nach Blut oder Blutgruppe kannst du angeblich dieses oder jenes nicht gut vertragen.

So sieht's in der Praxis aus: Nach Peter J. D'Adamo und seiner Theorie aus dem Jahr 1996 dürfen Menschen mit der Blutgruppe B beispielsweise Michprodukte, Gemüse, Obst und Fleisch (ausser Geflügel) essen, aber keine Hülsenfrüchte. Blutgruppe A dagegen bloss viel Gemüse und Obst, selten Fisch. Der Rest ist tabu. Die Blut-Diäten können aber sogar wirken – denn immerhin wird jeweils die Ernährung umgestellt. 

Fazit: Deine Ernährung kannst du auch umstellen, ohne Geld für sinnlose Blutanalysen zu bezahlen, die wissenschaftlich ohnehin auf tönernen Füssen stehen. Ein positiver Effekt dieser Methode ist alleine deshalb schon vorprogrammiert, weil Süssigkeiten wegfallen.

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Warum für die Blut-Diät zahlen, wenn du dein Geld auch zum Fenster herauswerfen kannst? gig: giphy

6. Die «Nach-Sechs-nichts-mehr-essen-Diät»

So geht's in der Theorie: Morgens reinhauen und sich mittags den Wanst vollschlagen ist okay. Aber abends darf man nichts mehr essen, damit der Körper nachts keine Fettreserven anlegt.

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Schönen guten Morgen – einer geht noch rein. gif: giphy

So sieht's in der Praxis aus: Dein Stoffwechsel hat leider einen ganz anderen Zyklus als du, er dauert mehrere Tage. Deshalb werden deine drei Donuts, die du nach dem Zmorge als Dessert verschlungen hast, trotzdem nachts in pfundiges Fett verwandelt, und das Hungern am Abend ist völlig umsonst.

Fazit: Du kannst dir auch die Beine abschneiden, dann wirst du auch leichter.

7. Die Mond-Diät

So geht's in der Theorie: Wenn der Mond Wasser beeinflusst und für Ebbe und Flut sorgt, könnte er doch auch in unseren Zellen wirken? Genau das glauben die Anhänger dieser Methode und richten sich nach vier Phasen Nerumond, Vollmond, ab- und zunehmender Mond. 

So sieht's in der Praxis aus: In den ersten beiden Phasen wird besterdings gefastet, bei zunhemendem Mond soll auf fettreiche Speisen, Fleisch und Wurst verzichtet werden. Bei abnehmendem Mond ist alles erlaubt. Und das wirkt, denn man nimmt natürlich ab, wenn man sich so oft im Monat einschränkt.

Fazit: Zumindest mal eine Diät, die wirkt, aber mit La Luna hat das wenig zu tun. Man könnte auch immer am ersten und letzten Tag des Monats fasten, sich eine Hälfte zurücknehmen und den Rest nicht – und dann hiesse das Ganze einfach «Monats-Diät».

8. Die Fletcher-Diät

So geht's in der Theorie: Hier geht es nicht um das Was, sondern um das Wie. Die Nahrung muss laut der Methode von Horace Fletcher etwa 32 Mal gekaut werden, bis sie flüssig wird und ohne schlucken in den Magen laufen kann. Auch Getränke sollten zwecks Durchmischung mit Speichel gekaut werden.

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Dieser Film-Antiheld hat die Fletcher-Methode verinnerlicht.

So sieht's in der Praxis aus: Kauen, kauen, kauen, kauen, Kopf nach hinten legen, Brei herunterlaufen lassen – bei so viel Arbeit kann man ja nur abnehmen. 

Fazit: Haben Menschen, die diese Methode anwenden, nicht automatisch Angst vor einem Fünf-Gänge-Menü? Andererseits: Angst, Kieferstarre oder Überanstrengung beim Essen helfen natürlich, wenn man ein paar Pfunde loswerden will ...

9. Die Schoggi-Diät

So geht's in der Theorie: Eine Ernährungsstudie besagt, dass Schokolade für Diätzwecke eingesetzt werden kann. Viele Medien darüber berichtet und ob der Zucker-Diät jubiliert, ohne einmal nachzufragen. 

So sieht's in der Praxis aus: Der TV-Sender arte machte dann leider publik, dass die Studie ein Fake von Journalisten war, die nachprüfen wollten, wie unbedarft Medien mit solchen Studien umgehen.

Fazit: Das schlägt auf den Magen, sorgt für Brechreiz und verdirbt den Appetit auf Lügenpresse. Vielleicht die idealste aller dämmlichen Diäten!

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    Alle Leser-Kommentare
  • kettcar #lina4weindoch 17.07.2015 16:45
    Highlight Highlight Der gute alte Nerumond...
    • KAMPFPANZER 17.07.2015 20:20
      Highlight Highlight Ich habe tatsächlich etwa 2 min und 3 Googlesuchen gebraucht bis ich endlich begriffen hatte, was es heissen sollte. Ich gehe mich jetzt schämen.
  • Sagitarius 17.07.2015 14:51
    Highlight Highlight Ich sag nur FDH!
    Das Einzige was nachhaltig wirkt!
    • dtk 20.07.2015 19:06
      Highlight Highlight Genau, eine Woche mal durchziehen und immer etwas weniger essen, auch wenn man noch hungrig wäre. Danach hat sich der Körper daran gewöhnte und die kleinere Portion ist normal und macht satt...

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