Tier
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This 2011 photo provided by People for the Ethical Treatment of Animals (PETA) shows a selfie taken by a macaque monkey on the Indonesian island of Sulawesi with a camera that was positioned by British nature photographer David Slater. The photo is part of a court exhibit in a lawsuit filed by PETA in San Francisco on Tuesday, Sept. 22, 2015, which says that the monkey, and not Slater, should be declared the copyright owner of the photos. Slater has argued that, as the “intellect behind the photos,” he is the copyright owner since he set up the camera so that such a photo could be produced if a monkey approached it a pressed the button. (David Slater/Court exhibit provided by PETA via AP)

Wurde 2011 weltberühmt: Der Affe Makake Naruto.
Bild: AP/David Slater/Court exhibit provided by PETA

Erinnerst du dich an dieses berühmte Affen-Selfie? – Jetzt wird wieder um die Rechte daran gestritten: Peta hat Klage eingereicht

Wer soll an einem Foto verdienen, das ein Makake von sich selbst geschossen hat? Die Tierschützer von Peta finden: der Affe. Deshalb haben sie nun in seinem Namen Klage eingereicht. Sehr zum Ärger des Kamerabesitzers.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Der sechsjährige Makake Naruto wurde 2011 berühmt, weltweit waren seine Fotos zu sehen. Das besondere an den Aufnahmen: Der Affe hatte selbst auf den Auslöser gedrückt, die Bilder zeigten das Tier also aus einer besonders nahen Perspektive, es schien fröhlich Grimassen in die Kamera zu schneiden. Doch wem gehören die Rechte an dem Material? Über diese Frage wird seit Jahren gestritten – jetzt kommt ein neues Kapitel hinzu.

«Da Naruto das Foto gemacht hat, gehört ihm das Copyright, wie es jedem Menschen gehören würde.»

Die Tierschutzorganisation Peta hat gemeinsam mit Antje Engelhardt vom Deutschen Primatenzentrum bei einem Bundesgericht in San Francisco Klage im Namen des Affen eingereicht. Naruto von der indonesischen Insel Sulawesi müsse zum «Urheber und Eigentümer seines Fotos» erklärt werden, heisst es darin. Das Urheberrechtsgesetz in den USA verbiete einem Tier nicht das Copyright, «und da Naruto das Foto gemacht hat, gehört ihm das Copyright, wie es jedem Menschen gehören würde». Die Tierschützer wollen sämtliche Einnahmen durch das Foto verwalten und dem Tier zugutekommen lassen.

Bei Affen-Selfies kein Copyright

Die Klage richtet sich gegen den britischen Fotografen David Slater und seine Firma. Er hatte 2011 eine Serie von Tierbildern auf Sulawesi geschossen, in einem später veröffentlichten Buch fügte er zwei von Naruto gemachte Selbstporträts hinzu. Slater argumentiert, er habe das Urheberrecht an den Fotos, weil er das Stativ aufgebaut habe und dann nur für wenige Minuten weggegangen sei – in der Zeit habe der Affe seine Kamera an sich gerissen.

Die Fotos waren unter anderem auch bei der Bildersammlung Wikimedia Commons aufgetaucht, deren Inhalte zu bestimmten Zwecken frei verwendet werden dürfen. Slater beschwerte sich über die Veröffentlichungen, doch Wikimedia weigerte sich, die Fotos zu entfernen. Auch die US-Copyright-Behörde schaltete sich ein und schrieb im vergangenen Jahr in einem ausführlichen Kompendiumsentwurf: Bei Affen-Selfies gebe es kein Copyright.

Die aktuelle Klage von Peta habe ihn «sehr traurig gestimmt», sagte Slater dem britischen «Guardian». Er selbst bezeichnet sich demnach als Kämpfer für den Tierschutz. Im vergangenen Jahr habe er beispielsweise Kopien der Affen-Selfies angeboten, 1.70 Dollar von jeder Bestellung habe er eigenen Angaben zufolge an ein Projekt gespendet, das sich für die Makaken auf Sulawesi einsetzt.

Gleichzeitig betonte Slater jedoch, dass er selbst an den Bildern verdienen wolle. Seine fünfjährige Tochter solle stolz auf ihn sein und die Copyright-Rechte eines Tages erben, um sich unter anderem ihr Studium zu finanzieren. «Ich habe sonst nicht viel, was ich ihr bieten kann.» (aar)

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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • MaskedGaijin 23.09.2015 10:21
    Highlight Highlight was meint eigentlich der affe zu der ganzen sache? bitte schickt einen reporter nach indonesien. mit liveticker.
  • Leewisman 23.09.2015 09:36
    Highlight Highlight Und wenn der Affe den Fotoapparat geklaut hätte? Hätte dann Peta auch verlangt, dass er wegen Diebstahls vor Gericht gestellt würde?
  • Luca Andrea 23.09.2015 09:34
    Highlight Highlight Stellt euch nur vor ein Tier bekommt ein copyright recht zugesprochen. wie soll das denn gehen? wer ist sein vormund?
    • rothi 23.09.2015 10:23
      Highlight Highlight Der "Besitzer". Im Falle eines Nationalparks wohl der Staat, im Falle eines privaten Parks oder Zoos wohl der Inhaber.
    • zigi97 23.09.2015 13:07
      Highlight Highlight Naja PETA stellt sich ja vor, dass das copyright nacher eigentlich ihnen gehört...
  • Too Scoop 23.09.2015 08:37
    Highlight Highlight Müsste der Affe nicht gesucht und verhaftet werden? Schliesslich benutzte er die Kamera auch ohne zu fragen, ein Dilemma! Im Ernst, die Welt ist verrückt.
  • Baba 23.09.2015 08:20
    Highlight Highlight Verstehe ich das richtig: Ein Affe hat was getan, das Geld einbringen kann...also gehört das Geld dem Affen, vertreten durch PETA. Wenn ein Affe nun was macht, das Geld kostet (ich denke da zB an die 'Saubannerzüge' von Pavianen in SA), werden die dann ebenfalls durch PETA vertreten, oder können die Affen dann nicht verantwortlich gemacht werden, weil es ja Tiere sind?

    Möchte PETA durch diese Aktion ins Gedächtnis gerufen werden? Irgendwie fällt es mir schwer zu glauben, dass sich ein Gericht in den USA mit dem Urheberrecht eines Affen befassen soll.

    Ob's den Makaken wohl interessiert?
  • Caturix 23.09.2015 08:07
    Highlight Highlight Warum in den USA sind die für die ganze Welt zuständig ? Der Fotograf kommt aus UK und das Foto wirde in Indonesien gemacht.
    Dies Tierschutzorganisation ist wircklich nicht ernst zu nehmen.
  • moe_evergreen 23.09.2015 07:15
    Highlight Highlight Are you serious?
  • Don Huber 23.09.2015 06:49
    Highlight Highlight Oje oje. Die Gier kann ja so dämlich und hässlich sein. Irgendwann verenden wir alle mal an der Gier des Menschen. Jeden Mist einklagen.

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