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ARD-Sonntagskrimi: Der letzte Leipzig-«Tatort» im Schnellcheck

Kranke Täter, kranke Kommissare: Der letzte «Tatort» aus Leipzig tischt endlich mal gross auf. Ein starker Abgang der notorischen Nervensägen Simone Thomalla und Martin Wuttke.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Was ist das Thema?

Die krankhafte Sehnsucht nach dem eigenen Kind. Von der ist ein Ehepaar befallen, das ein Mädchen entführt und sich in eine mörderische Illusion der familiären Vollkommenheit flüchtet. So wie die Ermittler Saalfeld (Simone Thomalla) und Keppler (Martin Wuttke), die einst ihr gemeinsames Kind verloren haben und noch immer einsam und verzweifelt durch die Welt treiben.

Wie blutig ist die neue Folge?

Nicht besonders blutig, aber doch verstörend.

Der letzte Leipzig-Tatort

Gibt es einen gesellschaftspolitischen Auftrag?

Nein. Hier geht es um das konsequente Ausleuchten psychologischer Abgründe.

Der beste Spruch?

Nachdem Keppler und Saalfeld herausgefunden haben, dass das Opfer in einer dreckigen Unterführung gekidnappt wurde, und Rotze an der Wand entdecken, beantragen sie beim Chef einen Massengentest. Der entgegnet erst bewundernd: «Das ist ja erstaunlich, da hat also tatsächlich jemand gestanden und geniest? Phänomenale Arbeit!» Dann bricht es wütend aus ihm heraus: «Menschenskinder, dieser Gang ist eine Kloake, da hat halb Leipzig hingeschissen, da braucht man keinen Massengentest. Das ist ein Massengentest!»

Wer sind die Verantwortlichen?

Sascha Arango ist einer der aufregendsten Drehbuchautoren der «Tatort»-Szene: Statt öde Täterrätsel zu schreiben, steigt er tief in die Psyche von kranken Tätern hinab. Nie war man Spannern, Psychopathen und Borderlinern näher. Regisseurin Claudia Garde hat mit Arango bereits einige der besten Borowski-«Tatorte» gedreht. Gerade arbeiten die beiden wieder im Team – an einer Fortsetzung des Voyeurismus-Thrillers «Borowski und der stille Gast», in dem Lars Eidinger 2012 für Furore gesorgt hat.

Und: Können wir das alles glauben?

Ja. Wobei es hier nicht um schnöden Realismus geht. Stattdessen sehen wir die Ereignisse zum Teil aus der pathologisch verzerrten und verstörend heiteren Sicht des Entführerehepaars.

Lohnt sich das Einschalten?

Unbedingt. Zum Finale laufen die notorischen Nervensägen Martin Wuttke und Simone Thomalla noch mal zu grosser Form auf.

Und wenn ich mehr über diesen Tatort wissen will?

Und wenn ich mehr über diesen «Tatort» wissen will?

Dann bitte hier weiterlesen!

«Tatort: Niedere Instinkte», Sonntag, 20.15 Uhr, ARD

(cbu)

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