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ARD TATORT: DECKNAME KIDON, Ãsterreich 2013, Regie Thomas Roth, am Sonntag (04.01.15) um 20:15 Uhr und am Montag (05.01.15) um 00:10 Uhr im ErstenMoritz Eisner (Harald Krassnitzer, li.) und der Kriminaltechniker Slavik (Stefan Puntigam, re.) staunen nicht schlecht, als der iranische Diplomat Hossein Zadeh (Massud Rahnama) einfach so in die Ermittlungen eingreift.© ORF, honorarfrei - Verwendung gemäà der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter Degeto-Sendung und bei Nennung

Untersuchungen im Diplomatenmilieu: Zeuge Hossein Zadeh (Massud Rahnama) schert sich wenig um die Bemühungen von Eisner und Co. bild: ARD

Einschalten lohnt sich

Der neue Wien-«Tatort» im Schnellcheck

Die Wiener Ermittler Fellner und Eisner geraten in diesem «Tatort» in den Agentenkrieg um das iranische Atomprogramm – samt einem Dr. No in Barock-Kostüm.

Was ist das Thema? 

Ein Artikel von

Spiegel Online

Der Spionagekrieg um das iranische Atomprogramm. In Wien wurde ein iranischer Diplomat in den Tod gestossen, Agenten des Mossad flitzen auf Motorrädern durch die Strasse, ein Dr. No in Barock-Kostüm (Udo Samel) verdealt wichtige Teile für einen Kernreaktor in den Mittleren Osten. Und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) und Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) sind auf einmal mittendrin im Agentenkrieg.

Wie blutig ist die neue Folge?

Mässig blutig, aber recht actionreich für einen «Tatort». Einmal gibt es sogar eine Verfolgungsjagd zwischen Auto und Zug.

Gibt es einen gesellschaftspolitischen Auftrag?

Ja. Es werden die Verstrickungen zwischen Politik, Wirtschaft und Waffenlobbyisten gezeigt. Allerdings bleibt das Ganze recht plakativ.

Die beste Szene?

Ein Staatsanwalt ermittelt gegen einen Waffenhändler und seine 15 Top-Anwälte. Auf dem Tisch des überforderten Anklägers lagern 300'000 Seiten Akten. Wie gesagt: ein plakativer «Tatort». Aber diese Szene zeigt noch einmal trocken den Frust des ungleichen Kampfes. 

Wer sind die Macher?

Regisseur Thomas Roth ist vor allem für seine Episoden des Ösi-Ermittlers «Trautmann» bekannt. Er inszenierte auch den Wien-«Tatort» «Exitus». Drehbuchautor Max Gruber lieferte die Story zum Eisner-Krimi «Operation Hiob». Leider holen sie trotz einer gewissen Routine nicht das Beste aus dem österreichischen «Tatort» heraus. 

Und: Können wir das alles glauben?

Naja. Die Verweise aufs iranische Atomprogramm sind plausibel, es gibt viele Verbindungen zu realen Vorgängen, aber einige Übertreibungen nehmen dem Politthriller die Schärfe. 

Lohnt das Einschalten?

Trotz Schwächen in der Figurenzeichnung respektabel - der Wiener «Tatort» mit Fellner und Eisner kann ja gar nicht ganz schlecht sein. Doch das Ende, von dem wir an dieser Stelle nicht zu viel verraten wollen, ist wirklich problematisch. 

Und wenn ich mehr über diesen «Tatort» wissen will? 

Dann bitte bei spiegel.de weiterlesen!



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