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Kulturplatz
mit Moderator Harald Schmidt
11.2.2015
In der Kirche von Büsingen

Copyright: SRF/Marion Nitsch
NO SALES
NO ARCHIVES

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Hier rettete Harald Schmidt den Schweizer «Kulturplatz», das war sehr nett von ihm.
bild: srf

Neee!!! Harald Schmidt kriegt einen Job im «Tatort» – wie blöd ist das denn?

Der SWR hat bekannt gegeben, dass Harald Schmidt ab 2016 im neuen «Tatort»-Team von Freiburg mitmachen wird. Damit wären wir dann bei 22 Teams. Super.



Selbstverständlich ist Harald Schmidt ein grossartiger Mensch. Einer der Schlausten. Einer der Charmantesten. Einer der Legendärsten. Einer der ... Ach, er ist in einem Übermasse super. Aber: Harald Schmidt ist ein schlechter Schauspieler. Einer der Schlechtesten. Einer, der selbst aus der nicht gerade mit Hochkarätern gesegneten Crew des TV-Evergreens für die Ü85-Zuschauerschaft, dem «Traumschiff», als Kreuzfahrtdirektor Oskar noch negativ heraussticht.

Vielleicht ja, weil er dafür viel zu schlau ist. Weil das eine Meta-Performance ist, die er da macht. Weil einer heutzutage im Fernsehen ja gar nicht so provinzbühnenhaft mittelmässig sein kann, wie Harald Schmidt das ist. Aber vielleicht auch einfach, weil ihm das nicht liegt. Und jetzt kommt mir bloss nicht damit, dass er doch manchmal auch Theater spielt! Kein Mensch geht da hin, um einen tollen Schauspieler zu sehen. Alle gehen hin, um einen Promi zu sehen.

Oh, was spielen wir denn da? Ach, «Traumschiff»!
Bild: zdf

Und deshalb muss er jetzt «Tatort»-Kommissar in Freiburg werden. Nein, nicht Kommissar. Bloss Kriminaloberrat. Also einer dieser ekligen Büro-Oberchefs. Das ist, mit Verlaub, nur eine ganz knapp bessere Idee, als die kurzlebige Absicht, Xavier Naidoo zum ESC zu schicken. Ganz knapp! Nicht nur wegen Schmidt. Aber auch. Sagen wir ungefähr drittens. Aber erstens, weil dass dann sehr wahrscheinlich wieder so ein Doof-«Tatort» wird, so wie Münster, und zweitens, weil es sich damit dann bereits um das 22. aktuell amtierende «Tatort»-Team handelt.

22! Das gibt dann pro Jahr und Team und mit allen «Polizeiruf»-Unterbrechungen etc. höchstens eine bis zwei Folgen pro Team. Das hat ja alles nicht mal mehr den Hauch einer Chance auf Kontinuität! Wie lange mussten wir auf Teil zwei des ultragenialen Kieler Plots «Sibel Kekilli wird von Lars Eidinger verfolgt» warten? Eineinhalb Jahre? Wieviel Mist mussten wir dazwischen ertragen?

ARD/NDR TATORT: BOROWSKI UND DIE RÜCKKEHR DES STILLEN GASTES, am Sonntag (29.11.15) um 20:15 Uhr im ERSTEN.
Klaus Borowski (Axel Milberg, re.) gewinnt das Vertrauen von Kai Korthals (Lars Eidinger, li.).
© NDR/Philip Peschlow, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter NDR-Sendung bei Nennung

Zuviele Teams verderben die Kontinuität: Auf diese Kieler Folge mussten wir viel zu lange warten.
Bild: NDR Presse und Information

Und wieso gibt es pro Jahr gefühlte fünf Luzerner und drei Konstanzer Folgen, obwohl man eigentlich beide gar nicht haben will? Und jetzt kommt noch ein lustiges Lückenbüsser-Team mehr? Und wieso müssen wir überhaupt alle zwei Monate ein neues Team kennen lernen? Wo doch sowieso Köln, München, Kiel, Wien, Stuttgart und Dortmund die besten sind? Warum schreibt nicht mal wieder endlich wer ein richtig gutes Drehbuch für Lena Odenthal? Und welches Team wird schon wieder als nächstes weggespart? Eines? Keines?

Wahrscheinlich kriegt irgendwann jeder einen Job im «Tatort». Sicher auch Boris Becker oder der Carmen Geiss. Oder waren die sogar schon mal drin? Aber egal. Zum Hinsehen wird ja keiner gezwungen.

Harald Schmidt beim Tatort - In welche Richtung zeigt dein Daumen?

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