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Die junge Frau, eine unbekannte Berner Patrizierin, sitzt an ihrem Toilettentisch mit Spiegel, Haarbürsten, Schmuck und Dosen. Sucht ihr Blick die Zofe, die ihr bei der morgendlichen Toilette hilft? Oder empfängt die Dame in ihrem Schlafzimmer bereits Gäste, die ihr bei der langwierigen «Morgentoilette» Gesellschaft leisten? Letzteres war jedenfalls nicht unüblich, ja in höchsten adeligen Kreisen sogar Usus. Bis hin zu Gesprächen, die ungehemmt vom «Nachtstuhl» aus geführt wurden. Porträt von Emanuel Handmann, Bern um 1765.

Bild: Stiftung Schloss Jegenstorf