Ukraine
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People, including relatives and friends of Russian soldiers serving in the paratroopers unit, gather outside its military base in the city of Kostroma, central Russia, August 29, 2014. The mothers and relatives of Russian paratroopers on Thursday called on military officials to provide information about servicemen in the same division as those detained in Ukraine earlier this week. REUTERS/Anatoly Zhukov (RUSSIA - Tags: POLITICS CIVIL UNREST CONFLICT MILITARY)

Bild: STRINGER/RUSSIA/REUTERS

Russland betrachtet Soldatenmütter als «ausländische Agenten»

Sie wollen wissen, wo sich ihre Söhne befinden und werden dafür nun abgestraft: Das russische Justizministerium hat eine Gruppe von Soldatenmüttern als «ausländische Agenten» eingestuft - das erschwert ihnen den Zugang zu Armee-Informationen.

Ein Artikel von

Spiegel Online

Das Justizministerium in Moskau stuft eine Gruppe namens «Soldatenmütter von St. Petersburg» als «ausländische Agenten» ein. Die Mütter hatten zuvor vom Kreml Auskunft über den Aufenthaltsort ihrer Söhne verlangt.

Das «Komitee der Soldatenmütter» war eine der bekanntesten Nichtregierungsorganisationen in Russland in den Neunzigerjahren. Nun ist sie wieder in Erscheinung getreten. Die Mütter fürchten, dass Moskau ihre Söhne in den Krieg in der Ostukraine schickt. Russische Medien berichten von bis zu mehreren Hundert Eltern, die den Kontakt zu ihren Wehrdienst leistenden Söhnen verloren haben.

«Diese Entscheidung wird unsere Arbeit natürlich erschweren», sagte einer der Vertreter der Gruppe, Alexander Gorbatschow. «Es wird schwerer für uns, Informationen von der Armee, von militärischen Strukturen, zu bekommen.»

Mütter in Moskau

Während Kiew und seine westlichen Unterstützer inzwischen von einer militärischen Intervention Russlands in der Ostukraine sprechen, bestreitet Moskau weiterhin die Präsenz russischer Truppen in dem Gebiet. Am Freitag sagte ein Vertreter des russischen Verteidigungsministeriums laut der Nachrichtenagentur Interfax, die Gruppe der Soldatenmütter verbreite «ukrainische Propaganda».

Die Vorsitzende der Soldatenmütter, Ella Poljakowa hatte im Oppositions-Fernsehsender Doschd gesagt, in St. Petersburg seien etwa hundert verletzte russische Soldaten eingetroffen. Es sei nicht klar, woher sie kämen. Kiew wiederum hatte zu Wochenbeginn mitgeteilt, zehn russische Fallschirmjäger auf ukrainischem Gebiet gefasst zu haben. Russland erklärte, diese hätten die Grenze versehentlich überquert. (kha/AFP)



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