Ukraine
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epa04632083 Polish President Bronislaw Komorowski (2-L), Prime Minister of Ukraine Arseniy Yatsenyuk (L), President of Ukraine Petro Poroshenko (4-L) and his wife Maryna (3-L), President of the Federal Republic of Germany Joachim Gauck (C), European Council President Donald Tusk (2-R) and President of Lithuania Dalia Grybauskaite (R)  attend in the March of Dignity in Kiev, Ukraine, 22 February 2015 at the commemorations marking the first anniversary of the Maidan protest that brought an end to the rule of President Viktor Yanukovych who subsequently fled to Russia.  EPA/Jacek Turczyk POLAND OUT

«Marsch der Würde» in Kiew. Zur selben Zeit ist in Charkow auf einer Maidan-Gedenkveranstaltung ein Anschlag verübt worden. Bild: EPA/PAP

«Anti-Terror-Operation»

Nach Anschlag bei Maidan-Gedenkmarsch in Charkow: Vier Personen verhaftet

Bei einer Explosion auf einer Maidan-Gedenkveranstaltung in Charkow sind mindestens zwei Menschen gestorben. Zunächst hatten die Behörden von drei Toten gesprochen. Derweil fand in Kiew der «Marsch der Würde» statt.

Während in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mit einem «Marsch der Würde» der Opfer der Massenproteste vor einem Jahr gedacht wird, haben Spezialeinheiten im ostukrainischen Charkow mit einer «Anti-Terror-Operation» begonnen.

Beim Anschlag während des «Marsch der Einheit» sind zwei Menschen ums Leben gekommen, mindestens neun wurden verletzt. Zunächst hatten die Behörden von drei Toten gesprochen, diese Zahl dann aber nach wenigen Stunden nach unten korrigiert. 

Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP sah zwei Leichen, die auf dem Boden lagen und mit ukrainischen Flaggen abgedeckt waren. Der Sprengsatz sei aus einem fahrenden Auto in die Menschenmenge geworfen worden, teilte die Staatsanwaltschaft unter Berufung auf Augenzeugen mit. Die Polizei bezeichnete die Tat als Terroranschlag, ohne nähere Angaben zu machen.

Nun ist es zu ersten Verhaftungen gekommen: «Vier an der Sprengung wurden festgenommen und zahlreiche Waffen, darunter ein Granatwerfer, sichergestellt», teilte der Sicherheitsrat in Kiew am Sonntag örtlichen Medien zufolge mit. 

«Marsch der Würde» in Kiew

Ukraine's President Petro Poroshenko (C) waves to the audience as he attends a memorial rally to commemorate people who were killed during the uprising on Maidan square a year ago, in Kiev in this February 22, 2015 handout photo provided by the Ukrainian Presidential Press Service.  REUTERS/Mykhailo Markiv/Ukrainian Presidential Press Service/Handout via Reuters (UKRAINE - Tags: POLITICS CIVIL UNREST MILITARY CONFLICT ANNIVERSARY) ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS IMAGE. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. THIS PICTURE IS DISTRIBUTED EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS

Poroschenko am «Marsch der Würde» in Kiew. Bild: HANDOUT/REUTERS

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew hat ein «Marsch der Würde» in Erinnerung an die Opfer der prowestlichen Massenproteste vor einem Jahr begonnen. Zu dem Gedenken hatte Präsident Petro Poroschenko mehrere Staatschefs anderer Länder eingeladen. 

Zu Beginn der Veranstaltung ging Poroschenko am Sonntag mit den Ehrengästen sowie Tausenden weiteren Teilnehmern an Gedenkstätten für die Opfer vorbei in Richtung Maidan (Unabhängigkeitsplatz). Viele Teilnehmer schwenkten die ukrainische Nationalflagge, einige trugen Plakate mit der Aufschrift «Wir sind Europa» oder «Ruhm den Helden». 

Im Zentrum der Millionenstadt waren bei den Protesten gegen den damaligen Präsidenten Viktor Janukowitsch mehr als 100 Menschen getötet worden. (sda/dpa/reu/afp) 

Ukrainian President Petro Poroshenko, second right foreground, speaks with guests in front of a Russian-made grenade launchers that are reported as seized by Ukrainian troops in eastern Ukraine at an open-air exhibition in Kiev, Ukraine, in Kiev, Ukraine, Sunday, Feb. 22, 2015. Russian-made military trophies seized or destroyed by the Ukrainian troops are being exhibited in the Ukrainian capital as the authorities are exhibiting alleged evidence of Russia's military presence in Ukraine's east, the fact that Russia have still denied, Ukrainian officials said. Lithuanian President, Dalia Grybauskaite, third right foreground, and European Council President Donald Tusk, fourth right foreground, Latvian Prime Minister, Laimdota Straujuma, fifth right foreground, listen. (AP Photo/ Mykola Lazarenko, pool)

Poroschenko zeigt seinen Gästen die Reliquien der Revolution auf dem Maidan-Platz. Bild: AP/Presidential Press Service



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    Alle Leser-Kommentare
  • Lowend 22.02.2015 20:12
    Highlight Highlight Für alle Russenfreunde hier ein nettes Interview mit Igor Girkin, einem russischem Geheimdienstoberst und zeitweiligen "Verteidigungsminister" der "Volksrepublik Donezk":

    http://www.sueddeutsche.de/politik/russischer-geheimdienstler-zur-ostukraine-den-ausloeser-zum-krieg-habe-ich-gedrueckt-1.2231494
  • Ivan Erceg 22.02.2015 18:34
    Highlight Highlight Souveräner Staat? Ja nur das er überfüllt mit Nationalisten ist die anders abstammende Menschen Kinder und Frauen inkl. Abschlachten. Und das nennst du Souverän?
    • Stratosurfer 22.02.2015 21:41
      Highlight Highlight Ich denke Sie meinen die Rechtsnationalisten, welche sowohl in der Regierung, als auch in der Bevölkerung in der Minderheit sind. Der Hauptanteil der Ukrainischen Wähler sind EU-Befürworter, was von der Moskauer Berichterstattung regelmässig ausgeblendet wird. Auch wenn das Putins Medien gebetsmühlenartig runterleiern: Nach der Maidan-Revolte gab es keine nennenswerten Übergriffe auf Russische Minderheiten. Weder auf der Krim, noch in der Ostukraine.
  • Ivan Erceg 22.02.2015 16:47
    Highlight Highlight Natürlich waren es wieder die bösen Russen. Wer sonst. Ist ja schon klar bevor es überhaupt passiert.
    • Citation Needed 22.02.2015 17:21
      Highlight Highlight steht ja gar nichts von Russen im Artikel. Zumindest bis jetzt nicht.
    • Stratosurfer 22.02.2015 17:26
      Highlight Highlight Eventuell liegt ihr leicht sarkastischer Verdacht daran, dass sich Russland soeben sang und klanglos einen Teil dieses souveränen Staates in die Tasche gesteckt hat?
    • hereal 22.02.2015 18:56
      Highlight Highlight wer soll es sonst gewesen sein...?
      niemand sonst hat ein interesse,die legitime regierung der ukraine zu destabilisieren...

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