Ukraine
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04571166 Ukrainian servicemen patrol the streets of Debaltsevo, Donetsk area, Ukraine, 20 January 2015. Ukraine offered an immediate ceasefire to Russia, after Moscow claimed that Kiev rejected a fresh peace initiative by Russian President Vladimir Putin. Foreign Minister of Ukraine Pavlo Klimkin said in a statement that Ukraine wants Moscow to commit itself to implementing the peace accords signed in the capital of Belarus in September. The Russian Foreign Ministry retorted that Kiev should first withdraw heavy weapons from the front line, as stipulated in the accords.  EPA/ANASTASIA VLASOVA

Ukrainische Regierungstruppen patrouillieren in den Strassen von Debalzewo.  Bild: ANASTASIA VLASOVA/EPA/KEYSTONE

5 Tote in Mariupol 

Brüchige Waffenruhe: Kiew verweigert geplanten Waffenabzug von der Front



Die ukrainische Armee hat den in den Verhandlungen von Minsk vereinbarten Abzug schwerer Waffen vorerst ausgeschlossen. Der für Montag geplante Beginn des Waffenabzugs von der Frontlinie stehe momentan nicht zur Debatte, erklärte Armeesprecher Wladislaw Selesniow in Kiew. Er begründete dies mit versuchten Panzerangriffen und anhaltendem Beschuss durch die prorussischen Rebellen.

Verstösse gegen Waffenruhe

Im Kriegsgebiet Ostukraine haben sich die Militärführung in Kiew und die prorussischen Separatisten Verstösse gegen die Waffenruhe vorgeworfen. Die Armee sprach am Montag von 31 Angriffen der Aufständischen innerhalb von 24 Stunden. Die Regierungstruppen hätten im selben Zeitraum mindestens 27 Mal das Feuer eröffnet, sagte Separatistenführer Eduard Bassurin der Agentur Interfax zufolge.

Reporter an der Front: Die Waffen bleiben nicht stumm

In Mariupol sind am Montagvormittag fünf ukrainische Sicherheitskräfte getötet worden. 22 weitere wurden verletzt. «Es gibt Mörserbeschuss in Mariupol», sagt ein Armeesprecher. Das berichtet der Nachrichtensender CNN unter Berufung auf den Armeesprecher.

In Donezk war die Lage zunächst ruhig. In der Stadt Debalzewo, auf die sich die Spannungen nach Beginn der offiziellen Kampfpause am Sonntag konzentrieren, hätten die Separatisten ein Gebäude der Miliz mit einem Artilleriegeschoss getroffen, sagte ein Mitarbeiter des Innenministeriums. 

Der Generalstab in Kiew teilte mit, die Lage an dem Verkehrsknotenpunkt sei weitgehend unter Kontrolle. «Wir können unsere Stellungen in Debalzewo mit Munition und Lebensmitteln versorgen», sagte Sprecher Wladislaw Selesnjow.

Die Aufständischen behaupteten weiter, bei Debalzewo seien bis zu 8000 ukrainische Soldaten eingekesselt. Separatistensprecher Denis Puschilin schlug einen Korridor vor, über den die Soldaten das Gebiet verlassen könnten. Zuvor müssten sie aber ihre Waffen niederlegen. Derzeit werde bei der Stadt weiter gekämpft, sagte er. 

(meg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Nahe bei Donezk

Explosion in ukrainischer Mine – 17 Bergleute sterben

Bei der Explosion in einem ostukrainischen Kohlebergwerk sind mindestens 17 Menschen getötet worden. Ein Sprecher der Rettungskräfte sagte am Mittwochabend der Nachrichtenagentur RIA Nowosti, von den 32 noch Verschütteten in der Region Donezk seien 16 tot aufgefunden worden.

Zuvor war bereits eine Leiche geborgen worden. Das Schicksal der anderen 16 Vermissten sei noch unklar. Zum Zeitpunkt des Unglücks am frühen Morgen befanden sich mehr als 200 Bergarbeiter in den Stollen. 

Zuvor hatte …

Artikel lesen
Link zum Artikel