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Ukrainische Regierungstruppen patrouillieren in den Strassen von Debalzewo. 
Ukrainische Regierungstruppen patrouillieren in den Strassen von Debalzewo. Bild: ANASTASIA VLASOVA/EPA/KEYSTONE
5 Tote in Mariupol 

Brüchige Waffenruhe: Kiew verweigert geplanten Waffenabzug von der Front

16.02.2015, 10:0716.02.2015, 13:09

Die ukrainische Armee hat den in den Verhandlungen von Minsk vereinbarten Abzug schwerer Waffen vorerst ausgeschlossen. Der für Montag geplante Beginn des Waffenabzugs von der Frontlinie stehe momentan nicht zur Debatte, erklärte Armeesprecher Wladislaw Selesniow in Kiew. Er begründete dies mit versuchten Panzerangriffen und anhaltendem Beschuss durch die prorussischen Rebellen.

Verstösse gegen Waffenruhe

Im Kriegsgebiet Ostukraine haben sich die Militärführung in Kiew und die prorussischen Separatisten Verstösse gegen die Waffenruhe vorgeworfen. Die Armee sprach am Montag von 31 Angriffen der Aufständischen innerhalb von 24 Stunden. Die Regierungstruppen hätten im selben Zeitraum mindestens 27 Mal das Feuer eröffnet, sagte Separatistenführer Eduard Bassurin der Agentur Interfax zufolge.

In Mariupol sind am Montagvormittag fünf ukrainische Sicherheitskräfte getötet worden. 22 weitere wurden verletzt. «Es gibt Mörserbeschuss in Mariupol», sagt ein Armeesprecher. Das berichtet der Nachrichtensender CNN unter Berufung auf den Armeesprecher.

In Donezk war die Lage zunächst ruhig. In der Stadt Debalzewo, auf die sich die Spannungen nach Beginn der offiziellen Kampfpause am Sonntag konzentrieren, hätten die Separatisten ein Gebäude der Miliz mit einem Artilleriegeschoss getroffen, sagte ein Mitarbeiter des Innenministeriums. 

Der Generalstab in Kiew teilte mit, die Lage an dem Verkehrsknotenpunkt sei weitgehend unter Kontrolle. «Wir können unsere Stellungen in Debalzewo mit Munition und Lebensmitteln versorgen», sagte Sprecher Wladislaw Selesnjow.

Die Aufständischen behaupteten weiter, bei Debalzewo seien bis zu 8000 ukrainische Soldaten eingekesselt. Separatistensprecher Denis Puschilin schlug einen Korridor vor, über den die Soldaten das Gebiet verlassen könnten. Zuvor müssten sie aber ihre Waffen niederlegen. Derzeit werde bei der Stadt weiter gekämpft, sagte er. 

(meg/sda/dpa)

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