bedeckt
DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
UNO
Gesellschaft & Politik

Kinder in Industrieländern leiden unter der Finanzkrise – Schweiz macht Fortschritte

Rumänische Kinder verdingen sich als Strassenmusiker in Bukarest – obwohl im osteuropäischen Land die Kinderarmut in den letzten Jahren zurückgegangen ist, leben immer noch unzählige Kinder unter mens ...
Rumänische Kinder verdingen sich als Strassenmusiker in Bukarest – obwohl im osteuropäischen Land die Kinderarmut in den letzten Jahren zurückgegangen ist, leben immer noch unzählige Kinder unter menschenunwürdigen Bedingungen.Bild: AP
Unicef-Studie

Kinder in Industrieländern leiden unter der Finanzkrise – Schweiz macht Fortschritte

Die Finanzkrise hat seit 2008 auch in Industrieländern zahlreiche Kinder in die Armut gestürzt. Laut einem Bericht des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF ist in 23 von 41 Industrieländern die Zahl der Kinder, die in Armut leben, angestiegen.
28.10.2014, 12:1928.10.2014, 15:34

Rund 76,5 Millionen Kinder leben in den 41 reichsten Ländern der Erde in Armut, heisst es in dem Bericht, den UNICEF am Dienstag in Genf und Rom vorstellte. Gegenüber dem Jahr 2008 ist deren Zahl um 2,6 Millionen angestiegen.

Ein Verwandter fährt mit einem Kind spazieren – Elendsviertel ausserhalb von Madrid.
Ein Verwandter fährt mit einem Kind spazieren – Elendsviertel ausserhalb von Madrid.Bild: SUSANA VERA/REUTERS

Die Sparmassnahmen in verschiedenen Ländern hätten dazugeführt, dass weniger Sozialausgaben an Familien flössen, schreibt UNICEF. Im Zusammenwirken mit Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung führte dies dazu, dass das mittlere Einkommen von Haushalten mit Kindern in fast der Hälfte der Industrieländer geschrumpft ist.

Ein Kind spielt in einer Hausruine in Tiszavasvari, einer Roma-Siedlung in der Nähe von Budapest.
Ein Kind spielt in einer Hausruine in Tiszavasvari, einer Roma-Siedlung in der Nähe von Budapest.Bild: LASZLO BALOGH/REUTERS

Schlechte Ausbildungschancen

Die Krise traf die Kinder und Jugendlichen auch sonst hart. Die Zahl derer, die weder Ausbildung noch Studium absolvierten oder keiner Arbeit nachgingen, sei in mehreren Ländern angestiegen. In der Europäischen Union waren 7,5 Millionen junge Menschen in dieser misslichen Lage. Die Jugendarbeitslosigkeit stieg in 34 von 41 Ländern an.

Fortschritt in der Jugendarbeitslosigkeit

Fortschritt in der Kinderarbeitslosigkeit (Zeitraum: 2008-2012).
Fortschritt in der Kinderarbeitslosigkeit (Zeitraum: 2008-2012).Bild: unicef

Am stärksten stieg die Kinderarmut laut dem UNICEF-Bericht in Island, Griechenland, Lettland, Kroatien, Irland, Litauen, Spanien, Luxemburg, Italien, Estland, Mexiko, Frankreich und Ungarn.

Fortschritt in der Kinderarmut (Zeitraum: 2008-2012).
Fortschritt in der Kinderarmut (Zeitraum: 2008-2012).Bild: unicef

Es gab allerdings auch Fortschritte zu verzeichnen: In 18 der Länder ging die Zahl der in Armut lebenden Kinder zurück, so auch in der Schweiz. Nur in Chile, Polen, Australien und der Slowakei verringerte sich die Zahl der in Armut lebenden Kinder stärker, als in der Schweiz. (wst/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!