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Uno warnt vor ethnischen Säuberungen

1,6 Millionen Menschen in Zentralafrika brauchen dringend Nahrung 



epa04074221 A cargo airplane of the World Food Programme (WFP) flies over a refugee camp for internally displaced persons as it touches down at the Airport of Mpoko in Bangui, Central African Republic, 13 February 2014. The humanitarian crisis in the Central African Republic has reached 'unspeakable proportions,' UN refugee chief Antonio Guterres said the previous day in the capital Bangui, as the organization started airlifting food aid into the country. The UN World Food Programme (WFP) began airlifting food into Bangui, aiming to bring in 1,800 tons of cereals over the next four weeks to feed 150,000 people for a period of one month.  EPA/LEGNAN KOULA

Ein Flugzeug bringt Nahrung in ein Flüchtlingslager in der Zentral Afrikanischen Republik Bild: Keystone

Wegen der blutigen Unruhen in der Zentralafrikanischen Republik brauchen rund 1,6 Millionen Menschen dringend Nahrung. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und des Welternährungsprogramm (WFP), der am Montag in Rom vorgestellt wurde. 

Der Konflikt habe «Existenzen zerstört, zu Verlust von Lebensmitteln, gewerblichen Anbauflächen, Viehbeständen und wesentlichen Produktionsbeständen» im ganzen Land geführt, hiess es darin. 

Nach Einschätzung der UNO ist eine «lange und teure» humanitäre Mission notwendig, um der wachsenden Zahl der Hilfsbedürftigen zu begegnen und die zerstörten Existenzen in dem stark landwirtschaftlich geprägten Land wiederaufzubauen. Als erstes müsse die Gewalt gestoppt werden, erklärte WFP-Chefökonom Arif Husain. 

In this photo taken Tuesday, April 1, 2014 and released by the World Food Programme (WFP), a WFP plane drops food supplies from the air in Nyal, Unity State, South Sudan. Desperate South Sudan villagers, fleeing fighting across the country, are eating grass and roots to survive as WFP starts costly air drops of food, three times more expensive than road deliveries, to northern parts of the country, straining the ramped-up humanitarian response because only a third of the U.N.'s requested $1.27 billion has been raised for the crisis. (AP Photo/WFP, Giulio d'Adamo)

So wird Nahrung in die betroffenen Gebiete gebracht Bild: Keystone

Dann müsse bei der Rettung von Menschenleben und dem Wiederaufbau geholfen werden. «Jeder Tag, der vorübergeht, macht Nothilfe noch schwieriger und teurer und führt zum Tod weiterer unschuldiger Menschen.»

Am Samstag hatte UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon bei einem Besuch in Zentralafrika vor einem «Völkermord» gewarnt. Eine «ethnisch-religiöse Säuberung» sei in der Zentralafrikanischen Republik «eine Realität», fügte Ban an. 

Er forderte die Entsendung einer 12'000 Mann starken UNO-Truppe bis Ende des Jahres, um den Konflikt einzudämmen. Ban zeigte sich zuversichtlich, dass der UNO-Sicherheitsrat dazu «in einigen Tagen» eine Entscheidung treffen werde. 

4,6 Millionen Flüchtlinge

Vergangene Woche hatte die Europäische Union offiziell den Startschuss für eine EU-Militärmission in dem Krisenstaat gegeben. Bis zu tausend Soldaten sollen Teile der Hauptstadt Bangui und den dortigen Flughafen sichern. 

Interim President of the Central African Republic Catherine Samba-Panza (L) talks with United Nations (UN) Secretary General Ban Ki-moon (R) at the start of an European Union (EU)-Africa summit in Brussels April 2, 2014. Leaders from Africa and the EU countries met to discuss cooperation. REUTERS/Francois Lenoir (BELGIUM - Tags: POLITICS)

Uno-Generalsekretär Ban Ki-Moon befürchtet einen Völkermord Bild: Reuters

Bis die Mission Eufor-RCA aber voll einsatzfähig ist, dürften nach Diplomatenangaben noch Wochen vergehen. Derzeit sind rund 2000 französische Soldaten und 6000 Soldaten der Afrikanischen Union in Zentralafrika im Einsatz. Sie sollen von der UNO-Blauhelmtruppe abgelöst werden. 

In Zentralafrika wütet ein blutiger Konflikt zwischen christlichen und muslimischen Bevölkerungsgruppen. Rund ein Viertel der 4,6 Millionen Einwohner des Landes sind derzeit auf der Flucht. (jas/sda/afp) 

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