Unvergessen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
JAHRHUNDERTRUECKBLICK SPORT  === SCHWIMMEN JOHNNY WEISSMUELLER === Johnny Weissmueller as Tarzan, Maureen O'Sullivan as Jane, and chimpanzee Skippy, pictured 1936 in a scene from a 'Tarzan' movie. Swimming champion Johnny Weissmueller, who later interpreted 'Tarzan' in the movies, was a five-time Olympic champion (1924 in Paris and 1928 in Amsterdam). During his swimming career, Johnny Weissmueller captured 20 US titles and broke 67 world records. (KEYSTONE/AP/Str)  ===  ===

Schwimmer und Schauspieler Johnny Weissmüller

Unvergessen

Tarzan hat fünf Goldmedaillen und ist ein Leben lang kein einziges Mal besiegt worden

6. März 1923: Der spätere Tarzan-Darsteller Johnny Weissmüller schwimmt in Connecticut (USA) den 47. seiner insgesamt 67 (!) Weltrekorde. 



Johnny Weissmüller (1904 bis 1984) ist bei Weitem nicht der erfolgreichste Schwimmer. Michael Phelps hat zwischen 2004 und 2012 bei Olympischen Spielen 22 Medaillen geholt (18 Gold/2 Silber/2 Bronze). In der ewigen Schwimm-Bestenliste taucht Johnny Weissmüller mit fünf Goldmedaillen (1924 in Paris und 1928 in Amsterdam) nur als Nummer 13 auf.

Aber er hat mehr Charisma als jeder andere, der je in Badehosen ein Held geworden ist. Johnny Weissmüller wurde 1904 in Freidorf (später Timisoara) in Rumänien geboren. Weil er befürchtete, die rumänische Herkunft könnte ihm schaden, hat er als Geburtsort stets Windber, Pennsylvania (USA) angegeben. 

Im Januar 1905 kam seine Familie in New York an, lebte erst in Windber und liess sich später in Chicago nieder. 1924 in Paris war Johnny Weissmüller mit drei Goldmedaillen im Schwimmen und Bronze im Wasserball nach Paavo Nurmi der Superstar der Spiele. Nach zwei weiteren Goldmedaillen 1928 in Amsterdam (wo er auch Fahnenträger der US-Delegation war) trat er vom Schwimmsport zurück. 

Ein Leben lang unbesiegt

Was Johnny Weissmüller von allen anderen Sporthelden unterscheidet: Er hat in seiner ganzen Karriere jeden – jeden! – offiziellen Wettkampf gewonnen, an dem er teilgenommen hat. Er ist also nie von einem Gegner besiegt worden. Er gewann 52 US- Meistertitel, schwamm 67 Weltrekorde, holte fünfmal Olympisches Gold (die Bronze-Medaille holte er im Wasserball). 

Die oft erwähnte Anzahl von 51 Weltrekorden hat sich inzwischen, nach vielen Forschungen in den Archiven, auf 67 erhöht. Als erster Mensch schwamm er 100 Meter unter einer Minute – vor allem, weil er den Crawl-Stil perfektionierte. Er hatte mit dem Schwimmen begonnen, weil er kränklich war. Die Ärzte hatten seine Lebenserwartung auf bloss 30 Jahre geschätzt. 

Nächste Station: Hollywood

Eine weltberühmte Persönlichkeit wurde er allerdings nicht als Sportler. Sondern als Filmstar. 1928 war er vom Sport zurückgetreten und ging auf Empfehlung seiner Berater vorerst als Werbemodel nach Hollywood. Um dort auf eine Chance im Film zu warten. Und die kam zu Beginn der 1930er Jahre. 

MAG hatte schon sieben mässig erfolgreiche Tarzan-Filme gedreht. Als das Zeitalter der Tonfilme begann, wollte die Regie die männliche Hauptrolle «Tarzan» unbedingt mit einem Spitzensportler besetzen. Doch der dafür ausgewählte Herman Brix (1906 – 1973), Olympiazweiter 1928 im Kugelstossen, fiel mit einer gebrochenen Schulter aus. Er machte später unter dem Namen Bruce Bennett in Hollywood Karriere. 

Das Pech des Herman Brix war das Glück des Johnny Weissmüller. Regisseur Cyril Hume hatte den Olympiahelden in einem Hotel-Swimming-Pool entdeckt. Johnny Weissmüller hatte im Film allerlei Abenteuer zu bestehen. Die schöne Jane war zu befreien und er musste vor Krokodilen davon schwimmen. 

Knapper Schurz, grosser Erfolg

Der Film lief 1932 an und war eine Sensation. Denn Tarzans Lendenschurz war so knapp geschnitten, dass Johnny Weissmüllers Bauchnabel frei blieb. Die amerikanischen Bischöfe waren ausser sich und erwirkten, dass der Bauchnabel zwei Jahre lang abgedeckt werden musste. 

FILE - In this 1948 file photo, actress Linda Christian appears with Johnny Weissmuller as Tarzan in

Weissmüllers knapper Lendenschurz sorgte in den USA für Wirbel. Bild: Keystone

Das Publikum war entzückt und Johny Weissmüller lief selbst Herzensbrechern wie Clark Gable und Gary Cooper den Rang ab. Er bekam von MGM einen Siebenjahresvertrag, obwohl seine Dialoge wegen seiner rauen Stimme auf ein Minimum beschränkt werden mussten.

Seinen ersten Film machte Weissmüller 1932 («The Apeman») und den letzten 1954 («Jungle Jim»). Er stand in zwölf Tarzan-Filmen vor der Kamera und verdiente während seiner 17-jährigen Filmkarriere schätzungsweise zwei Millionen Dollar – für die damalige Zeit eine ungeheure Summe. 

Supermann mit Schattenseiten

Doch in der Zeit der Studenten-Unruhen wurde der Held vom Sockel gestürzt. 1970 protestierten Studenten der Yale-Universität in New York gegen die Aufführung des Kult-Filmes «Tarzan the Apeman». Weil dieser Streifen ein Symbol weisser Überheblichkeit und des Rassismus sei. Sie blockierten ein Kino und schlugen den anwesenden Johnny Weissmüller in die Flucht. Es war dies der Anfang seines Abstieges. 

1971: Weissmüller in Begleitung seiner Frau und Schimpansin Cheetah im ZDF-Sportstudio Video: Youtube/sportstudio

Das Privatleben des Olympia- und Filmhelden verlief nicht minder turbulent. Sein Geld brachte er mit Frauen und Scheidungen durch. Johnny Weissmüller war mit Bobbe Arnst, Lupe Vélez, Beryl Scott, Alleen Gates und Maria Baumann insgesamt fünf Mal verheiratet. 

Mit seiner dritten Ehefrau Beryl Scott hatte er drei Kinder. 1979 wurde er bevormundet und in ein Altersheim für verarmte Hollywood-Schauspieler eingewiesen. Er fühlte sich indes nicht wohl und verbrachte seine letzten Lebensjahre in Acapulco (Mexiko). Dort verstarb Johnny Weissmüller 1984 verarmt nach mehreren Schlaganfällen.

Beim Absenken seines Sarges ertönte auf Wunsch seiner Frau Maria Baumann sein weltberühmter Dschungelschrei. Auf seinem Grabstein in Acapulco steht schlicht: «Johnny Weissmüller 1904–1984». Seine letzte Ehefrau, die gebürtige Berlinerin Maria Weissmüller, starb 2004 im Alter von 83 Jahren in einem Krankenhaus in Acapulco. Sie ist an der Seite ihres Mannes beerdigt worden.

Das könnte dich auch interessieren:

«Wir wollen keine Zensur!» ruft der weisse heterosexuelle Mann

Link zum Artikel

Wenn der Schweizer Einbürgerungstest effizient wäre, würde er SO aussehen

Link zum Artikel

WEF 2020: Trump lobt sich selbst ++ Greta auf nächster Veranstaltung

Link zum Artikel

Super-Bowl-Knaller steht fest

Link zum Artikel

Siehst du öfters diesen Vogel? Das hat einen bestimmten Grund

Link zum Artikel

Teenie-Idol Billie Eilish (18!) macht Bond-Song. And WHY NOT? Könnte geil werden

Link zum Artikel

Weshalb sich Experten nach dem Freispruch der Klimaaktivisten an den Kopf fassen

Link zum Artikel

Der lange Weg des Daniele Sette zu seinen ersten Weltcup-Punkten – mit 27 Jahren

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Kreditkarten – so schützen uns die Karten-Detektive

Link zum Artikel

5 idiotische Menschentypen, die es im Leben einfacher haben als du

Link zum Artikel

Das Wahljahr hat begonnen und Donald Trump steht ziemlich gut da

Link zum Artikel

«Warum können viele Männer nicht mit einem Korb umgehen?»

Link zum Artikel

Grün wie die Hoffnung – hier kommt das erste Quizz den Huber im 2020!

Link zum Artikel

Déjà-vu für die Queen: Als eine geschiedene Amerikanerin den Briten ihren König stahl

Link zum Artikel

So viele Ordnungsbussen werden in Basel verteilt – und das sind die häufigsten Vergehen

Link zum Artikel

3 Menschen sterben in Spanien durch Sturm «Gloria»

Link zum Artikel

«Habe versucht, so cool wie möglich zu tun» – die Stimmen zu Rinnes rarem Goalie-Goal

Link zum Artikel

Sie war Junkie, Kult und Bitch – jetzt ist Elizabeth Wurtzel gestorben

Link zum Artikel

Ulrich Tilgner: «Die Amerikaner schiessen im Nahen Osten gerade Eigentor um Eigentor»

Link zum Artikel

Ein Shitstorm entlädt sich über Roger Federer – und Greta Thunberg ist mitschuldig

Link zum Artikel

Besser extra zu spät als nie: PICDUMP!

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

«Wir wollen keine Zensur!» ruft der weisse heterosexuelle Mann

541
Link zum Artikel

Wenn der Schweizer Einbürgerungstest effizient wäre, würde er SO aussehen

112
Link zum Artikel

WEF 2020: Trump lobt sich selbst ++ Greta auf nächster Veranstaltung

161
Link zum Artikel

Super-Bowl-Knaller steht fest

0
Link zum Artikel

Siehst du öfters diesen Vogel? Das hat einen bestimmten Grund

75
Link zum Artikel

Teenie-Idol Billie Eilish (18!) macht Bond-Song. And WHY NOT? Könnte geil werden

73
Link zum Artikel

Weshalb sich Experten nach dem Freispruch der Klimaaktivisten an den Kopf fassen

470
Link zum Artikel

Der lange Weg des Daniele Sette zu seinen ersten Weltcup-Punkten – mit 27 Jahren

3
Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Kreditkarten – so schützen uns die Karten-Detektive

30
Link zum Artikel

5 idiotische Menschentypen, die es im Leben einfacher haben als du

60
Link zum Artikel

Das Wahljahr hat begonnen und Donald Trump steht ziemlich gut da

90
Link zum Artikel

«Warum können viele Männer nicht mit einem Korb umgehen?»

326
Link zum Artikel

Grün wie die Hoffnung – hier kommt das erste Quizz den Huber im 2020!

71
Link zum Artikel

Déjà-vu für die Queen: Als eine geschiedene Amerikanerin den Briten ihren König stahl

28
Link zum Artikel

So viele Ordnungsbussen werden in Basel verteilt – und das sind die häufigsten Vergehen

171
Link zum Artikel

3 Menschen sterben in Spanien durch Sturm «Gloria»

20
Link zum Artikel

«Habe versucht, so cool wie möglich zu tun» – die Stimmen zu Rinnes rarem Goalie-Goal

7
Link zum Artikel

Sie war Junkie, Kult und Bitch – jetzt ist Elizabeth Wurtzel gestorben

9
Link zum Artikel

Ulrich Tilgner: «Die Amerikaner schiessen im Nahen Osten gerade Eigentor um Eigentor»

100
Link zum Artikel

Ein Shitstorm entlädt sich über Roger Federer – und Greta Thunberg ist mitschuldig

363
Link zum Artikel

Besser extra zu spät als nie: PICDUMP!

131
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

«Wir wollen keine Zensur!» ruft der weisse heterosexuelle Mann

541
Link zum Artikel

Wenn der Schweizer Einbürgerungstest effizient wäre, würde er SO aussehen

112
Link zum Artikel

WEF 2020: Trump lobt sich selbst ++ Greta auf nächster Veranstaltung

161
Link zum Artikel

Super-Bowl-Knaller steht fest

0
Link zum Artikel

Siehst du öfters diesen Vogel? Das hat einen bestimmten Grund

75
Link zum Artikel

Teenie-Idol Billie Eilish (18!) macht Bond-Song. And WHY NOT? Könnte geil werden

73
Link zum Artikel

Weshalb sich Experten nach dem Freispruch der Klimaaktivisten an den Kopf fassen

470
Link zum Artikel

Der lange Weg des Daniele Sette zu seinen ersten Weltcup-Punkten – mit 27 Jahren

3
Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Kreditkarten – so schützen uns die Karten-Detektive

30
Link zum Artikel

5 idiotische Menschentypen, die es im Leben einfacher haben als du

60
Link zum Artikel

Das Wahljahr hat begonnen und Donald Trump steht ziemlich gut da

90
Link zum Artikel

«Warum können viele Männer nicht mit einem Korb umgehen?»

326
Link zum Artikel

Grün wie die Hoffnung – hier kommt das erste Quizz den Huber im 2020!

71
Link zum Artikel

Déjà-vu für die Queen: Als eine geschiedene Amerikanerin den Briten ihren König stahl

28
Link zum Artikel

So viele Ordnungsbussen werden in Basel verteilt – und das sind die häufigsten Vergehen

171
Link zum Artikel

3 Menschen sterben in Spanien durch Sturm «Gloria»

20
Link zum Artikel

«Habe versucht, so cool wie möglich zu tun» – die Stimmen zu Rinnes rarem Goalie-Goal

7
Link zum Artikel

Sie war Junkie, Kult und Bitch – jetzt ist Elizabeth Wurtzel gestorben

9
Link zum Artikel

Ulrich Tilgner: «Die Amerikaner schiessen im Nahen Osten gerade Eigentor um Eigentor»

100
Link zum Artikel

Ein Shitstorm entlädt sich über Roger Federer – und Greta Thunberg ist mitschuldig

363
Link zum Artikel

Besser extra zu spät als nie: PICDUMP!

131
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Barney» wirft als erster Spieler einen Nine-Darter im Ally Pally

2. Januar 2009: Ein Leg mit nur neun Würfen zu beenden, ist das höchste aller Gefühle beim Darts. Auf der grossen WM-Bühne im Londoner Alexandra Palace gelingt dieses Kunststück Raymond van Barneveld als erstem Spieler.

Raymond van Barneveld trumpft 2009 gross auf. Fünffacher Weltmeister ist er an der WM schon, als er in London den Viertelfinal gegen Jelle Klaasen bestreitet. Doch was er gegen den holländischen Landsmann schafft, das ist an einer PDC-WM weder ihm noch einem anderen Darts-Spieler je gelungen: Er gewinnt ein Leg mit bloss neun Pfeilen, der minimal dafür notwendigen Anzahl.

71 Varianten gibt es, von den 501 Punkten zu Beginn des Legs in neun Würfen auf null zu kommen. «Barney» wählt dazu einen …

Artikel lesen
Link zum Artikel