Unvergessen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Ref Akcay (oben), Sekundenbruchteile vor dem Siegtreffer. bild: youtube

Unvergessen

Schiri erzielt gegen Besiktas ein Tor, das am Ende die Meisterschaft entscheidet

21. September 1986: Man sagt, dass Geld keine Tore schiessen könne. Ganz im Gegensatz zu Luft – die kann das nämlich. Denn der Schiedsrichter ist im Fussball bekanntlich genau dieses Element und deshalb ist alles regulär, als Ref Ahmet Akcay Besiktas Istanbul den Titel klaut.



Besiktas Istanbul beendet die Saison 1986/87 als türkischer Vizemeister. Das ist ein Misserfolg, denn bis zur vorletzten Runde führt der Titelverteidiger die Tabelle an. Am Ende hat jedoch Stadtrivale Galatasaray einen Punkt mehr auf dem Konto. Ein Punkt, der seither viel zu reden gibt. Denn den Unterschied macht ein Treffer eines Schiedsrichters aus.

Am 21. September 1986 spielt Besiktas in der Hauptstadt bei Ankaragücü. Bis kurz vor dem Ende fallen keine Tore, ehe das Heimteam noch einmal in den Strafraum eindringt. Corner, zweite Flanke, noch ein Anlauf – Tor! Der Sieg!

Aber der Torschütze hält sich beim Jubeln artig zurück. Denn er ist kein Spieler Ankaragücüs, sondern: der Schiedsrichter. Der Ball springt Ahmet Akcay an die linke Schulter, und obwohl er sich noch duckt, geht er von da ins Besiktas-Tor. Wenig später pfeift der Schiri die Partie, deren einziger Torschütze er ist, ab.

abspielen

Selten entschied ein Schiedsrichter ein Fussballspiel derart offensichtlich. Video: streamable

Ein reines Gewissen

Das Tor ist regulär, denn der Schiedsrichter ist bekanntlich «Luft». Er habe ein absolut reines Gewissen, lässt Akcay deshalb nach der Partie verlauten. Absicht sei sein Treffer ganz bestimmt nicht gewesen. «Mein erster in 17 Jahren im Fussball», fügt er noch hinzu.

Bild

«Schiedsrichter: 1:0» titelt die «Hürriyet».

Besonders bitter ist für Besiktas Istanbul die Tatsache, dass dieser «gestohlene» Punkt rückblickend die Entscheidung in der Meisterschaft bedeutet, da es damals für einen Sieg noch zwei Punkte gibt. Aber Diskutieren bringt nichts: Nach 14 Jahren ohne Titel holt Galatasaray unter der Führung von Trainer Jupp Derwall seine siebte Meisterschaft.

Bild

Die Abschlusstabelle 1986/87. wikipedia

Unvergessen

In der Serie Unvergessen blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob hervorragende Leistung, bewegendes Drama oder witzige Anekdote – alles ist dabei. 
Um nichts zu verpassen, like uns auch auf Facebook!

Die heissesten Fussball-Derbys und -klassiker der Welt

Filipescu macht den FC Zürich in Basel in der 93. Minute zum Meister

Link zum Artikel

Die Schweizerin Nicole Petignat pfeift als erste Frau ein Europacup-Spiel der Männer

Link zum Artikel

«Hoch werd mas nimma gwinnen» – der legendäre Ösi-Galgenhumor beim 0:9 gegen Spanien

Link zum Artikel

Andrés Escobar wird nach einem Eigentor an der WM mit 12 Schüssen hingerichtet

Link zum Artikel

Mit dem letzten Spiel im Hardturm gehen 78 Jahre Schweizer Fussball-Geschichte zu Ende

Link zum Artikel

«Oh Zinédine, pas ça!» Zidanes Kopfstoss im WM-Final gegen Materazzi erschüttert die Welt

Link zum Artikel

Cabanas fordert Respekt, denn «das isch GC! Rekordmeister! Än Institution, hey!»

Link zum Artikel

Martin Palermo schafft's ins Guinness-Buch – weil er 3 Penaltys in einem Spiel verschiesst

Link zum Artikel

Ailton wettert: «For mi das nicht Profi-Mannschaft, das nicht Profi-Fussball. Unglaublig»

Link zum Artikel

«Decken, decken, nicht Tischdecken» – als man(n) im TV noch über Frauenfussball lästerte

Link zum Artikel

Roberto Baggios Penalty in die Erdumlaufbahn lässt ganz Italien weinen

Link zum Artikel

Nati-Goalie Zuberbühler schiebt die Schuld für ein Riesen-Ei dem «Blick» zu

Link zum Artikel

Der «entführte» Raffael wird zum Fall für die Polizei – und muss ein Nachtessen blechen

Link zum Artikel

Maradona schiesst das Tor des Jahrhunderts – aber in Erinnerung bleibt die «Hand Gottes»

Link zum Artikel

Ronaldo kämpft vor dem WM-Final mit dem Tod – warum er trotzdem spielt, bleibt ein Rätsel

Link zum Artikel

Märchenprinz Volker Eckel legt GC mit 300-Millionen-Versprechen aufs Kreuz

Link zum Artikel

Ein Carlos Varela in Höchstform: «Heb de Schlitte, du huere Schissdrägg»

Link zum Artikel

Marco van Basten schiesst den «ewigen Zweiten» mit seinem Traumtor zum EM-Titel

Link zum Artikel

Das schlimmste Foul im Schweizer Fussball: Gabet Chapuisat zertrümmert Lucien Favres Knie

Link zum Artikel

Der Goalie mit Pudelmütze sorgt für eine der grössten Sensationen der Fussball-Geschichte

Link zum Artikel

Jay-Jay Okocha demütigt Oliver Kahn und drei Verteidiger mit einem Wahnsinnstanz

Link zum Artikel

Beni Thurnheers fataler Irrtum – es gibt eben doch einen Zweiten wie Bregy

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Unvergessen

Christoph Daums Haarprobe sorgt für einen der grössten Bundesliga-Skandale

20. Oktober 2000: Leverkusens Trainer Christoph Daum gibt freiwillig eine Haarprobe ab. Damit will er beweisen, dass er kein Kokser ist. Die Aktion wird zum legendären Eigentor.

Es ist ein Zitat für die Ewigkeit, das Christoph Daum von sich gibt. Am 9. Oktober 2000 tritt der Trainer von Bayer Leverkusen vor die Medien und verkündet, er habe freiwillig eine Haarprobe eingereicht, die beweisen soll, dass er keine Drogen konsumiere. Das hatte ihm Uli Hoeness, der Manager von Bayern München und Daums erklärter Intimfeind, in der Öffentlichkeit vorgeworfen. Daum sitzt also da auf seinem Podest und sagt:

Keine zwei Wochen später fliegt ihm dieser Satz um die Ohren. Denn das …

Artikel lesen
Link zum Artikel