Unvergessen
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jeong ball

Jeong Yeonga fängt den Ball im Strafraum – Penalty. Screenshot: Youtube/sportfeast

Ich bin zwar nicht Goalie, aber ich fang den Ball

29.07.2010: Natürlich lachen wir nicht über Frauenfussball. Aber dieser Handelfmeter ist der dümmste aller Zeiten

29. Juli 2010: Der Halbfinal der U20-Frauen-WM zwischen Südkorea und Deutschland ist in der 67. Minute beim Stand von 1:4 aus Sicht Südkoreas längst entschieden. Aber peinlicher als das Resultat ist diese eine Aktion durch Jeong Yeonga.

Nein, wir lachen nicht über Frauenfussball. Schon gar nicht mehr seit unsere Girls sich erstmals für die WM qualifiziert haben. Und auch das Niveau an der Weltspitze gleicht sich immer mehr an. Karnevalteams wie beispielsweise bei den Männern Brasilien (wir erinnern uns noch immer ungläubig an das 1:7 gegen Deutschland) schaffen es an einer Frauen-WM nicht mehr in die Halbfinals.

2010 bei der U20-WM in Deutschland ist dies noch etwas anders. Südkorea will dabei im Halbfinal den Gastgeber fordern. Doch dieser macht kurzen Prozess. Nach Toren von Svenja Huth, Alexandra Popp und zweimal Kim Kulig sowie dem Gegentor durch Ji So Yun liegt der Favorit in der 67. Minute vorentscheidend 4:1 vorne.

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Jeong Yeonga fängt den Ball im Strafraum. Souverän zwar, aber leider unerlaubt. Video: Youtube/johnrahat

Die Deutschen stürmen aber weiter. Knipserin Popp hämmert alleine vor dem Goalie den Ball an die Lattenoberkante. Der Ball prallt kerzengerade hoch in die Luft, fliegt und fliegt und fliegt und landet ... in den Händen von Jeong Yeonga. Diese fängt das Leder so souverän, dass selbst Manuel Neuer erblassen würde. Der Haken an der Geschichte: Jeong ist Verteidigerin und steht bei ihrer Aktion im Strafraum. Jeong ist davon ausgegangen, dass der Ball die Torauslinie überquert hat. Ein Irrtum.

Die Deutschen reklamieren Handspiel, Schiedsrichterin Silvia Reyes Juarez nimmt kurz Rücksprache mit ihrer Assistentin und entscheidet dann auf Elfmeter. Popp lässt sich diese Chance nicht entgehen und verwandelt zum 5:1-Endstand.

Ähnliche Aktion bleibt ein Jahr später unbestraft

Wer jetzt denkt: «Typisch U20-Frauen-WM!», der liegt etwas falsch. Ein Jahr später ereignet sich an der WM der «Grossen» eine sehr ähnliche, ja fast noch bisschen dümmere Aktion. Die Verteidigerin von Äquatorialguinea nimmt nach ein einem Pfostenschuss Australiens den Ball kurz in die Hand und wirft ihn der Torhüterin zu. Ihr Glück. Die Unparteiischen sehen nicht hin und lassen weiterlaufen.

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Diese Szene würde das Handspiel der Südkoreanerin noch übertreffen. Aber die Unparteiischen sehen das Handspiel von Bruna nicht. Video: Youtube/aiman Hamdi

Deutschland siegt bei der U20-WM 2010 später im Endspiel gegen Nigeria 2:0 und holt sich den Titel. Südkorea gewinnt immerhin Bronze dank dem 1:0-Erfolg über Kolumbien im Spiel um Platz 3 – mit Jeong Yeonga über 90 Minuten im Einsatz. Der genaue Verlauf der Karriere von Jeong ist nicht bekannt. Aber an der WM 2015 wird sie nicht gegen die Schweiz antreten. Sie steht nicht im Kader der A-Nationalmannschaft.

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Die Highlights der Partie Deutschland – Südkorea. Video: Youtube/sportfeast

Unvergessen

In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob eine hervorragende sportliche Leistung, ein bewegendes Drama oder eine witzige Anekdote - alles ist dabei.



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    Alle Leser-Kommentare
  • deez nuts 29.07.2014 15:18
    Highlight Highlight noch lustiger als das offensichtlichste aller handspiele von äquatorialguinea war doch eigentlich, dass die moderatorin von zdf es selber nicht bemerkt hat und dann nach der wiederholung HAAAANDSPIEL schrie. kann mich noch erinnern, hab mich damals totgelacht :-)
  • Hans der Dampfer 29.07.2014 09:10
    Highlight Highlight na ja.. also so ganz klar finde ich die sache nicht. die spielerin dachte einfach der ball sei schon im aus gewesen. da gab es im männer fussball schon peinlichere aktionen..
    • mrgoku 29.07.2014 11:07
      Highlight Highlight bullshit die hat bewusst den ball in die hand genommen... sieht man ja aus der anderen ecke des stadions dass der ball nicht draussen war...

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