Unvergessen
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Komiker Gaillard macht mit seinen «Mitspielern» die Welle. bild: tf1

Komiker Rémi Gaillard crasht die Cupsieger-Party und schüttelt Jacques Chirac die Hand

11. Mai 2002: Der kleine FC Lorient feiert mit dem Cupsieg den einzigen Titelgewinn seiner Geschichte. Doch die ganz grosse Story schreibt nach dem Final ein Komiker. Rémi Gaillard gelingt im Cup ein echter Coup.

11.05.18, 06:25 11.05.18, 07:53


Im Frühling 2002 gehen die Fans des FC Lorient durch ein Wellenbad der Emotionen. Sie müssen den Abstieg ihrer Lieblinge aus der Ligue 1 hinnehmen, sie hoffen im Ligacup-Final vergeblich auf den Triumph (0:3 gegen Bordeaux) und nun reisen sie erneut voller Zuversicht zum Cupfinal ins Stade de France. Wird es gegen Bastia reichen? Die Korsen sind ein Gegner auf Augenhöhe.

Die erste Halbzeit endet torlos. Gleich nach dem Seitenwechsel fällt das erste Tor – und wie sich später herausstellen wird das einzige an diesem Abend. Stürmer Jean-Claude Darcheville setzt sich energisch durch und lupft den Ball gekonnt über Bastias Goalie Ali Boumnijel. Ein klasse Tor!

Das herrliche Tor von Darcheville. Video: YouTube/John Roche

Mittendrin statt nur dabei

So schön der Treffer ist, so sehr würde Lorients einziger Titelgewinn der Klubgeschichte hierzulande in Vergessenheit geraten. Wäre da nicht die Begebenheit nach der Partie, welche den französischen Cupfinal 2002 ganz besonders macht.

Dem bekannten Comedian Rémi Gaillard gelingt es nämlich, unbemerkt an den Siegesfeierlichkeiten teilzunehmen. Gaillard jubelt mit den Lorient-Spielern, Gaillard stemmt den Pokal in die Höhe, Gaillard jubelt mit den Fans, Gaillard schüttelt Staatspräsident Jacques Chirac die Hand. Und dieser sagt ihm sogar noch, dass er «gut gespielt hat».

Der Cupfinal-Stunt von Rémi Gaillard. Video: YouTube/Rémi GAILLARD

Niemandem fällt auf, dass Rémi Gaillard eigentlich gar nicht auf den Rasen gehört. Er gibt sogar dem Stadionspeaker ein Interview, in welchem er erklärt, er stehe dem Nationaltrainer zur Verfügung. Und Lorients Anhängern signiert er Trikots und Fussbälle. Rémi Gaillards Stunt gelingt von A bis Z.

Mehr von Rémi Gaillard:

Rémi Gaillard spielt Mario Kart. Video: YouTube/Rémi GAILLARD

Rémi Gaillard beim Volleyball. Video: YouTube/Rémi GAILLARD

Rémi Gaillard bei den Bodybuildern. Video: YouTube/Rémi GAILLARD

Rémi Gaillard bei den Hobbyfussballern. Video: YouTube/Rémi GAILLARD

Rémi Gaillard spielt Pacman. Video: YouTube/Rémi GAILLARD

Rémi Gaillard beim Rugby. Video: YouTube/Rémi GAILLARD

Rémi Gaillard spielt Tetris. Video: YouTube/Rémi GAILLARD

Rémi Gaillard und seine Freunde von der Polizei. Video: YouTube/Rémi GAILLARD

Andere clevere Fans

Der irische Anhänger Conor Cunningham verfolgt 2011 ein EM-Qualifikationsspiel in Estland als Ersatzspieler des Heimteams. Hier gibt's seine Geschichte.

Karl Power stellt sich 2001 vor einem Champions-League-Spiel frech neben die Spieler von Manchester United. Ihm gelingen später noch andere Stunts. Hier gibt's seine Geschichte.

Unvergessen

In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob hervorragende Leistung, bewegendes Drama oder witzige Anekdote – alles ist dabei. 
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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Quatonik 11.05.2018 08:44
    Highlight Absolute Legende
    28 0 Melden
  • Genital Motors 11.05.2018 07:07
    Highlight C'est en faisant n'importe quoi qu'on devient n'importe qui !
    28 1 Melden

Von wegen krummbeinig – Garrincha dribbelt die Sowjets schwindlig und wird weltberühmt

15. Juni 1958: Brasiliens Mané Garrincha flitzt den Kickern der damaligen Sowjetunion an der WM in Schweden nur so um die Ohren. Die Seleçao siegt in der Vorrunde 2:0 und holt später den Titel. Und mit dem «behinderten Zaunkönig» wird einer zum Liebling der Gesellschaft, dessen Platz ganz am Rande derselben schon vorbestimmt schien.

Als Aussenseiter wurde er geboren, schwach auf der Brust und mit offensichtlicher anatomischer Deformation. Als Flügelspieler kam er zu höchsten Weihen, er dribbelte, raste auf der rechten Aussenbahn, schoss in seiner Karriere hunderte Tore. Zu einem Torerfolg reicht es Mané Garrincha im Vorrundenspiel der WM 1958 gegen die UdSSR zwar nicht. Bei dieser in Schweden ausgetragenen WM-Endrunde aber, meisselt Manuel Francisco dos Santos, so sein bürgerlicher Name, mit seinen Flügelläufen …

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