DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Unvergessen

Der FC Aarau wird weltbekannt – wegen einer genialen Fallrückzieher-Rettungsaktion 

9. November 2014: Es läuft nicht für den FC Aarau in diesem Spiel der 15. Runde gegen den FCZ. Auf dem Brügglifeld gerät man schon in der 15. Minute mit 0:1 in Rückstand und vier Minuten später sieht Sandro Wieser nach seiner Brutalo-Attacke auf Gilles Yapi Rot. Doch dann kommt das einsame Aarauer Highlight.
09.11.2017, 00:0609.11.2017, 08:13
Reto Fehr
Folgen

Ein Spiel, zwei Szenen. Eine total negativ, die andere ein Glanzstück. Beide bleiben für die Ewigkeit. 

Leider erinnern sich heute noch mehr Leute an die schlimme Aktion: In der 19. Minute streckt Aaraus Sandro Wieser Gilles Yapi brutal nieder. Der Aarauer sieht glatt Rot, der Zürcher muss mit der Bahre abtransportiert werden. Seine Karriere steht in der Schwebe. Wie wir heute wissen, gelingt Yapi allerdings zehn Monate später ein Traumcomeback und er verzeiht Wieser.

Das Foul von Sandro Wieser an Gilles Yapi.
Das Foul von Sandro Wieser an Gilles Yapi.Bild: TELECLUB

Doch beschäftigen wir uns mit dem Glanzstück der Partie. Der FCZ führt seit der 14. Minute durch den ersten Super-League-Treffer von Nico Elvedi. Aarau ist ist bereits in Unterzahl und dann stellt Stephan Andrist im eigenen Strafraum auch noch Yassine Chikhaoui das Bein – Penalty.

Armine Chermiti nimmt dankend an und verwertet souverän. Doch der österreichische Schiedsrichter Rene Eisner lässt den Strafstoss wiederholen. FCZ-Spieler seien zu früh im Strafraum gewesen.

Der Tunesier tritt erneut an. Dieses Mal sieht er seinen Versuch aber von Joël Mall geklärt. Auch der Nachschuss wehrt Mall in seinem 100. Pflichtspiel für die «Rüebliländer» ab. Aber Chermiti kommt ein drittes Mal an den Ball und köpft an Mall vorbei. Der Jubel bleibt ihm aber im Hals stecken – denn Igor Nganga rettet spektakulär mit dem Fallrückzieher auf der Linie.

Der dreifache Chermiti und der Fallrückzieher von Nganga.Video: streamable

Es bleibt vor 6261 Zuschauern bis zum Schluss beim 1:0 für den FCZ. Aarau wirft zwar am Schluss noch alles nach vorne. Auch Nganga und der aufgerückte Mall wollen das Remis noch erzwingen, aber selbst die beiden Penaltyhelden können in den Schlusssekunden den Ausgleich nicht mehr erzielen.

Mall und Nganga können es nicht fassen: Der Ball geht am Tor vorbei.
Mall und Nganga können es nicht fassen: Der Ball geht am Tor vorbei.Bild: KEYSTONE

Trotzdem jubelt der FC Aarau wenige Tage später mit einer Mitteilung: Video bricht alle Rekorde! Die Bilder des Spiels stossen weltweit auf Anklang: Mehr als fünf Millionen Menschen haben sich den Clip auf der Facebook-Seite des Klubs angesehen. Das entspreche der fünffachen Menge aller Besucher auf der FCA-Website in einem gesamten Jahr.

Mehr erinnerungswürdige Sportgeschichten

Auch auf YouTube und Reddit geht das Video viral: Mittlerweile erhielt es mehr als 4000 Upvotes und über 200 Kommentare bei Reddit und insgesamt fast 300'000 Aufrufe bei YouTube.

Es wird für den FCA eines der wenigen Highlights der Saison bleiben. Die ehemals «Unabsteigbaren» müssen im Sommer 2015 den Gang in die Challenge League antreten.

Unvergessen
In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob eine hervorragende sportliche Leistung, ein bewegendes Drama oder eine witzige Anekdote - alles ist dabei.

Blackout auf dem Brügglifeld

1 / 12
Blackout auf dem Brügglifeld
quelle: keystone / urs flueeler
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Vier vergebene Matchbälle! Hingis' Traum schmilzt in Melbourne bei 50 Grad weg
26. Januar 2002: Martina Hingis bestreitet den letzten Grand-Slam-Final im Einzel ihrer Karriere. Bei bis zu 50 Grad auf dem Court erleben die Fans eines der grössten Comebacks der Tennisgeschichte – und eine entnervte und entkräftete Hingis.

«Ich hatte Schüttelfrost und Gänsehaut. Ich konnte mich nicht mehr richtig bewegen und habe nicht mehr dran geglaubt, noch zu gewinnen.» Am liebsten wäre Martina Hingis zum dritten Satz gar nicht mehr angetreten.

Zur Story