Unvergessen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Jan-Ove Waldner
Bordtennis
Med sin medalj från OS i Barcelona i Spanein 
1992

Stolz küsst Waldner seine Goldmedaille. Bild: Sydsvenskan

Zum einzigen Mal in der Geschichte ist der Tischtennis-Olympiasieger kein Asiate

6. August 1992: Tischtennis ist seit 1988 olympisch und wird seither von China dominiert. Nur ein einziges Mal gewinnt kein Asiate die Goldmedaille: Jan-Ove Waldner aus Schweden hievt sich in Barcelona auf den Thron.



Die Bilanz bei Sommerspielen ist äusserst eindrücklich: 28 von 32 Olympia-Goldmedaillen in der Geschichte des Tischtennis gingen bislang nach China. Südkorea sicherte sich drei Titel – und ein einziges Mal kam der Olympiasieger aus Europa. Der Schwede Jan-Ove Waldner schlägt 1992 den Gegnern ein Schnippchen.

Natürlich tritt der Skandinavier nicht als Nobody an. Im Einzel, im Doppel und mit dem schwedischen Team holt er seit Jahren EM- und WM-Medaillen. Die Krönung ist bislang der Weltmeister-Titel im Einzel im Jahr 1989, als Waldner in der Dortmunder Westfalenhalle seinen Landsmann Jörgen Persson besiegt.

abspielen

Unfassbare Schläge und perfekte Stoppbälle: Ein Highlight-Video mit herrlichen Punkten Waldners. Video: YouTube/TableSkills

Höchst einseitiger Final

An die Olympischen Spielen in Barcelona reist Jan-Ove Waldner, den sie in der Szene ehrfürchtig «Mozart» nennen, als einer der Favoriten. Der Schwede spielt ein überragendes Turnier, gibt bis in den Final nur einen Satz ab. Dort steht Waldner etwas überraschend kein Gegner aus Asien gegenüber, sondern die Nummer 1 der Weltrangliste: Jean-Philippe Gatien aus Frankreich.

Die Affiche deutet also auf einen spannenden Final hin, doch er ist höchst einseitig. Waldner führt schon früh mit 2:0 Sätzen und auch als sich Gatien steigern kann, bietet der Schwede ihm Paroli. Nach nur gerade 26 Minuten und 47 Sekunden ist der Olympia-Final entschieden: Waldner gewinnt ihn mit 21:10, 21:18 und 25:23. Auf der Tribüne klatschen König Carl Gustav und Königin Silvia begeistert in die Hände.

abspielen

Die letzten zwei Punkte im Olympia-Final: Waldner gewinnt Gold. Video: streamable

Superstar in China

Mit dem Olympiasieg wird Waldner zu einem der populärsten schwedischen Sportler seiner Zeit. Doch nicht nur in seiner Heimat ist er berühmt. In China, der unangefochtenen Weltmacht des Tischtennis, ist Waldner ein gefeierter Superstar. 2013 wird er im Reich der Mitte als erster Ausländer überhaupt mit einer eigenen Briefmarke geehrt. Alleine am Ausgabetag gehen 3 Millionen Exemplare weg.

Bild

Superstar in China: Waldners eigene Briefmarke.

Nach seinem Olympiasieg in Barcelona spielt das Ausnahmetalent, das mit 15 Jahren bereits Profi wurde, noch viele Jahre auf höchstem Niveau weiter. Waldner gewinnt im Jahr 2000 noch einmal eine Olympia-Medaille (Silber), er wird 1997 noch einmal Weltmeister und beendet seine Karriere erst im Februar 2016 als 51-Jähriger.

abspielen

Waldner war auch ein Aufschlagkönig. Video: YouTube/Official ITTF Channel

Chinas Dominanz

Männer

Bild

Frauen

Bild

Unvergessen

In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob hervorragende Leistung, bewegendes Drama oder witzige Anekdote – alles ist dabei. 
Um nichts zu verpassen, like uns auch auf Facebook!

So dynamisch ist Tischtennis, wenn es Profis spielen

Unvergessene Olympia-Momente: Sommerspiele

09.06.1924: Die Schweiz verpasst den Olympiasieg – aber wird Europameister!

Link zum Artikel

08.05.1984: Die Sowjets boykottieren Olympia. Eine Retourkutsche, die ihre Wirkung komplett verfehlt

Link zum Artikel

26.07.1992: Das beste Team, das jemals Basketball gespielt hat, verzaubert die ganze Welt

Link zum Artikel

28.07.1984: Gaby Andersen-Schiess torkelt in der Hitze von LA völlig dehydriert über die Zielgerade des Olympia-Marathons

Link zum Artikel

06.08.2012: Felix Sanchez schmuggelt Foto von totem Grosi unter die Startnummer und schafft das grösste Comeback der Leichtathletik

Link zum Artikel

16.10.1968: Tommie Smith und John Carlos sorgen für die berühmteste Siegerehrung bei Olympia

Link zum Artikel

Die Geschichte eines Bauernsohns, der im vorletzten Jahrhundert zum Olympiahelden wurde

Link zum Artikel

01.10.2000: Der Abschluss der Spiele von Sydney ist der Beginn der grossen Liebe zwischen Roger und Mirka

Link zum Artikel

08.08.1992: Marc Rosset holt sich an Roger Federers 11. Geburtstag den einzigen grossen Titel, der dem «Maestro» noch fehlt

Link zum Artikel

19.09.2000: Eric «The Eel» Moussambani säuft über 100 m Freistil fast ab und wird trotzdem zum grossen Star

Link zum Artikel

25.07.1908: Wyndham Halswelle wird Olympiasieger über 400 Meter – weil er im Final der einzige Läufer ist

Link zum Artikel

04.08.2012: Das knappste Finale in der Olympia-Geschichte im Triathlon gewinnt Nicola Spirig dank einer unglaublichen Willensleistung

Link zum Artikel

26.08.1900: Ein Siebenjähriger wird zum jüngsten Olympiasieger aller Zeiten, aber bis heute kennt niemand seinen Namen

Link zum Artikel

18.10.1968: Bob Beamon springt so weit, dass nicht einmal das Massband reicht

Link zum Artikel

06.08.1984: Carl Lewis holt sich zum ersten Mal Olympia-Gold in seiner Lieblingsdisziplin

Link zum Artikel

17.09.1988: Zur Eröffnung der Olympischen Spiele in Seoul gibt es geröstete Tauben

Link zum Artikel

17.08.2008: Amor trifft besser als der Sportschütze, der nur deshalb berühmt wurde, weil er auf die falsche Scheibe zielte

Link zum Artikel

28.8.1972: Mark Spitz holt sich die ersten zwei von sieben Goldmedaillen und schwimmt in jedem Rennen Weltrekord

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Die Influencer der Zukunft sind nicht menschlich – und sind jetzt schon Millionen wert

Link zum Artikel

Roger Federer ein Spielball der Strömung – das könnte zum Problem werden

Link zum Artikel

Kassieren SVP und SP eine Schlappe? 7 wichtige Punkte zu den Zürcher Wahlen

Link zum Artikel

Im 30'000-Franken-Outfit – so rückt Leroy Sané in die DFB-Elf ein

Link zum Artikel

Bye-bye Beno: Wie der ehemalige Gassen-Mönch in die völkische Szene abrutschte

Link zum Artikel

Das sind die 3 typischen Phasen eines Pyro-Vorfalls

Link zum Artikel

Wie Trump im Fall Manafort schachmatt gesetzt wurde

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Der FC Liverpool entstand einst nur, weil Everton die Platzmiete nicht bezahlen wollte

15. März 1892: In einem Haus an der Anfield Road wurde die endgültige Trennung von Everton beschlossen und gleich ein neuer Klub gegründet, der in die Geschichte eingehen sollte: Der FC Liverpool oder einfach «die Roten». Dabei waren die Trikots zu Beginn blau-weiss gestreift.

John Houlding, ein reicher Brauereibesitzer, besitzt an der Anfield Road ein Fussballfeld. Darauf spielt seit 1888 sein gegründeter FC Everton, einer der zwölf Gründungsmitglieder der obersten Spielklasse, der Football League. Doch als Houlding die Platzgebühren an der Anfield erhöht, gehen die Mitglieder von Everton auf die Barrikaden. Sie werfen ihm Wucher vor, was er wiederum als undankbar empfindet: «Ich kann nicht verstehen, wieso ein Gentleman, der soviel für den Klub (Everton) und …

Artikel lesen
Link zum Artikel