Unvergessen
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FILE--Astronaut Alan B. Shepard stands with the American Flag on Lunar Surface in this Jan. 13, 1971 file photo. Shepard, the first American to fly in space and the fifth human to walk on the moon, died late Tuesday, July 21, 1998 at a hospital in California. He was 74. (AP Photo/Nasa)

Alan Shepard auf dem Mond, dem exklusivsten Golfplatz des Weltalls, auf dem er bislang der einzige Spieler war.
Bild: NASA

06.02.1971: Astronaut Alan Shepard schmuggelt einen Schläger auf den Mond, um Golf zu spielen

6. Februar 1971: Alan Shepard ist der fünfte Mensch auf dem Mond und der erste, der einen Golfschläger mitnimmt. Die NASA bemerkt erst, als er ihn einsetzt, dass Shepard ihn an Bord geschmuggelt hat.



Laika ist die erste Hündin im Weltraum, Juri Gagarin der erste Mensch. Neil Armstrong ist der erste Mensch auf dem Mond und Buzz Aldrin immerhin noch der zweite. Aber der fünfte?

Alan Shepards Name wäre längst in Vergessenheit geraten – hätte der amerikanische Astronaut nicht auf dem Mond Golf gespielt. So sorgt der 47-Jährige dafür, dass auch er Eingang in die Weltall-Geschichte findet.

FILE--Astronaut Alan Shepard, Jr., poses in the Mercury space craft at Cape Canaveral in 1961.  Shepard, the first American to fly in space and one of only 12 Americans to walk on the moon, died late Tuesday, July 21, 1998 at a hospital in California. He was 74. (AP Photo/File)

Bitte recht freundlich! Shepard vor dem Start in Cape Canaveral.
Bild: AP

Im vierten Anlauf klappt's

Shepard schmuggelt ein Sechser-Eisen an Bord, indem er es an einem geologischen Instrument befestigt. Mit einer Socke, die er darüber stülpt, versteckt er den Schläger. Nur eine Handvoll Leute ist in sein Vorhaben eingeweiht. Als alle geplanten Missionen beendet sind, schreitet er zur Tat.

Der Astronaut funkt der Boden-Crew sein Vorhaben. Die Anweisung, die Shepard erhält, ist unmissverständlich: «Der Boss sagte: Auf gar keinen Fall! Wenn du das machst, Shepard, kriege ich Probleme, die mich jahrelang beschäftigen werden. Die Antwort ist absolut Nein!»

Shepard pfeift darauf. Aber weil sein Raumanzug so steif ist, muss er den Ball einhändig schlagen – keine günstige Voraussetzung. Doch im vierten Versuch trifft Shepard seinen zweiten Ball so gut, dass der hunderte Meter weit fliegt. 

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Ein kleiner Schlag für Shepard, ein grosser Schlag für die Golf spielende Menschheit.
YouTube/MoonInGoogleEarth

«Miles and miles and miles» sei der Ball in der Luft gewesen, schwärmt Shepard. In Tat und Wahrheit legt er vermutlich rund 400 Meter zurück.

Bälle sind immer noch da oben

Alan Shepard dürfte stets ein Lächeln dafür übrig gehabt haben, wenn Fernsehreporter den Schlag eines Golfers als «von einem anderen Stern» bezeichnet haben. Diese Ehre kam bloss ihm zu. Shepard starb 1998 wenige Monate vor seinem 75. Geburtstag.

Der Schläger des Astronauten, dessen Golf-Leidenschaft so gross war, dass er eine Anreise von 384'400 Kilometern auf sich nahm, um zwei Bälle zu schlagen, ist heute in der Hall of Fame des amerikanischen Golfverbands ausgestellt. Die zwei Bälle liegen immer noch auf dem Mond.

Image

Einer der zwei Bälle, die Shepard auf den Mond schmuggelte.
bild: nasa

«Wiederholungstäter»

35 Jahre nach Alan Shepard schlug der russische Kosmonaut Michail Tjurin einen Golfball von der Raumstation ISS aus ins All. Er umkreiste 48 Mal die Erde, bevor er verglühte. Insgesamt legte der Golfball eine Strecke von rund 2,6 Millionen Kilometer zurück.

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TV-Bericht über Tjurins Abschlag.
YouTube/AP Archive

Unvergessen

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    Alle Leser-Kommentare
  • Karl Müller 06.02.2016 11:51
    Highlight Highlight Hat nicht schon der renommierte Weltraumforscher Erich von Däniken festgestellt, dass die Mondkrater in Wirklichkeit die Golflöcher von Ausserirdischen sind?

    (Ausserirdische sind übrigens nicht riesengross. Sie sind einfach sehr schlechte Golfer. Auch das ist wissenschaftlich erwiesen.)
  • TanookiStormtrooper 06.02.2016 10:57
    Highlight Highlight Alan Shepard war übrigens auch der erste Ami im Weltraum.
  • Zeit_Genosse 06.02.2016 09:28
    Highlight Highlight Für alle Anti-Mondlandung-Verschwörungs-Anhänger. So etwas würde man nicht inszenieren wenn man nicht auf dem Mond gewesen wäre. Zudem fällt der Golfball ungefähr Moonlike aus der Hand auf den Boden. Mehr als ein sandiger Golfplatz ist der Mond ja auch nicht und deshalb interessieren wir uns erst wiede für den Mond, wenn die Chinesen den Mond gekauft haben und seltene Erden schürfen.

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