Unvergessen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Federer singt teaser

Federer gibt nicht nur auf dem Platz, sondern auch im Festzelt den Ton an.  screenshot:youtube.com/Theswiss

«Who is the beeest? Better than the reeest?» – Federer rockt beim Davis Cup das Festzelt

20. September 2009: Roger Federer sichert der Schweiz im Davis Cup gegen Italiens Potito Starace den Liga-Erhalt und feiert danach ausgelassen im Festzelt. Dabei tritt Erstaunliches zu Tage: Der Tennis-Maestro kann singen – und zwar ganz gut.



Das Schweizer Davis-Cup-Team trifft am Wochenende vom 18. bis 20. September in Genua auf Italien. Gegen die Südeuropäer geht es für die Schweizer im Abstiegs-Playoff um den Verbleib in der Weltgruppe.

Die ersten beiden Einzelpartien können Stan Wawrinka und Roger Federer locker in drei Sätzen für sich entscheiden. Im Doppel vom Samstag wird das Duo Marco Chiudinelli/Wawrinka von Simone Bolelli und Potito Starace jedoch regelrecht vom Platz gefegt. 

abspielen

Die Highlights der Partie Federer – Starace. Video: YouTube/TheMrBoniace

Die Entscheidung muss also am Sonntag fallen. Einmal mehr ist es Roger Federer, der den dritten entscheidenden Punkt einfahren soll. Trotz misslichen Wetterbedingungen erfüllt der Maestro seine Aufgabe gegen Starace souverän und sichert der Schweiz – inklusive Tweener – mit einem 6:3, 6:0, 6:4 den Verbleib in der Weltgruppe.

Animiertes GIF GIF abspielen

Federers Tweener gegen Starace. gif: youtube/Themrboniace

Siegesfeier im Festzelt

Nach dem siegreichen Duell kommt es zum traditionellen Apéro mit den Spielern und den mitgereisten Fans. In einem Festzelt haben sich vielleicht 100 Supporter des Schweizer Davis-Cup-Teams versammelt. Die Stimmung ist locker, fast schon familiär. Obwohl auf der kleinen Bühne die langjährige Weltnummer 1 Roger Federer steht.  

Das Schweizer Tennis-Ass ist sichtlich gut gelaunt und ergreift das Wort. Wild gestikulierend und mit einem Anflug von Lampenfieber erklärt der Baselbieter in nicht ganz stilsicherem, dafür umso sympathischeren Französisch, was zu tun ist.

abspielen

Wegen dieses Videos weiss die Schweiz, dass Federer nicht nur ein Tennis-Virtuose ist, sondern auch seine Stimmbänder von der Muse geküsst wurden. Video: YouTube/Eric Sauvignon

Er kenne zwar noch nicht alle Wörter und müsse etwas «improvisieren», doch das Publikum soll ihm einfach mal nachsingen. «Ich beginne, ihr wiederholt», so Federer. Er habe da mal so etwas gehört bei einem Fussballklub. 

Das ganze Zelt fragt sich: Was kommt jetzt? Marco Chiudinelli, der in Federers Plan eingeweiht ist, strahlt bereits wie ein Honigkuchenpferd. Dann ist es soweit. Roger Federer brüllt aus voller Kehle: «Where are we from?»

Das Publikum bricht zwar in Gelächter aus, gehorcht dem Befehl von «King Roger» aber aufs Wort und wiederholt die Phrase. Spätestens nach dem «Mighty, mighty, swiss» ist auch Federers Lampenfieber verschwunden und der Chor harmoniert hervorragend. 

Kann der Mann eigentlich alles?

Nach der überraschenden Gesangseinlage gucken sich alle noch einmal verwundert an: Kann Federer eigentlich alles? Der Mann spielt nicht nur Tennis wie ein Gott, sondern singt auch ausgezeichnet. Rhythmus, Takt und Tonlage stimmen perfekt. Acapella, notabene. Fügt man Federers Gesang einen feinen Beat hinzu, wähnt man sich fast an einem Blues-Konzert. Hör selbst!

abspielen

Federers Auftritt mit Musik unterlegt. Vielleicht sollte sich der Tennis-Maestro ein zweites Standbein als Blues-Sänger aufbauen.  Video: YouTube/ThisSwiss

Die Techno-Version des «We-Are-The-Swiss-Songs» hört sich zwar ein bisschen weniger stimmig an, Ohrwurm-Gefahr besteht aber auch hier. 

abspielen

Federers Ständchen mit Techno-Beat.  Video: YouTube/Schraes

Stellt sich eigentlich nur noch die Frage, ob Federer bei seinem Auftritt einen intus hatte. Aber das überlassen wir dir. Wir in der Redaktion tendieren schwer in Richtung «Oh ja».

Unvergessen

In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob eine hervorragende sportliche Leistung, ein bewegendes Drama oder eine witzige Anekdote – alles ist dabei.

Unvergessene Tennis-Geschichten

06.01.1996: Wegen Rossets Dummheit des Jahres bricht Hingis beim Hopman Cup in Tränen aus

Link zum Artikel

Gut gebrüllt: «Niemand schlägt Vitas Gerulaitis ­17 Mal hintereinander!»

Link zum Artikel

20.01.2013: Djokovic fügt Wawrinka die Mutter aller heroischen und bitteren Niederlagen zu

Link zum Artikel

21.01.1999: «Yips» beschert Anna Kurnikowa trotz Sieg einen unglaublichen Negativrekord 

Link zum Artikel

24.01.2001: Hingis macht Kleinholz aus Serena und Venus und stürmt in den Australian-Open-Final

Link zum Artikel

26.01.2002: Martina Hingis' Traum schmilzt bei 50 Grad im Glutofen von Melbourne weg

Link zum Artikel

01.02.2009: Federer verpasst Sampras' Rekord und weint nach Pleite gegen Nadal bittere Tränen

Link zum Artikel

13.02.2000: Roger Federer verliert seinen ersten Final, weint bittere Tränen und jammert, er werde nie mehr in ein Endspiel kommen

Link zum Artikel

30.03.2002: Roger Federer bodigt zum ersten Mal die Weltnummer 1 – und diese ist sich sicher: «Er kann den Durchbruch schaffen»

Link zum Artikel

30.04.1993: Wie ein Messerstich die Tenniswelt veränderte

Link zum Artikel

31.05.2009: Robin Söderling fügt Rafael Nadal die einzige Niederlage an den French Open zu und ebnet Roger Federer den Weg zum Karriere-Grand-Slam

Link zum Artikel

01.06.2009: Gedanklich ist Federer wohl schon ausgeschieden. Dann rettet ihn eine unglaubliche Vorhand auf dem Weg zum Karriere-Slam 

Link zum Artikel

05.06.1989: Mondbälle, Krämpfe und ein «Uneufe»-Aufschlag – der 17-jährige Michael Chang treibt Ivan Lendl mit seinem Psychokrieg in den Wahnsinn

Link zum Artikel

05.06.1999: Hingis' schwärzeste Stunde – zwei «Uneufe»-Aufschläge, gellende Pfiffe und bittere Tränen

Link zum Artikel

06.06.2005: Nadals erster erster Streich am French Open – ganz Paris verliebt sich in das «Kind mit der donnernden Linken»

Link zum Artikel

05.07.1997: Martina Hingis ist mit 16 Jahren die jüngste Wimbledon-Siegerin des 20. Jahrhunderts

Link zum Artikel

07.07.1985: Als jüngster Spieler aller Zeiten gewinnt Boris Becker Wimbledon und löst so einen Tennis-Boom in Deutschland aus

Link zum Artikel

08.07.2001: Die Weltnummer 125 triumphiert in Wimbledon: Goran Ivanisevics grosser Traum wird doch noch wahr

Link zum Artikel

08.08.1992: Marc Rosset holt sich an Roger Federers 11. Geburtstag den einzigen grossen Titel, der dem «Maestro» noch fehlt

Link zum Artikel

10.08.2003: Andy Roddick ist einen Sommer lang der beste Tennisspieler des Planeten – dann vergeht ihm das Lachen für lange, lange Zeit

Link zum Artikel

04.09.1977: Bei McEnroes drittem US-Open-Auftritt wird ein Zuschauer mitten im Stadion durch eine Pistolenkugel verletzt

Link zum Artikel

05.09.1996: Sampras kotzt gegen Corretja auf den Court – denkwürdigstes US-Open-Tiebreak aller Zeiten 

Link zum Artikel

20.09.2009: «Who ist the beeest? Better than the reeest?» Federer outet sich nach dem Davis-Cup-Sieg gegen Italien als Party-Tiger

Link zum Artikel

25.10.2002: Nach Roger Federers Gegensmash wirft ihm Andy Roddick frustriert das Racket vor die Füsse

Link zum Artikel

24.11.2009: Das kommt uns Spanisch vor – im Interview mit CNN hat Roger Federer seinen legendären Lachflash

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Wo Federer schon überall Tennis gespielt hat

Das könnte dich auch interessieren:

Die Influencer der Zukunft sind nicht menschlich – und sind jetzt schon Millionen wert

Link zum Artikel

Roger Federer ein Spielball der Strömung – das könnte zum Problem werden

Link zum Artikel

Kassieren SVP und SP eine Schlappe? 7 wichtige Punkte zu den Zürcher Wahlen

Link zum Artikel

Im 30'000-Franken-Outfit – so rückt Leroy Sané in die DFB-Elf ein

Link zum Artikel

Bye-bye Beno: Wie der ehemalige Gassen-Mönch in die völkische Szene abrutschte

Link zum Artikel

Das sind die 3 typischen Phasen eines Pyro-Vorfalls

Link zum Artikel

Wie Trump im Fall Manafort schachmatt gesetzt wurde

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Roger Federers 18 Jahre dauernde Reise vom ersten zum 100. Turniersieg

Roger Federer knackt in Dubai eine historische Marke: Er gewinnt seinen 100. Titel auf der Profitour. Im Final besiegt Federer den Griechen Stefanos Tsitsipas 6:4, 6:4.

6601 Tage oder 18 Jahre und einen Monat nach seinem ersten ist Roger Federer zu seinem 100. Turniersieg gekommen. Die Premiere feiert er am 4. Februar 2001 in Mailand dank einem Sieg gegen den Franzosen Julien Boutter.

Den 10. Titel holte er zweieinhalb Jahre später. Ab dann ging die Titeljagd rasant vonstatten. Die nächsten 20 sicherte er sich in weniger als zwei Jahren – den 20. im September 2004 mit einem 6:0, 7:6, 6:0 gegen Lleyton Hewitt beim US Open, den 30. im Juli 2005 in Wimbledon …

Artikel lesen
Link zum Artikel