Unvergessen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Switzerland's Roger Federer, left, and his wife Mirka follow the Men's first round singles match between Switzerland's Stanislas Wawrinka and Britain's Andy Murray at Wimbledon in London, Great Britain, at the London 2012 Olympic Summer Games, pictured on Sunday, July 29, 2012. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Wieder bei Olympia: Zwölf Jahre nach dem Beginn ihrer Liebe feuern Roger und Mirka Federer in London Stan Wawrinka an. Bild: KEYSTONE

Unvergessen

Nach den Olympischen Spielen in Sydney entfacht die grosse Liebe zwischen Roger und Mirka

1. Oktober 2000: Mit der Schlussfeier werden die Olympischen Spiele in Sydney beendet. Die Schweiz freut sich über neun Medaillen und weiss damals noch nicht, dass sich im fernen Australien ein Tennis-Traumpaar gefunden hat.



«Ich rollte mich in einer Ecke zusammen und weinte lange», erinnert sich Roger Federer in der «L'Equipe» an den verlorenen Olympia-Halbfinal 2000 gegen Tommy Haas. Der Final und eine sichere Medaille sind weg – und auch aus Bronze wird nichts. Gegen den Franzosen Arnaud de Pasquale wirft er mehrmals im Frust das Racket auf den Boden, er verliert in drei Sätzen.

Switzerland's Miroslava Vavrinec (L) talks to boyfriend and compatriot Roger Federer (R) during their doubles match against the Australian pair of Alicia Molik and Lleyton Hewitt in the Hopman Cup tennis tournament in Perth, 30 December 2001.  Australia won the doubles 6-3, 6-1. (KEYSTONE/EPA PHOTO AFPI/GREG WOOD)

Vavrinec und Federer gemeinsam auf dem Platz: Als Schweizer Doppel am Hopman Cup 2002. Bild: EPA

Und dennoch ist der Tag der grossen Niederlage einer, den Federer für den Rest seines Lebens nie mehr vergessen und in positiver Erinnerung behalten wird. Denn noch am gleichen Abend küsst Roger Federer erstmals die Frau, die seine Gattin und Mutter von vier gemeinsamen Kindern werden wird: Miroslava «Mirka» Vavrinec.

«Gar nicht gemerkt, dass Roger ein wenig attackiert»

Der 19-jährige Baselbieter und die drei Jahre ältere Thurgauerin lernen sich im Olympischen Dorf kennen. Gemeinsam mit Emmanuelle Gagliardi teilen sie dort eine Wohnung, kommen sich näher.

abspielen

«Das Märchen von Roger und Mirka», zusammengestellt von einem Fan des Tennis-Traumpaars. Video: YouTube/Angel light

Es ist Federer, der Gas gibt. «Ich habe am Anfang gar nicht gemerkt, dass er ein wenig attackiert», erzählt Vavrinec im «SonntagsBlick». «Ich fand ihn sympathisch, er war ein lustiger Kerl, überhaupt kein Langweiler. Das gefiel mir.»

Gemeinsame Partien in Australien

Fast ein Jahr lang können die beiden Verliebten ihre Beziehung geheim halten. Es ist eine Liaison zweier Dauerreisenden, schliesslich ist damals auch Vavrinec noch Tennisprofi. «Es ist nicht einfach, Gott sei Dank gibt es Telefon und SMS», sagt die Kreuzlingerin mit Wurzeln in der Slowakei, als die Beziehung öffentlich wird.

Neun Medaillen in Sydney

Obwohl Roger Federer nur der undankbare vierte Platz bleibt, werden die Sommerspiele in Australien für die Schweiz die medaillenträchtigsten seit einem halben Jahrhundert. Brigitte McMahon holt im Triathlon die einzige Goldmedaille, hinzu kommen sechs Silber- und zwei Bronzemedaillen.

Bloss an den Grand-Slams und am Turnier von Key Biscayne spielen sie jeweils am gleichen Ort – und sinnigerweise in Australien, wo ihre Beziehung den Anfang fand. Beim Hopman-Cup 2002 in Perth stehen Federer und Vavrinec als Mixed-Doppel auf dem Platz, gewinnen eine von drei Partien (gegen das argentinische Duo Paola Suarez/Mariano Zabaleta).

abspielen

Das Doppel-Interview der Verliebten nach der Niederlage gegen Alicia Molik und Lleyton Hewitt. Mirka, deren Nachname den Moderator ins Stolpern bringt, findet ziemlich alles «very nice». Video: YouTube/SpeckoGirl

Zweimal Zwillinge für die Federers

Vavrinecs Karriere ist wenig später bereits zu Ende. Im Frühling 2002 muss sie wegen einer hartnäckigen Fussverletzung als erst 24-Jährige die Karriere beenden. Seither reist sie als managende Partnerin gemeinsam mit dem Tennis-Maestro um den Globus.

Bis auf Platz 76 schafft es Vavrinec in der Weltrangliste – in Roger Federers Herz gehört ihr bis heute Rang 1. Den muss sie sich freilich mit mittlerweile vier gemeinsamen Kindern teilen. Im April 2009 heiraten Federer und Vavrinec, im Juli bringt Mirka die Zwillingstöchter Myla und Charlene zur Welt und 2014 gebärt sie erneut Zwillinge, dieses Mal sind es Buben: Leo und Lenny.

abspielen

Fotos ohne Ende vom Traumpaar, von einem Fan mit Bryan Adams' «Everything I Do, I Do It For You» unterlegt. Mehr Kitsch geht kaum. Video: YouTube/cshery94

Unvergessen

In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob hervorragende Leistung, bewegendes Drama oder witzige Anekdote – alles ist dabei.

Jööööö! Federer trainiert in Wimbledon, während seine Söhne auf dem Court spielen

Tennis-Quiz

Wie Djokovic das unfaire Wimbledon-Publikum aus seinem Kopf brachte

Link zum Artikel

Schweizer Tristesse in Gstaad – warum die Suche nach dem «nächsten Federer» schwierig ist

Link zum Artikel

«Eine hässliche Welt, die niemals schläft» – das Märchen vom Traumleben der Tennis-Stars

Link zum Artikel

Williams nach US-Open-Eklat in psychologischer Behandlung – Osaka-SMS rührte sie zu Tränen

Link zum Artikel

15 Dinge, die du zum 15-jährigen Wunderkind Coco Gauff wissen musst

Link zum Artikel

Novak Djokovic hat eine Geheimwaffe – und sie kommt aus der Schweiz

Link zum Artikel

«Das hat man mich schon oft gefragt» – wieso ein Schweizer zum Nadal-Fan wurde

Link zum Artikel

Wie der Direktor des Tennis-Turniers in Gstaad von Christian Constantin hintergangen wurde

Link zum Artikel

Auf dieses Grundstück in Rapperswil zieht Federer – doch gebaut werden kann noch nicht

Link zum Artikel

«GOAT» in Gefahr – so schnell könnte Djokovic Federers wichtigste Rekorde an sich reissen

Link zum Artikel

Das brachte die Versteigerung von Boris Beckers Trophäen ein

Link zum Artikel

Dieser Psychotest zeigt dir, ob du aus Federer-Holz geschnitzt bist

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Diese 9 Food Trucks aus New York wünschen wir uns in der Schweiz (weil absolut 🤤)

Link zum Artikel

Federer/Nadal necken sich wie ein altes Ehepaar und McEnroe will «ihre Karrieren beenden»

Link zum Artikel

«Kein Brexit ohne Parlament!» John Bercow sagt Johnson in Zürich den Kampf an

Link zum Artikel

St. Galler Polizist schiesst sich aus Versehen in den Oberschenkel

Link zum Artikel

Die lange Reise der Schiedsrichter-Pfeife an die Rugby-WM nach Japan

Link zum Artikel

Eins vor Tod will ich Sex und (eventuell) eine Ohrfeige

Link zum Artikel

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Mitternachtsdrama an den US Open: Roger Federer, ein König in den Kleidern eines Bettlers

Roger Federer scheitert in den Viertelfinals der US Open in fünf Sätzen am Bulgaren Grigor Dimitrov. Wie aus dem einstigen König der Nacht ein Bettler wurde.

Es gab einmal eine Zeit, da galt Roger Federer als unbesiegbar, wenn über New York die Nacht hereinbricht. In der Stadt, von der es heisst, sie schlafe nie, war er es, der seinen Gegner mit hinreissendem Tennis schlaflose Nächte bereitete. Er war der König der Nacht. Das ist lange her.

Federers letzter von fünf US-Open-Siegen liegt bereits elf Jahre zurück. Die Erinnerungen daran sind längst verblasst. Sein Bezwinger im Vorjahr war der Australier John Millman. Nun scheiterte Federer in den …

Artikel lesen
Link zum Artikel