Unvergessen
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Christof Innerhofer of Italy removes part of a gate that remained entrapped in his race glasses after crossing the finish line of the men's downhill race at the Alpine Skiing World Cup in Santa Caterina Valfurva, northern Italy, December 29, 2015. REUTERS/Alessandro Garofalo      TPX IMAGES OF THE DAY

Schramme an der Nase: Innerhofer befreit sich im Ziel von der Torflagge. Bild: ALESSANDRO GAROFALO/REUTERS

Christof Innerhofer rast mit einer Torflagge um den Hals beinahe aufs Weltcup-Podest

29. Dezember 2015: Das hat die Ski-Welt noch nicht gesehen! Christof Innerhofer nimmt im Abfahrts-Schüttelbecher von Santa Caterina eine Torstange mit. Der Südtiroler rast mit der Flagge als Superman-Cape ins Ziel – und erreicht trotzdem ein Top-Resultat.



Christof Innerhofer geht als einer der Topfavoriten an den Start der Weltcup-Abfahrt in Santa Caterina. Doch schon im oberen Streckenteil geschieht dem Südtiroler ein Missgeschick: Er rast in ein Tor und die Flagge wickelt sich um seinen Kopf. Innerhofer lädt gleich auch noch die Stange auf und muss lange fahren, bis sie sich endlich löst. Dazu verrutscht ihm auch noch die Brille.

«Ich habe Glück gehabt», weiss Innerhofer mit einigen Minuten Abstand im Interview mit dem ORF. Unmittelbar nach der Zieldurchfahrt hatte er sich noch verärgert gezeigt. Er glaube, ihm sei «nichts Schlimmeres passiert, wahrscheinlich ein Bluterguss an der Nase.»

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Innerhofer mit der Zielflagge um den Hals. Video: streamable

«Schade, ich bin brutal in Form»

Innerhofer beschreibt den Moment des Zusammenpralls mit der Torstange bei rund 140 km/h als «brutal. Ich habe gedacht, das ‹Brillenglasl› sei hin und dann habe ich gemerkt, wie die Stange hinter mir ist.» Er habe versucht, trotzdem irgendwie im Rennen zu bleiben «und weiterzukämpfen».

Im Abschlusstraining hatte der damals 31-jährige Fan-Liebling die Bestzeit aufgestellt, entsprechend heiss ging er an den Start. «Es ist schade, ich bin brutal in Form und habe dieses Rennen weggeschmissen. Positiv ist sicher, dass ich gesund im Ziel bin. Wenn die Vernunft gesiegt hätte, dann wäre ich wohl stehengeblieben.»

Christof Innerhofer of Italy speeds down with a part of a gate that remained entrapped in his race glasses during the men's downhill race at the Alpine Skiing World Cup in Santa Caterina Valfurva, northern Italy, December 29, 2015. REUTERS/Alessandro Garofalo      TPX IMAGES OF THE DAY

Ist es ein Vogel? Ist es ein Flugzeug? Nein, es ist Innerhofer mit seinem Superman-Cape. Bild: ALESSANDRO GAROFALO/REUTERS

Podest nur knapp verpasst

Dass Innerhofer trotzdem die Bestzeit aufstellt, verdankt er seiner Startnummer: Er trägt die Drei und die beiden vor ihm gestarteten Fahrer schaffen es nicht ins Ziel.

Auf der welligen Piste hat aber auch die Konkurrenz enorm zu kämpfen. Lange sieht es deshalb danach aus, dass Innerhofer es trotz seines Missgeschicks aufs Podest schaffen kann. Erst der Franzose David Poisson mit Startnummer 26 verdrängt ihn vom Podium. Bloss sieben Hundertstelsekunden fehlen Innerhofer als Vierter auf Rang drei.

Den Sieg holt sich Poissons Landsmann Adrien Theaux überlegen mit einer Sekunde Vorsprung auf Hannes Reichelt. «Ich bin einfach nur echt froh, dass ich heil unten bin», sagt der Österreicher nach einer der wahrscheinlich schwierigsten Abfahrten der letzten Jahre.

France's Adrien Theaux celebrates in the finish area after completing a men's World Cup downhill in Santa Caterina Valfurva, Italy, Tuesday, Dec. 29, 2015. (AP Photo/Alessandro Trovati)

Theaux ballt die Siegerfaust. Bild: Alessandro Trovati/AP/KEYSTONE

Unvergessen

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