Unvergessen
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Das Video, das aus dem Sportreporter die TV-Legende machte. Video: YouTube/schnollede

«Dummi huere Ruederer» und «Schiiss-Ponys» machen Hans Jucker zur Legende

30. Januar 2011: Nach mehr als 40 Jahren beim Fernsehen geht der Sportreporter Hans Jucker in Pension. Nur ein paar Wochen später stirbt er – doch dank YouTube lebt er ewig weiter.



Hans Jucker – stets die Ruhe selbst

«Ja und wieder ein Fehlstart … das regt mi uf, diä dumme huere Ruederer! Do schnurrsch und schnurrsch und schnurrsch und nachane fahret's ne eifach dävoo!»

Einfach so. Fies!

Mehr als 10'000 Stunden lang kommentierte Hans Jucker live. Bild: Schweizer Fernsehen

Ein Mann, viele Worte. Als Hans Jucker am 30. Januar 2011 seinen letzten Arbeitstag beim Schweizer Fernsehen hat, geht eine Ära zu Ende. Der rotblonde Säuliämtler war die Allzweckwaffe der Sportabteilung, stets zu Diensten, wenn es wieder einmal über eine Sportart zu berichten galt, die in der Redaktion keiner kannte oder niemand mochte.

Am CSI droht der Sekundenschlaf

«Du Pesche, ich weiss nöd, wie lang mer no Ziit händ. Jetzt chömmet jo z'erscht no diä Schiiss-Ponys!»

Warten auf Calvaro  

Überaus beliebt wie ein Beni Thurnheer war Jucker nie, allenfalls respektiert bei Rennvelo- und Pferdesport-Anhängern, die sein Fachwissen zu würdigen wussten. Das änderte sich auf einen Schlag, als das Schweizer Fernsehen zu seinem 40-jährigen Dienstjubiläum 2005 ein Best-of von Juckers Pannen präsentierte.

Bundesrat Samuel Schmid, rechts, erkannte auf dem Weg zum House of Switzerland Sportreporter Hans Jucker, links, und wechselt mit ihm ein paar Worte, aufgenommen am Donnerstag, 12. August 2004, an den Olympischen Sommerspielen 2004 in Athen, Griechenland. (KEYSTONE/Eddy Risch)

«Dann lieber gar keine Krawatte», schiesst es Hans Jucker durch den Kopf, als er sich bei den Olympischen Spielen 2004 mit Bundesrat Samuel Schmid unterhält. Bild: KEYSTONE

So Buebe, jetzt göhnd ihr alli nomoll go brünzle!

«Du schickst mir den Rominger nie mehr zum Pipi machen, du. Der Chioccioli war ja auch da, der muss ja auch Pipi machen!»

Hans Juckers Bewerbungsvideo für die Kindertagesstätte «Drürad» in Affoltern am Albis

Zum Best-of gehörten auch Sequenzen, die im Studio in Leutschenbach heimlich mitgeschnitten wurden und nie über den Sender gingen – bis zu diesem Moment. Sie prägten fortan die Karriere des Reporters und machten ihn auch bei jungen Zuschauern populär.

Zu unserem Glück hat damals nicht der Rominger gewonnen!

«McKenzie, Sie sprechen deutsch? – Nein. – Äh, français? – Non. – Äh nooo, englisch?! Ääääh umm äääh, wie alt sind Sie?»

Antwort von McKenzie: «Ich möchte diesen Teppich nicht kaufen.»

Ein langes Leben war Hans Jucker nicht beschieden. Keine drei Wochen nach seiner Pensionierung erlag er 65-jährig einem Herzinfarkt.

Hans Juckers Meisterstück

«Do chömmet zwee! Nei, jetzt chömmet zwee! Hooo hooo! Ho ho ho hoooo! Ganz guet! Nei, da hani aber no nie gseh! Hi hi hi hi hi … hooooo hoooo hooooo harr harr harr harr harr harr harr! Dr ander! Jä! Harr harr harr harr harr! Hi hi hi hi hi hi! Harr harr harr harr harr harr! Dr ander! Jä!»

Als an den Olympischen Spielen in Albertville 1992 ein Riesenslalomfahrer seinen Konkurrenten überholte

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GIF: Youtube/schnollede

Unvergessen

In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob hervorragende Leistung, bewegendes Drama oder witzige Anekdote – alles ist dabei.

Olympische Winterspiele 1972: Die goldenen Tage von Sapporo

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