USA
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Wurden hingerichtet: John Winfield (43), John Henry (63) und Marcus Wellon (59). 

Giftspritzen-Einsatz

Todesstrafe in den USA: Drei Hinrichtungen binnen 24 Stunden

Nach dem qualvollen Sterben eines Todeskandidaten hatten manche US-Staaten Hinrichtungen gestoppt. Nun sind binnen 24 Stunden gleich drei Menschen exekutiert worden.

19.06.14, 08:17 19.06.14, 12:11

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Atlanta - Die Todesstrafe wird nach einer kurzen Pause in den USA wieder vollstreckt: Zum dritten Mal innerhalb von 24 Stunden ist in den USA ein Häftling hingerichtet worden. In einem Gefängnis im US-Bundesstaat Florida starb der 63-jährige John Henry durch Injektion einer Giftspritze, wie eine Sprecherin der Strafvollzugsbehörden mitteilte. Henry hatte fast 30 Jahre lang im Todestrakt gesessen. Er war 1985 wegen der Ermordung seiner Frau und ihres Sohnes zum Tode verurteilt worden. Er befand sich damals unter Auflagen auf freiem Fuss, nachdem er 1976 seine erste Frau ermordet hatte.

Henry war der 23. Todeskandidat, der seit Jahresbeginn in den USA hingerichtet wurde, und der dritte binnen 24 Stunden. Der 58-jährige Marcus Wellons war dafür verurteilt worden, im Jahr 1989 ein 15-jähriges Mädchen entführt, vergewaltigt und ermordet zu haben. Der 43 Jahre alte John Winfield hatte die Todesstrafe dafür erhalten, seine frühere Freundin offenbar aus Eifersucht in ihrer Wohnung überfallen und durch Schüsse schwer verletzt zu haben. Ihre Schwester und eine Freundin wurden bei der Tat getötet. Das Oberste Gericht hatte in beiden Fällen kurz vor der Vollstreckung der Todesstrafe Einsprüche der Häftlinge zurückgewiesen.

Seit dem qualvollen Tod eines Häftlings im US-Bundesstaat Oklahoma wegen einer falsch gesetzten Giftspritze Ende April hatte es sieben Wochen lang keine Exekutionen in den USA gegeben – bis in der Nacht zum Mittwoch in den Bundesstaaten Georgia und Missouri zwei verurteilte Mörder per Giftspritze hingerichtet wurden.

Nicht zugelassene Mittel für Spritze verwendet

In Oklahoma war am 29. April die Hinrichtung von Clayton Lockett abgebrochen worden, weil es Probleme mit der Giftinjektion gab. Der Mann wand sich 43 Minuten lang im Todeskampf vor Schmerzen, bis er schliesslich einen tödlichen Herzinfarkt erlitt.

Der Vorfall hatte in den USA die Debatte über die Todesstrafe neu entfacht, US-Präsident Barack Obama bezeichnete die Hinrichtung als "zutiefst verstörend". Nach der Tragödie setzte Oklahoma alle Hinrichtungen für sechs Monate aus, auch fünf Hinrichtungen in anderen Bundesstaaten wurden verschoben.

Die USA haben Probleme bei der Versorgung mit den für die Giftinjektionen verwendeten Mitteln, seitdem die europäischen Zulieferfirmen sich weigern, dafür das Betäubungsmittel Pentobarbital zu liefern. Mehrere der 32 Bundesstaaten, die in den USA noch die Todesstrafe vollstrecken, benutzen seitdem für Hinrichtungen neue Mittel, die teils aber nicht offiziell zugelassen und erprobt sind.



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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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