USA
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Als Senatorin für Krieg gestimmt

Hillary Clinton entschuldigt sich für Irak-Zustimmung



Hillary Clinton talks with ABC News anchor Diane Sawyer for her first television interview in conjunction with the release of her new book titled

Die ehemalige US-Aussenministerin Hillary Clinton gibt dem US-Sender ABC ein Interview im Hinblick auf ihr neues Buch. Bild: ABC/Reuters

Die ehemalige US-Aussenministerin Hillary Clinton hat sich entschuldigt, 2002 als Senatorin im Kongress für den Irakkrieg gestimmt zu haben. «Ich war nicht die einzige, die einen Fehler gemacht hat. Aber ich habe dennoch einen Fehler gemacht. Eindeutig.»

Weiter schreibt sie nach einem Bericht des TV-Senders CBS in ihrer demnächst erscheinenden Autobiografie: «Ich dachte, in gutem Glauben gehandelt und die beste Entscheidung getroffen zu haben.» Die USA begannen den stark umstrittenen Militäreinsatz im März 2003.

Der Sender stiess nach eigenen Angaben zufällig auf ein Exemplar des Buches, das erst am 10. Juni erscheinen soll. In dem Buch schildere Clinton vor allem ihre vier Jahre als Chefin des Aussenministeriums unter Präsident Barack Obama und ihre gegenwärtige Sicht auf das Weltgeschehen.

Die 66-Jährige gilt als mögliche Kandidatin für Präsidentschaftswahl 2016. Ihr Ehemann Bill bekleidete das Amt von 1993 bis 2001.

In dem Buch erzählt sie laut CBS etwa von der Meinungsverschiedenheit mit Obama darüber, ob man die Rebellen im syrischen Bürgerkrieg bewaffnen solle. Sie habe seine Entscheidung respektiert, als er ihren Vorschlag aus Sicherheitsgründen abgelehnt habe.

Ihre persönliche Beziehung zu Obama spielt in der Biografie offenbar eine grössere Rolle. Er hatte ihr 2008 in einem spannenden Vorwahlkampf die Präsidentschaftskandidatur für die Demokraten weggeschnappt. (trs/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Zeit_Genosse 06.06.2014 08:49
    Highlight Highlight Der Wahlkampf hat längst begonnen. Vor dem Wahlkampf muss man sich aller strittigen Punkte der eigenen Biografie selbst stellen und sich für alles mögliche entschuldigen. Mit dieser Beichte ist man rein vor Schuld und kann mit weisser Weste in den Wahlkampf einsteigen. Die Gegner können keine alten Zöpfe mehr hervorholen und Propaganda betreiben, weil der Wind mit der Läuterung der Präsidentschaftskandidaten mit einer Biografie und gezielten Interviews bereits aus den Segeln ist. Diese Lehrstücke der langfristigen PR-Arbeit zeigen, dass man sogar strittige Personen mit geschicktem Vorgehen politisch reinkarnieren kann.

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