USA
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Noch 132 Inhaftierte 

USA schicken vier afghanische Guantanamo-Häftlinge in ihre Heimat zurück

Trotz Niederlage bei den Kongresswahlen gibt US-Präsident Barack Obama Gas. Selbst die Schliessung des Gefangenenlagers Guantanamo hat er noch nicht aufgegeben – sie wurde gestern zur «nationalen Priorität» erklärt. 

20.12.14, 17:24 20.12.14, 18:34

Die USA haben vier aus Afghanistan stammende Guantanamo-Häftlinge in ihre Heimat zurückgeschickt. Die Fälle der vier Männer seien zuvor intensiv überprüft worden, teilte das Verteidigungsministerium am Samstag in Washington mit. Die vier wurden mit einer Militärmaschine zurück nach Afghanistan gebracht.

Die Freilassung der Afghanen, die als Häftlinge mit niedrigem Sicherheitsstatus eingestuft wurden, ist ein klares Signal an die Regierung in Kabul. Der neue Präsident Aschraf Ghani, erst seit drei Monaten im Amt, hatte den Schritt angeregt. Wie aus Sicherheitskreise verlautet, stellen die Männer offiziell auch für ihr Heimatland kein Sicherheitsrisiko dar. Sie sollen dort nicht wieder in Haft genommen werden. 

Ein wichtiges Kriterium sei dabei die nationale Sicherheit gewesen, sagte das US-Verteidigungsministerium. Die Überstellung der Afghanen in ihre Heimat folgt nur kurz nach der Freilassung von sechs Männern aus dem umstrittenen US-Gefangenenlager auf Kuba Anfang des Monats. Diese waren von Uruguay aufgenommen worden.

Former Guantanamo detainee Adel bin Muhammad El Ouerghi (L) from Tunisia, lifts his mate cup while standing with an unidentified member of Uruguay's central workers union Pit-Cn (C) and fellow Guantanamo detainee Omar Mahmoud Faraj from Syria on a balcony in a neighbourhood in Montevideo December 12, 2014. Six former Guantanamo detainees were flown to Uruguay for resettlement on Sunday, the latest step in a slow-moving push by U.S. President Barack Obama to close the widely-condemned prison where most detainees have never been charged or tried. The men were discharged Thursday from a hospital in Montevideo and transferred to a house provided by Uruguay's central workers union Pit-Cnt. Uruguay will treat the six detainees it has taken in from the U.S. camp holding suspected terrorists in Guantanamo Bay as

Der ehemalige Guantanamo-Häftling Adel bin Muhammad El Ouerghi (links) aus Tunesien in Montevideo, Uruguay. Er wurde zusammen mit fünf anderen Insassen aus dem Gefängnis entlassen. Bild: ANDRES STAPFF/REUTERS

Schliessung des Lagers als «nationale Priorität»

Nach der nun erfolgten Freilassung der vier Afghanen werden nach Angaben des Pentagon noch 132 Häftlinge in Guantanamo festgehalten. US-Präsident Barack Obama bemüht sich seit seinem Amtsantritt im Januar 2009, das international kritisierte Gefangenenlager auf Kuba zu schliessen. 

Erst am Freitag – einen Tag vor der Verkündung der jüngsten Freilassung – hatte Obama die Schliessung des Lagers zur «nationalen Priorität» erklärt. Der Präsident stösst mit seinen Plänen aber in Parlament, Justiz und Öffentlichkeit auf heftigen Widerstand.

Die meisten Guantanamo-Häftlinge wurden seit ihrer Festnahme in den Jahren 2001 und 2002 weder angeklagt noch verurteilt. Insgesamt waren seit 2001 auf der Marinebasis 779 Menschen inhaftiert. (dwi/sda/afp)



Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Wie Exil-Amerikanerinnen von der Schweiz aus Trump stürzen wollen

Eine von Frauen geführte Expat-Gruppe will dafür sorgen, dass die Amerikaner in der Schweiz bei den «Midterms» fleissig an die Urne gehen.

Alexandra Dufresne ist Amerikanerin. Laut herausposaunen will sie das aber nicht. Es ist ihr peinlich – und zwar seit Donald Trump ins höchste Amt des Landes gewählt wurde.

Die 45-jährige Wahlzürcherin und Rechtsdozentin ist auch die treibende Kraft hinter der Widerstandsbewegung «Action Together», einer Gruppe von US-Expats und einigen Schweizern, die sich für die Erhaltung der amerikanischen Grundwerte einsetzen. «Diese werden derzeit von der Trump-Administration und dem republikanischen …

Artikel lesen