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nach 13-jähriger Jagd

Hier entführt ein US-Kommando einen Top-Terroristen in Libyen

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Die Videoaufnahme kann man sich auf der Seite der «Washington Post» ansehen.

Nach einer 13-jährigen Jagd wurde der mutmassliche Terror-Drahtzieher Abu Anas al-Libi, der Osama bin Laden nahe gestanden haben soll, verhaftet. Jetzt ist ein Video der Aktion aufgetaucht.



Die «Washington Post» hat auf ihrer Internetseite am Montag ein Video veröffentlicht, das die Festnahme des mutmasslichen libyschen Al-Kaida-Mitglieds Abu Anas al-Libi zeigen soll. Das Video soll zeigen, wie ein US-Kommando al-Libi in Tripolis in ein Auto zerrt. 

Auf den unscharfen Schwarz-Weiss-Aufnahmen sei ein US-Kommandoeinsatz am frühen Morgen des 5. Oktober 2013 mitten in Libyens Hauptstadt Tripolis zu sehen, berichtete die Zeitung. Al-Libi fährt demnach nach dem Morgengebet an seinem mit hohen Mauern geschützten Haus in einem wohlhabenden Viertel von Tripolis vor.

Plötzlich rasen aus verschiedenen Richtungen ein Kleinbus und ein Kleinwagen heran und blockieren das Auto des mutmasslichen Al-Kaida-Mitglieds. Ein weiteres Fahrzeug sperrt die Strasse ab. Bewaffnete Männer ziehen die Zielperson in den Kleinbus, ehe die Einheit mitsamt dem Auto von al-Libi verschwindet. 

Abu Anas al-Libi

Abu Anas al-Libi steht seit mehr als zehn Jahren in New York unter Anklage. Bild: AP

Drahtzieher eines Anschlags mit über 200 Toten

Der «Washington Post» zufolge stammen die Aufnahmen von einer Überwachungskamera in der Nähe. Der gesamte Einsatz dauert weniger als zwei Minuten. Später ist zu sehen, wie zwei Männer und eine Frau aus dem Haus al-Libis laufen. 

Al-Libi soll ein Drahtzieher der Anschläge auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania im Jahr 1998 gewesen sein, bei denen mehr als 200 Menschen ums Leben kamen. Die US-Behörden haben bislang nur wenige Details zu der Festnahme bekanntgegeben.

Nach der Kommandoaktion wurde al-Libi demnach auf ein im Mittelmeer kreuzendes Schiff der US-Marine gebracht. Später wurde das mutmassliche Al-Kaida-Mitglied nach New York geflogen, wo ihm vor einem US-Bundesgericht der Prozess gemacht werden soll. Mitte Oktober plädierte er dort auf nicht schuldig. (sda/rey)

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