USA
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FILE - In this Nov. 18, 2008 file photo, reviewed by the U.S. Military, a female guard, bottom, and male guard escort a detainee who carries a book from the detainee library trailer to the detention facility in an open air common area at Camp Delta 4 on the U.S. Military Base in Guantanamo Bay, Cuba. Some prisoners in the highest-security unit of the Guantanamo Bay detention center have launched a protest against what they consider the religiously offensive use of female guards to move them around the U.S. base in Cuba, lawyers for the men say. (AP Photo/Brennan Linsley, File)

Zwei Bewacher führen einen Gefangenen im Camp Delta 4. Bild: ap/AP

Opfer «einer grausamen Entführung»

Uruguay nimmt sechs Guantánamo-Häftlinge auf

Sechs Häftlinge aus dem umstrittenen US-Gefangenenlager Guantánamo sind nach Uruguay überstellt worden. Dort sollen sie wie normale Bürger behandelt werden.

Vier Syrer, ein Palästinenser und ein Tunesier seien freigelassen und mit einem US-Militärflugzeug in das südamerikanische Land geflogen worden, teilte das US-Verteidigungsministerium am Sonntag mit.

Uruguays scheidender Präsident José Mujica hatte am Freitag in einem offenen Brief an US-Präsident Barack Obama angekündigt, dass sein Land als humanitäre Geste sechs Häftlinge aufnehmen werde.

Der linke Staatschef übte zugleich heftige Kritik an dem US-Gefangenenlager auf Kuba. Die Aufnahme der Häftlinge stelle eine Geste für Menschen dar, die Opfer «einer grausamen Entführung» geworden seien. 

Wie normale Bürger behandeln

Nach Mujicas Plan sollen die Männer in Uruguay wie normale Bürger behandelt werden und frei reisen dürfen. Das Schicksal der Guantánamo-Häftlinge erinnere ihn an seine eigenen 13 Jahre in politischer Gefangenschaft, schrieb der frühere Guerilla-Kämpfer.

Es bleiben noch 136 Häftlinge in Guantánamo. 66 stellen nach Einschätzung der Behörden keine Gefahr dar, finden aber keine Aufnahmeländer.

Obamas Sondergesandter für die Schliessung des Lagers, Cliff Sloan, erklärte, die US-Regierung sei Uruguay «sehr dankbar» für die Aufnahme der Gefangenen, die nicht in ihre Heimatländer zurückkehren könnten. Die Unterstützung durch Freunde und Verbündete sei zentral zur Schliessung von Guantánamo und die Überstellung der sechs Häftlinge sei eine «wichtige Etappe» für dieses Ziel.

Umstrittene Schliessung

Nach der Freilassung der sechs Männer bleiben noch 136 Häftlinge in Guantánamo. Obama bemüht sich seit seinem Amtsantritt im Januar 2009, das international kritisierte Gefangenenlager auf Kuba zu schliessen. Er stösst dabei aber in Parlament, Justiz und Öffentlichkeit auf Widerstand. 

FILE - In this Nov. 20, 2013, file photo, reviewed by the U.S. military, U.S. Navy medical personnel displays an enteral feeding tube, used for force-feeding detainees, during a tour of the detainee hospital at Guantanamo Bay Naval Base, Cuba. Guantanamo prisoner, 43-year-old Abu Wa’el Dhiab has been engaged in a tense struggle with guards in recent months during 2014, according to documents filed in federal court in Washington, where Dhiab, who has been fed by through a nasal tube to prevent starvation, is challenging some of the tactics used by the military to deal with prisoners on hunger strike.  (AP Photo/Charles Dharapak,File)

Mit solchen Schläuchen werden Häftling zwangsernährt. Bild: Charles Dharapak/AP/KEYSTONE

Die meisten Häftlinge wurden seit ihrer Festnahme in den Jahren 2001 und 2002 weder angeklagt noch verurteilt. 66 Häftlinge stellen nach Einschätzung der Behörden keine Gefahr dar, sie finden aber keine Aufnahmeländer.

Kritiker der Pläne zur Schliessung des Lagers sehen in den Gefangenen eine Bedrohung der nationalen Sicherheit. Ihre Freilassung lehnen sie ebenso ab wie ihre Überstellung in normale Gefängnisse in den USA. Sie verweisen auf mehrere Fälle, in denen sich freigelassene Häftlinge dem Terrornetzwerk Al-Kaida oder anderen Extremistengruppen angeschlossen haben. (sda/afp)



Das könnte dich auch interessieren:

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Arschloch» vs. «Spinner»: Trumps absurder Kleinkrieg mit Ex-Sprecher Scaramucci

Nach Trennungen passieren ja manchmal irrationale Sachen. Bei US-Präsident Donald Trump und seinem ehemaligen Kommunikationschef Anthony Scaramucci scheint das mit zwei Jahren Verzögerung zu passieren. «The Mooch» blieb Trump selbst nach unehrenhafter Entlassung die längste Zeit treu. Er veröffentlichte sogar ein ganzes Buch, in dem er seine Bewunderung für den Präsidenten zum Ausdruck brachte.

Doch vor etwas mehr als einer Woche schien die Stimmung zwischen den beiden zu kippen. Scaramucci …

Artikel lesen
Link zum Artikel