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US-Geheimdienst ist erleichtert

«Washington Post»: Snowden nahm weniger Dokumente mit als gedacht



Students of the Muthesius Academy of Fine Arts and Design in Kiel uncoil a placard showing US intelligence leaker Edward Snowden as part of a campaign by German activists to grant asylum for Snowden. German deputies probing US spying said Thursday they would seek to question fugitive US intelligence leaker Edward Snowden in Moscow within the next four weeks.  AFP PHOTO / DPA / CARSTEN REHDER +++ GERMANY OUT

Kam gemäss «Washington Post» an weniger Dokumente heran als gedacht: Whistleblower Edward Snowden.  Bild: DPA

Der US-Geheimdienstenthüller Edward Snowden hat offenbar weniger vertrauliche Dokumente an sich gebracht als zunächst vermutet. «Einige Dinge, von denen wir dachten, dass er sie hat, hat er anscheinend doch nicht bekommen», zitierte die «Washington Post» US-Geheimdienstkoordinator James Clapper.

«Wir untersuchen das noch weiter, aber wir glauben, dass er vieles von dem, was er sich angesehen hat, nicht herunterziehen konnte.» Der Schaden für die Geheimdienste durch die Enthüllungen zu ihren Spähprogrammen sei dennoch «immens», sagte Clapper.

Die «Washington Post» berichtete auf ihrer Internetseite, Clappers Einschätzung weiche von den anfänglichen Befürchtungen der US-Geheimdienste ab, dass Snowden auch in das Kommunikationsnetz des US-Militärs eingedrungen sein könnte. Diese Sorge gebe es nun nicht mehr.

Die US-Geheimdienste haben das Snowden-Material nach Informationen der «Washington Post» in drei Kategorien eingeteilt. Rund 300 Dokumente seien in den USA und anderen Ländern bereits veröffentlicht worden, weitere 200'000 Dokumente hätten Snowden und seine Mitstreiter an die Medien übergeben. 

Die dritte Kategorie betrifft den Angaben zufolge Geheimdienstunterlagen, die Snowden mitgenommen haben soll und deren derzeitiger Status unklar ist. Die US-Dienste gehen mittlerweile davon aus, dass es sich hierbei um 1,5 Millionen Dokumente handelt. Erste Schätzungen seien noch von 1,77 Millionen Dokumenten ausgegangen, berichtete die «Washington Post».

Snowden war über das Beratungsunternehmen Booz Allen Hamilton als externer Computerexperte für die NSA tätig gewesen und konnte sich so vertrauliche Informationen über die Spähprogramme von den Servern des Geheimdienstes herunterladen. Ende Mai 2013 setzte er sich nach Hongkong ab, wo er die Unterlagen dann Anfang Juni 2013 den Medien zuspielte.

Die Enthüllungen brachten einen massiven Überwachungsapparat ans Licht: Die NSA späht demnach nicht nur im grossen Stil die Telefon- und Internetkommunikation von Menschen in aller Welt aus, sondern nahm über mehrere Jahre auch Spitzenpolitiker befreundeter Staaten wie die deutsche Kanzlerin Angela Merkel ins Visier.

Snowden hält sich seit vergangenem Sommer an einem geheimen Ort in Russland auf, das ihm für ein Jahr politisches Asyl gewährt hat. Die US-Justiz sucht den 30-Jährigen mit einem internationalen Haftbefehl und wirft ihm unter anderem Spionage vor. (rar/sda)

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