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Absturz von MH17

In der Ukraine ist ein neues Wrackteil «wie aus dem Nichts» aufgetaucht



An der Absturzstelle des Malaysia-Airlines-Fluges MH17 ist ein neues grosses Wrackteil gefunden worden. Es scheint «wie aus dem Nichts» aufgetaucht zu sein, berichtet ein Sprecher der Beobachtermission der OSZE laut australischen Medienberichten.

Ermittler haben mehr als eine Woche nach dem Absturz des Malaysia-Airlines-Flugzeugs in der Ostukraine ein neues grosses Wrackteil sowie weitere Leichen gefunden. Das berichteten australische Medien am Freitag unter Berufung auf Sprecher der OSZE, die unter anderem australische Ermittler in das Absturzgebiet begleitet hatten. Der Fundort sei unweit der anderen Wrackteile.

«Es schien fast so, als sei es wie aus dem Nichts erschienen, denn es waren keine abgebrochenen Äste oder ähnliche Anzeichen zu sehen, die darauf hinweisen, dass ein grosses Stück Rumpf dort zu Boden gefallen ist»

Die Ermittler - darunter zwei australische Diplomaten und ein Forensiker - seien zunächst nicht dafür ausgerüstet gewesen, die Leichen zu bergen, berichteten der Fernsehsender ABC und die Zeitung «Sydney Morning Herald» am Freitag. Bei dem Wrackteil handelt es sich demnach um ein Teil des Rumpfes, in dem Sitze und Fenster noch intakt waren.

Einfuhrstopp

Inmitten wachsender Spannungen zwischen Moskau und Kiew verhängt Russland nun auch einen Importstopp für ukrainische Milchprodukte. Betroffen sei auch Käse, teilte die Agraraufsicht in Moskau am Freitag mit. Russland hatte bereits die Einfuhr von pflanzlichen Produkten, darunter Kartoffeln, von Fischkonserven, aber auch von Schokolade eingeschränkt.
Die Ukraine hatte ihrerseits die Einfuhr von Schweinefleisch aus Russland verboten. (whr/sda/dpa)

In einem dichten Waldstück sei plötzlich das grosse Rumpf-Wrackteil aufgetaucht, sagte Michael Bociurkiw von der Beobachtermission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa dem australischen Sender ABC. «Es schien fast so, als sei es wie aus dem Nichts erschienen, denn es waren keine abgebrochenen Äste oder ähnliche Anzeichen zu sehen, die darauf hinweisen, dass ein grosses Stück Rumpf dort zu Boden gefallen ist», sagte Bociurkiw.

Cockpit von besonderem Interesse

Auf besonderes Interesse bei den Ermittlern sei das Cockpit der abgestürzten Boeing 777-200 gestossen. Dort seien «sowohl persönliche als auch professionelle Gegenstände der Piloten» noch vorhanden. In dem Absturzgebiet sei nach dem Fund der neuen Leichen und Leichenteile eine detaillierte Überprüfung des Geländes vonnöten, um sicherzustellen, dass nichts übersehen werde, sagte Bociurkiw weiter.

Angesichts der Rufe nach einer internationalen Polizeitruppe am Absturzort wollten die Separatisten diese Option nicht kategorisch ausschliessen. «Wenn sich Malaysia, Australien oder die Niederlande an uns wenden, werden wir den Vorschlag natürlich prüfen», sagte Sergej Kawtaradse von der «Volkswehr» in Donezk. Die Aufständischen könnten die Sicherheit ausländischer Polizisten in der Kampfzone allerdings nicht garantieren. Kawtaradse wies Vorwürfe zurück, die Separatisten würden Ermittlungen und Sucharbeiten behindern. «Wir wollen Plünderungen verhindern und neutrale Untersuchungen ermöglichen», behauptete er.

Australien will Soldaten-Kontingent zum MH17-Absturzort schicken

Australien will ein Kontingent von Soldaten zum Absturzort der malaysischen Boeing im Osten der Ukraine schicken. Das Ziel bestehe darin, die 28 australischen Insassen der Maschine, die zu den insgesamt 298 Toten gehören, in die Heimat zu bringen. Das Abkommen mit der ukrainischen Regierung stehe kurz vor dem Abschluss, sagte Premierminister Tony Abbott. 90 australische Polizisten wurden bereits nach Europa verlegt, hundert weitere Sicherheitskräfte, dieses Mal Soldaten, sollen laut Abbott folgen. (whr/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 25.07.2014 12:24
    Highlight Highlight Der BUK wird wohl schon in Teile zerlegt und in Richtung Hochofen unterwegs sein. Auch die Bediener werden wohl als lästige Mitwisser verschwinden. Die Beweise der Amerikaner sind offensichtlich wasserdicht. Wer heute mit einem Radar in der Gegend herumstrahlt und meint, dass es niemand merkt, ist naiv. Man kann nahezu von jedem elektronischen Sender einen Fingerprint erstellen.
    Nun kann man nur noch auf die Liste mit den Namen der Terrorverdächtigen warten.

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