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Obama hat eine umfassende Untersuchung der Cyberattacken angeordnet.
Obama hat eine umfassende Untersuchung der Cyberattacken angeordnet.
Bild: Manuel Balce Ceneta/AP/KEYSTONE

Obama kündigt Vergeltung für russische Hackerangriffe an

16.12.2016, 03:56

US-Präsident Barack Obama hat Vergeltung für russische Hackerangriffe während des US-Wahlkampfs angekündigt. «Ich denke, es gibt keinen Zweifel daran, dass wir handeln müssen, wenn eine ausländische Regierung versucht, die Integrität unserer Wahlen anzugreifen.»

«Und das werden wir, zu einem Zeitpunkt und an einem Ort, den wir bestimmen», sagte Obama am Donnerstag (Ortszeit) dem Radiosender NPR. Zuvor hatte bereits Obama-Berater Ben Rhodes dem russischen Staatschef Wladimir Putin eine direkte Verantwortung für die Hackerangriffe zugewiesen.

«Nichts von derartiger Tragweite» geschehe innerhalb der russischen Regierung, ohne dass Putin davon wisse, sagte er dem Fernsehsender MSNBC. Putin sei letztlich als oberster Amtsträger «für die Taten der russischen Regierung verantwortlich».

Der Sender NBC News hatte berichtet, dass Putin selbst Anweisungen für den Umgang mit gehackten E-Mails der US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton gegeben habe.

Der russische Staatschef habe dies anfänglich aus Rache getan, weil die Demokratin als Aussenministerin öffentlich die Rechtmässigkeit der russischen Wahlen von 2011 in Frage gestellt habe, meldete der Sender unter Berufung auf zwei hochrangige Geheimdienstverantwortliche.

Vorwürfe zurückgewiesen

Später habe Putin dann sein Vorgehen ausgeweitet, um das politische System in den USA als korrupt darzustellen, hiess es in dem Beitrag weiter. Putins Sprecher Dmitri Peskow wies die Vorwürfe als «lächerlichen Unsinn» zurück.

Auch der gewählte US-Präsident Donald Trump hat in Abrede gestellt, dass Russland hinter den Cyberangriffen auf die Demokraten stecke. Der Republikaner zog entsprechende Informationen durch die US-Geheimdienste in Zweifel.

Obama hatte in der vergangenen Woche eine umfassende Untersuchung der Cyberattacken angeordnet. Der Bericht soll ihm noch vor seinem Ausscheiden aus dem Amt am 20. Januar vorgelegt werden. (ehi/sda/afp)

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