Wirtschaft
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Ölpreis legt deutlich zu – Förderländer drehen am Hahn



Die Ölpreise haben sich am Montag spürbar von ihren starken Verlusten in den vergangenen Wochen erholen können. Händler nannten Hinweise auf Produktionskürzungen als Grund. Diese kamen am Wochenende und zu Wochenbeginn vor allem vom Ölriesen Saudi-Arabien.

Äusserungen anderer Länder, darunter vom grossen Ölförderer Russland, klangen dagegen zurückhaltender und deuteten eher nicht auf eine baldige Förderkürzung hin.

Fog blankets a low-lying area where pumpjacks operate in West Texas, northeast of Kermit, on Sept. 12, 2018. In December 2017, companies in the Permian Basin _ an ancient, oil-rich seabed that spans West Texas and southeastern New Mexico _ produced twice as much oil as they had four years earlier, during the last boom. Forecasters expect production to double again by 2023. (Jerod Foster/The Texas Tribune via AP)

Bild: AP/The Texas Tribune

Am Montagvormittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 71,80 US-Dollar. Das waren 1,62 Dollar mehr als am Freitag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg etwas schwächer um 1,01 Dollar auf 61,20 Dollar.

Bereits am Wochenende gab es Signale, die auf ein künftig vermindertes Rohölangebot hindeuten. Zum einen kündigte Saudi-Arabien an, seine Öllieferungen im Dezember um 500'000 Barrel je Tag zu verringern. Der Saudische Ölminister Khalid Al-Falih bestätigte dies am Montagmorgen. In Abu Dhabi sagte Al-Falih darüber hinaus, Saudi-Arabien sehe die Notwendigkeit einer Reduzierung der Tagesproduktion um eine Million Barrel gegenüber dem Niveau von Oktober.

Auch Äusserungen aus anderen Opec-Ländern lassen darauf schliessen, dass die Rohölförderung im kommenden Jahr sinken könnte. Entsprechende Hinweise hatte ein wichtiges Erdölkomitee des Verbunds «Opec Plus» – bestehend aus der Opec und weiteren grossen Förderstaaten – am Wochenende gegeben. Der Ölminister von Oman sprach sich am Sonntag wie Al-Falih für eine Förderkürzung um eine Million Barrel je Tag aus.

Russlands Ölminister Alexander Nowak äusserte sich dagegen zurückhaltender. Es gebe derzeit keine Notwendigkeit, schnell zu handeln, sagte er am Wochenende. Es sei schwer vorherzusagen, wie sich der Ölmarkt 2019 entwickele. Er gehe aber davon aus, dass der Markt Mitte 2019 ausgeglichen sei, also Angebot und Nachfrage im Lot seien. Damit deuten sich unterschiedliche Auffassungen der beiden grössten Opec-Plus-Mitglieder Saudi-Arabien und Russland an.

Die jüngsten Preiszuwächse am Rohölmarkt folgen auf eine lange Verluststrecke. Seit Anfang Oktober sind die Ölpreise um rund 20 Prozent gefallen. Wichtigster Grund war, dass die USA ihr Ölembargo gegen Iran wesentlich schwächer umgesetzt haben, als dies im Vorfeld erwartet worden war. Weil grosse Förderer in Erwartung harter Sanktionen ihre Ölproduktion hochgefahren haben, droht ein Angebotsüberschuss, auf den die Produzenten jetzt mit Kürzungen zu reagieren scheinen. (awp/sda/dpa)

Und jetzt zu etwas ganz anderem: Wenn Politiker vergessen, dass sie Mikrofone tragen ...

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